Netbooks erobern die Cebit Detail - Computerwelt

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25.02.2009 Alex Wolschann/idg

Netbooks erobern die Cebit

Auf der Cebit versuchen die Hersteller die Businessklientel von den abgespeckten Notebooks zu überzeugen.

Der Höhenflug der Netbooks hält an. Seit Asus vor einem guten Jahr mit seinem Eee-PC für einen Überraschungscoup im weltweiten Notebook-Markt gesorgt hat, boomt das Geschäft mit den Bonsai-Rechnern. Mit dem kompakten Format und einem günstigen Preis hatte der Hersteller offenbar den Nerv der Verbraucher getroffen. Inzwischen zeigen auch viele andere Hersteller Netbooks auf der Messe.

Netbooks sind der Wachstumsmotor des gesamten PC-Markts – zumindest was die Absatzzahlen angeht. Gartner zufolge legte der PC-Verkauf in Westeuropa im vierten Quartal 2008 trotz Wirtschaftskrise um 12,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 20,1 Millionen Rechner zu. Wären die Netbooks nicht gewesen, hätten die Anbieter Rückgänge zu beklagen gehabt, sagt Ranjit Atwal, Principal Analyst von Gartner. Zwischen Oktober und Dezember 2008 seien allein in Westeuropa rund 2,5 Millionen Kompakt-Notebooks über die Ladentische gegangen. IDC meldet für das vierte Quartal 2008 in der gesamten Region EMEA einen Mini-Notebook-Absatz von 3,6 Millionen Geräten. Das entspreche einem Anteil von 20 Prozent am gesamten Markt für Mobilrechner.

Experten sprechen allerdings von einem schwierigen PC-Jahr 2009. Die Absätze würden stagnieren, bestenfalls leicht zulegen, und die Umsätze infolge des wachsenden Preisdrucks deutlich zurückgehen. Vielleicht gelingt es den Netbooks wieder, den Markt zu retten. IDC geht davon aus, dass sich der weltweite Verkauf 2009 im Vergleich zum Vorjahr auf etwa 20 Millionen Geräte verdoppeln wird.

Netbook-Pionier Asus stellt in Hannover zwei neue Mitglieder seiner Eee-PC-Familie vor. An den Modellen Eee-PC T91 und Eee-PC T101H ist die Display-Technik interessant. Beide Rechner sind mit einem berührungsgesteuerten Touchscreen ausgestattet, der sich wie bei einem Tablet-PC um 180 Grad drehen und umklappen lässt. Beim T91 misst die Bilddiagonale 8,9 Zoll, der T101H wird mit einem zehn Zoll großen Display ausgeliefert. Asus verwendet für beide neuen Eee-PC Intels Atom-Chip-Plattform. Die Rechner laufen unter Windows XP und sind von Haus mit WLAN-Anschluss ausgerüstet.

Acer wird zur Cebit mit dem Aspire One D150 den größeren Bruder seiner im Sommer vergangenen Jahres gestarteten Aspire-One-Serie zeigen. Statt 8,9 Zoll bietet der Nachfolger ein 10,1 Zoll großes Display mit einer Widescreen-Auflösung von 1024 mal 600 Bildpunkten. Die Festplatte hat Platz für 160 GB an Daten, und der Arbeitsspeicher lässt sich mit maximal zwei GB bestücken. Für die Rechenleistung sorgt ein Intel-Atom-Chip N280, der auf 1,66 Gigahertz getaktet ist. Als Betriebssystem ist Windows XP vorinstalliert. Optional bietet Acer den D150 auch in Versionen mit Bluetooth- und UMTS-Funktion an. Der Rechner soll laut Herstellerangaben ab März für 399 Euro zu haben sein.

Fujitsu Siemens Computers hat in Hannover sein Amilo Mini UI 3520 im Gepäck. Das Netbook bietet ein 8,9 Zoll großes Display, integrierte WLAN- und Bluetooth-Verbindung und arbeitet mit Intels Atom-Chip, 1 GB Arbeitsspeicher, einer 60, 80 oder 120 GB großen Festplatte sowie dem Microsoft-Betriebssystem Windows XP.

Neue technische Wege beschreitet MSI mit dem jüngsten Spross aus seiner Wind-Familie. Die Taiwaner liefern das Wind U115 Hybrid mit zwei verschiedenen Festspeichern aus: einer herkömmlichen 2,5 Zoll großen Festplatte und zusätzlich einem SSD-Laufwerk mit acht beziehungsweise 16 GB. Mithilfe des stromsparenden Flash-Speichers und einem Eco-Mode für die Festplatte soll sich die Laufzeit des Mobilrechners auf bis zu zwölf Stunden ausdehnen lassen. Das Netbook mit Zehn-Zoll-Display arbeitet mit Intels Z530-Atom-Chip und erlaubt bis zu zwei GB Arbeitsspeicher.

Der Netbook-Markt wird weiter in Bewegung bleiben, dafür dürfte schon allein der wachsende Wettbewerb sorgen. Bis dato kontrolliert Intel mit seinen Atom-Chips die Netbook-Plattform, doch im Laufe des Jahres will die Halbleiterkonkurrenz von Via, Nvidia, Freescale, Qualcomm und Texas Instruments nachziehen.

Damit könnten die Preise weiter ins Rutschen geraten. In der Branche wird bereits über Preise von unter 100 Dollar für einfache Mini-Notebooks spekuliert.

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