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Österreichische Unternehmen am risikoscheusten

Laut einer von Sage veröffentlichten Studie kehrt der globale Konjunkturoptimismus zurück. Unternehmen sind zuversichtlicher, als in den letzten drei Jahren. Österreichische Unternehmen scheuen sich aber davor Risiken einzugehen.

Die Zuversicht österreichischer Unternehmen hinsichtlich wirtschaftlicher Zukunftsaussichten erreicht Drei-Jahres-Hoch.

Die Zuversicht österreichischer Unternehmen hinsichtlich wirtschaftlicher Zukunftsaussichten erreicht Drei-Jahres-Hoch.

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Diese Entwicklung kann auch Benigna Prochaska, Geschäftsführerin von Sage in Österreich bestätigen: "Die positive Grundstimmung am Markt spiegelt sich auch in unserer Auftragslage wieder. Unternehmen investieren in die Optimierung der internen Prozesse und in HR-Software. Die Rekrutierung und Bindung von qualifizierten Mitarbeitern ist immer noch ein bestimmendes Thema und stellt die heimischen Unternehmen vor große Herausforderungen."

In Österreich ist das Vertrauenskonto der Unternehmen im Hinblick auf ihre eigenen Zukunftsaussichten um 3,51 Punkte angewachsen und liegt nun bei 58,09. Das Vertrauen in die österreichische Wirtschaft steigt ebenfalls. Im Vergleich zum Jahr 2012 mit 45,30 Punkten sind die Werte 2013 auf 48,10 gestiegen. Und mittlerweile ist auch das Vertrauen in die weltweite Wirtschaft von 41,48 im Jahr 2012 auf aktuell 46,65 angestiegen, bleibt damit jedoch unter dem globalen Durchschnitt von 48,60.

Trotz steigendem Optimismus bezüglich ihrer Geschäftsaussichten bezeichnen sich fast die Hälfte (48 Prozent) aller österreichischen Unternehmer als risikoscheu. Von allen untersuchten Ländern ist Österreich damit das Land, in dem Unternehmer am wenigsten bereit sind, Risiken einzugehen. Nur 33 Prozent aller österreichischen Geschäftsführer bezeichneten sich als Risikoträger verglichen mit dem weltweiten Durchschnitt von 47 Prozent.

OBERSTE PRIORITÄT: NEUKUNDENGEWINNUNG
Ein Fünftel der österreichischen Unternehmen (21 Prozent) sehen die Gewinnung von Neukunden als ihre oberste Priorität, während die größte Herausforderung in der Rekrutierung und Bindung geeigneter Mitarbeiter bestehe (19 Prozent). Zu viel Bürokratie und rechtliche Hürden (27 Prozent), Steuerprobleme (24 Prozent) und der Umgang der Regierung mit wirtschaftlichen Herausforderungen (12 Prozent) werden für Unternehmen in Österreich als größte Schwierigkeiten angesehen.

Trotz gesteigertem Optimismus sind die meisten österreichischen Unternehmen der Ansicht, dass Banken und Regierungen der Entwicklung hinterherhinken und das intensivierte Unternehmervertrauen nicht entsprechend nutzen. Mehr als die Hälfte der Unternehmen in Österreich sind sich darin einig, dass Banken sich nicht ausreichend dafür engagieren, kleinen Unternehmen finanzielle Unterstützung zu gewähren. Ein ähnlich hoher Anteil meint, dass Regierungen in punkto Kreditvergaben mehr Druck auf Banken ausüben müssen.

Trotz des Wunsches nach größerer finanzieller Unterstützung durch Banken und Regierung sind weniger als die Hälfte aller Unternehmen der Meinung, dass kleine Unternehmen alternative Finanzierungsquellen in Betracht ziehen sollten (46 Prozent verglichen mit 57 Prozent weltweit). Während jedoch 41 Prozent der Kleinunternehmen eine positive Einstellung zu Peer-to-Peer-Finanzierung und Crowdfunding haben, sind nur knapp über ein Fünftel (22 Prozent) der Ansicht, dass dies eine gute Alternative zur Finanzierung durch Banken und andere traditionelle Kreditgeber ist. Ein Viertel der Befragten (24 Prozent) ist nicht ausreichend über dieses Thema informiert, würde diese Möglichkeiten jedoch in Betracht ziehen.

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