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23.09.2013 pte/Rudolf Felser

Social-Media-Dienst HootSuite im Aufwind

Das Social-Media-Meta-Tool HootSuite verzeichnet stark wachsende Nutzerzahlen und kann inzwischen beachtliche Wachstumszahlen vorweisen. Derzeit verwenden bereits sieben Mio. Mitglieder in 175 Ländern das Dashboard.

Der "Social-Media-Aggregator" HootSuite zieht immer mehr Nutzer an.

Der "Social-Media-Aggregator" HootSuite zieht immer mehr Nutzer an.

© HootSuite

Über ein Dutzend neue Apps entwickelte das Team um CEO Ryan Holmes, unter dessen Leitung die Seite 2008 online ging. Investoren beteiligten sich diesen Sommer mit 165 Mio. Dollar (rund 122 Mio. Euro) an dem kanadischen Unternehmen.

Auf der am Montag gestarteten Social Media Week London 2013 (SMWLDN) präsentiert HootSuite seine Dienste. Die Kanadier bringen mit ihrem Programm gängige soziale Medien wie Facebook, YouTube, LinkedIn, Flickr und Google+ unter ein Dach. Das Meta-Tool wächst seit 2008 beständig.

2010 hatte das Interface noch eine Mio., acht Monate später zwei Mio. User, weitere sechs Monate später drei Mio. Anwender. Die neuen Apps des Unternehmens beinhalten Kundendienst-Tools (Attensity), Werkzeuge für Online-Umfragen (SurveyMonkey), Verkaufs-Dienste (SugarCRM) und das Organisations-Tool Nextgate, das Doppelungen bei Kontaktdaten vermeiden soll.

Die Kooperation mit dem Sicherheits-Dienstleister Nextgate hat HootSuite am 5. September bekannt gegeben. Als Beweis dafür, dass sich die Firma in der Liga der etablierten Social-Media-Dienste sieht, lässt sich an der Teilnahme am Panel "Future of Community" auf der SMWLDN sehen. "Teilnehmer des Panels werden über die Zukunft von Gruppen - online wie offline diskutieren", erklärt das Unternehmen.

"Meta-Dienste wie HootSuite werden in Zukunft verstärkt genutzt", erklärt Günter Jaritz von Social Media Consulting im Interview mit der Nachrichtenagentur pressetext. Generell findet Jaritz derartige Dienste jedoch nicht gut. "Die Tonalität ist einfach unterschiedlich, auf den verschiedenen Netzwerken", meint er.

Nicht jeder Post, der auf Twitter laufen kann, könne im selben Wortlaut bei Facebook online gehen. Und wenn ein Post umformuliert werden muss, könne man sich auch gleich bei dem betreffenden sozialen Netzwerk einloggen. "Man sollte für jede Plattform einen eigenen Inhalt schreiben", befindet Jaritz.

Bei mobilen Apps würden Dienste wie HootSuite hingegen attraktiver sein. "Ich glaube, dass diese Art der Plattform kommen wird", prophezeit der Marketing-Experte. Der kanadische Dienstleister hat laut Jaritz einen technischen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz. Aufgrund des attraktiven Marktumfeldes werde der Dienst künftig mit Konkurrenz zu rechnen haben, sagt der Social-Media-Berater.

Einer der bekannteren Konkurrenten hat sich bereits vor einiger Zeit quasi selbst aus dem Rennen genommen - was HootSuite sicher nicht geschadet hat. Nach der Übernahme des Social-Media-Tools Tweetdeck durch Twitter, das einen ähnlichen Funktionsumfang wie HootSuite hatte und ebenfalls sehr beliebt war, hat der neue Eigentümer die Unterstützung aller anderen Social Networks entfernt. (pte/rnf)

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