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Telekom Austria stärkt Satellitengeschäft

Die Telekom Austria Group will mit einer Partnerschaft mit Eutelsat TV-Angebote über Satelliten nach Osteuropa bringen. Die neue B2B-Plattform will der Konzern dabei auch für andere Anbieter öffnen und damit sein Geschäftsportfolio erweitern.

Die Erdefunkstelle in Aflenz zählt europaweit zu den größten Funkstellen. Über sie werden die Informationen zu den Satelliten geschickt und in weiterer Folge in die Regionen abgestrahlt.

Die Erdefunkstelle in Aflenz zählt europaweit zu den größten Funkstellen. Über sie werden die Informationen zu den Satelliten geschickt und in weiterer Folge in die Regionen abgestrahlt.

© Telekom Austria

Die Telekom Austria Group (TAG) hat auf der International Broadcasting Convention (IBC) in Amsterdam ihr neues Geschäftsfeld Satellitenfernsehen vorgestellt. Über eine Partnerschaft mit Eutelsat will man Satelliten-TV nach Osteuropa bringen, wo die Gruppe dank ihrer Mobilfunktöchter stark vertreten ist. »Wir sind als TV-Provider, sowohl mit IPTV als auch mit Kabelfernsehen, tätig. Wir verbinden nun die vorhandenen Infrastruktureinrichtungen und das im Haus aufgebaute Know-how zu einem neuen Geschäftsfeld«, sagte Reinhard Zuba, Group Chief Marketing Officer der TAG. In Österreich verkauft das Unternehmen seit 2007 konvergente Angebote aus Festnetz, Mobilfunk und Breitband und mit dem IPTV-Angebot A1 TV.

Die TAG sieht im Geschäft mit Satelliten ein großes Potenzial. »Im Zuge der Digitalisierung werden in immer mehr zentral- und osteuropäischen Ländern die analogen Fernsehsignale auf digitale Technologie umgestellt und daraus ergibt sich für uns als DTH-Anbieter auf dem rund 75 Millionen Haushalte umfassenden Markt ein beachtliches Wachstumspotenzial«, erklärte Stefan Amon, Bereichsleiter Wholesale der TAG, die Ausgangssituation am osteuropäischen Fernsehmarkt. »In den nächsten vier Jahren werde der Markt um sechs Prozent oder 7,3 Millionen Haus­halte wachsen. Mit Satelliten-gestützten Lösungen könnte Pay-TV auch in Regionen mit schwacher Infrastruktur angeboten werden, auch hohe Bandbreiten für HD TV seien damit möglich«, so Amon weiter. Unter DTH (Direct To Home) versteht man den Empfang von Fernsehsignalen mittels einer beim Konsumenten in­stallierten Antenne. DTH als Empfangstechnologie kann sowohl für Pay TV als auch für die so genannten Free-To-Air Programme genutzt werden.

GLASFASER UND SATELLITEN

Technische Basis für die Übertragung der Fernsehsignale und Daten sind das konzerneigene Glasfaser-Backbone in Osteuropa (und mit dem Partner KPN International für Westeuropa) sowie die Erdefunkstelle Aflenz in der Steiermark. Von dort können die Informationen zu den Satelliten transportiert werden um in die jeweilige Zielregion abgestrahlt zu werden. Die TAG will aber nicht selbst Satelliten-TV anbieten, sondern eine Gesamtlösung beziehungsweise Plattform bieten. Die Lösung direct2home adressiert zwei unterschiedliche Zielgruppen: Broadcaster und Telekommunikationsunternehmen. Erstere können ihren bisherigen Footprint in der Region vergrößern. Anderen Telkos bietet die TAG eine so genannte »White Label Lösung«: Der Provider kann das Programmangebot seinen Kunden in seinem eigenen Branding bereitstellen und dafür im Hintergrund die technische Dienstleistung der TAG nutzen.

Als erster Anbieter wird die kroatische TAG-Tochter Vipnet die neue Plattform nutzen. Das Unternehmen ist 2011 mit der Übernahme des Kabelnetzanbieters B.net in das Fernseh- und Festnetzgeschäft eingestiegen und im März 2013 wurde Digi Croatia übernommen, ein Anbieter von Satellitenfernsehen. Vipnet ist damit in der Lage, gebündelte Produkte aus Mobilfunk, Festnetz und TV anzubieten.

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