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11.11.2013 pte

Twitter-Follower: Karteileichen werden mitgezählt

Nur 41,5 Prozent der Twitter-Follower deutscher Medien waren in den sechs Monaten wirklich aktiv, besagt eine neue Meedia-Studie zu den neuen deutschen Twitter-Mediencharts.

Ein passiver Twitter-Nutzer muss nicht zugleich inaktiv sein.

Ein passiver Twitter-Nutzer muss nicht zugleich inaktiv sein.

© Rudolf Felser

Zwar haben die Top-100 der Twitter-Accounts der deutschen Medienbranche zusammen über neun Mio. Follower, mit Hilfe des Tools Followerwonk wurde jedoch nachgemessen. Das Fazit: Über die Hälfte der Follower sind Karteileichen.

Followerwonk analysiert in Verbindung mit der offiziellen Twitter-API-Schnittstelle unter anderem, in welchem Zeiträumen die Follower eines Accounts zuletzt einen Tweet verfasst haben, wem sie sonst noch folgen, welche Sprache im eigenen Account eingestellt ist, und vieles mehr. MEEDIA untersuchte die 100 populärsten, geprüften Twitter-Auftritte deutschsprachiger Medien nach der Anzahl der Follower, die innerhalb der vergangenen sechs Monate selbst getwittert haben

Die Analyse hat 9,1 Mio. Nutzer errechnet, allerdings hatten lediglich schwache 840.000 in den vergangenen 24 Stunden davor selbst einen Tweet gepostet. Erweitert man diesen Zeitraum auf den vergangenen Monat haben immerhin 2,3 Mio. User eine Kurznachricht veröffentlicht, die letzten sechs Monate brachten insgesamt 3,8 Mio. (41,5 Prozent) aktive Twitterer. Medienprofi Günter Exel gibt im Gespräch mit der Nachrichtenagentur pressetext jedoch zu bedenken: "Viel frequentierte Accounts wie jene von Politikern oder Medien haben einen höheren Anteil an inaktiven Followern und Spambots als der des Otto Normalverbrauchers."

Angesichts der erhobenen Daten stellt sich die Frage danach, ob die restlichen 58,5 Prozent automatisch als Karteileichen zu deklarieren sind oder nicht. Meedia hält die Zahl jener, die sich einen Twitter-Account anlegen, um ihn bewusst passiv zu nutzen, für gering. "Ein nicht unerheblicher Teil der vermeintlich passiven Follower nutzt Twitter, um sich zu informieren oder um TV-Sendungen wie 'The Voice of Germany' über Hashtags mitzuverfolgen. Passiv ist nicht gleich inaktiv", unterstreicht Exel auf Nachfrage von pressetext.

Erstaunlich hoch ist die Anzahl derer, die noch nie einen Tweet verfasst haben. Bei @SPIEGEL_EIL mit Eilmeldungen von Spiegel Online und immerhin auf Platz zwei des Rankings haben nur 64 Prozent schon einmal selbst getwittert. Spannend ist auch der Vergleich der Top-100 untereinander. Die Zahl der aktiven Follower schwankt je nach Account zwischen den Extremen von 19,6 und 64,2 Prozent. Besonders wenige aktive Twitterer weist hier die Casting-Show "Deutschland sucht den Superstar" auf. Der Account ist bereits drei Jahre alt, wohingegen die neue TV-Sendung "Circus Halligalli" besonders gute Werte aufweist.

Wieso Twitter nicht einschreitet ist und Accounts löscht, die in den vergangenen sechs Monaten nicht eingeloggt waren, ist klar: Kein Unternehmen hat Interesse, seine Nutzerzahlen nach unten zu revidieren. Ein Frühjahrsputz wäre angebracht. "Darauf wartet man schon lange. Es bleibt zu hoffen, dass Accounts, die seit Jahren kein Login mehr aufweisen, freigegeben werden. Dieser Schritt ist von Twitter aber mit Vorsicht zu gestalten, um eine mögliche Goldrauschstimmung zu verhindern, wenn begehrte Namen plötzlich wieder zu haben sind." (pte)

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