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01.10.2013 pte

Italienische Suchmaschine "istella" gestartet

Der auf Sardinien beheimatete Telekommunikationsanbieter Tiscali hat eine neue Suchmaschine in Betrieb genommen, die auf die Besonderheiten Italiens eingeht.

Tiscali hat eine Suchmaschine gestartet, die auf die Besonderheiten Italiens eingeht.

Tiscali hat eine Suchmaschine gestartet, die auf die Besonderheiten Italiens eingeht.

© tiscali.it

Mithilfe von "istella" - in sardischer Mundart das Synonym für "Stern" - soll auf die Besonderheiten des Mittelmeerlandes und seiner Bewohner eingegangen werden. Suchmaschinen italienischer Machart wie bespielsweise "Volunia" und "Egomnia" gibt es zwar schon seit Längerem. Doch US-Riese Google nimmt in Italien nach wie vor eine beinahe monopolartige Stellung ein. "Wir betrachten uns nicht als Alternative, sondern als komplementär zu Google", erklärt Tiscali-Chef Renato Soru.

Der italienische Internet-Markt bedeutet für Tiscali immerhin einen Umsatz von zwei Mrd. Euro jährlich. "Sollten wir mit istella auf zehn Prozent Marktanteil kommen, wäre das Grund genug für unsere Anstrengungen", so der italienische Geschäftsmann. Um diese Vorstellungen in die Wirklichkeit umzusetzen, sind vor allem Inhalte typisch italienischer Herkunft und Prägung eingebaut.

Zu diesen Besonderheiten gehören die Integration der Enciclopedia Treccani, der Kataloge des italienischen Ministeriums für Kulturgüter sowie das Firmenadressbuchs Guida Monaci. Eine direkte Zusammenarbeit besteht auch mit technologisch und innovativ geprägten Hightech-Partnern wie dem Nationalen Forschungsrat CNR, der Universität Pisa, dem PC-Hersteller Dell und Nokia-Here. Längerfristig ist die Einbeziehung weiterer italienischer Ministerien, Museen und Behörden geplant.

Die Ausrichtung auf nationale Themen kommt gleichzeitig in der Titelbezeichnung "Motore di Ricerca per il Web e gli Amici storici d' Italia" zum Ausdruck. Inzwischen sind über vier Mrd. Seiten mit einem Datenumfang von 180 Terabytes verfügbar. Die spezielle Ausrichtung auf die italienische Kultur und Tradition ist aber kein Hindernis für eine Exportierbarkeit in andere Nationen, lässt Tiscali wissen.

"Dass Google nicht überall in Europa an erster Stelle stehen muss, lässt sich an den Beispielen von Russland und Tschechien erkennen", so der durch den im Mai 2001 vollzogenen Tiscali-IPO weit über die Landesgrenzen hinweg bekannte Soru abschließend. Eine ähnliche Herausforderung wie istella habe derzeit der russische Suchmaschienbetreiber Yandex in der Türkei aufgenommen. (pte)

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