Ein Wachhund für Facebook Ein Wachhund für Facebook - Computerwelt

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29.10.2013 Rudolf Felser

Ein Wachhund für Facebook

Ein Konzept der FH St. Pölten zum Schutz von Jugendlichen im Internet wurde mit einer Anerkennungsurkunde beim niederösterreichischen Innovationspreis ausgezeichnet.

Der Facebook Watchdog soll Jugendliche schützen und unterstützen.

Der Facebook Watchdog soll Jugendliche schützen und unterstützen.

© Georg Smejkal, Christoph Graf und Klaus Hammerschmid

Soziale Netzwerke wie Facebook gewinnen immer mehr an Bedeutung. Inzwischen nutzen Milliarden von Nutzern Facebook, darunter drei Millionen Österreicher. Dies gilt auch für Kinder und Jugendliche, die mittlerweile mit technischen Medien aufwachsen und dadurch den tagtäglichen Umgang mit medialen Technologien, privat wie für die Schule, gewohnt sind.

Neben den vielen Vorteilen sozialer Netzwerke bergen sie aber auch Gefahren oder regen zu leichtfertigem Umgang mit der eigenen Privatsphäre an, was besonders Jugendliche im Alter von 12-17 Jahren betrifft. Monitoring-Tools stellen wichtige Werkzeuge dar, die Kinder und Jugendliche in sozialen Netzwerken schützen sollen. Derzeit existierende Tools erlauben Eltern jedoch vollen Zugriff auf alle Profildaten ihrer Kinder und werden damit zu einem Instrument umfassender Kontrolle.

Diese Tools erweisen sich oftmals auch als unpraktikabel, da Jugendliche, die in einer digitalen Welt groß geworden sind, über ausreichendes Wissen verfügen, um solche Schutzmechanismen zu umgehen bzw. diese für sie inakzeptablen Kontroll-Tools auszuschalten.

Das Konzept des Instituts für IT-Sicherheitsforschung der FH St. Pölten für eine "Personal Facebook Watchdog App" soll es – geräteunabhängig – ermöglichen, auf Basis von statistischen Auswertungen, Text- und Bildanalysen gefährdende, digitale Inhalte durch regelmäßige Analyse des eigenen Facebook-Profils zu erkennen und dadurch Warnungen an die Benutzer selbst auszugeben.

Damit sollen Kinder und Jugendliche vor Cyber-Mobbing und Grooming geschützt, sowie Posing, Sexting und Happy Slapping frühzeitig erkannt werden. Wird eine Gefahr bemerkt, zeigt die App Ratschläge und Möglichkeiten für ein weiteres Vorgehen in diesen schwierigen Situationen auf. Dabei wird ein bewusstes Agieren in sozialen Netzen gestärkt.

Derzeit gibt es den elektronischen Wachhund erst als Konzept. Weitere Projekte in Richtung Umsetzung sind jedoch vorgesehen. (pi/rnf)

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