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25.06.2015 Rudolf Felser Knowhow

Triband-Monster: Netgear Nighthawk X6 R8000 im Praxistest

Der Netgear Nighthawk X6 R8000 - unauffällig ist anders.

Der Netgear Nighthawk X6 R8000 im Test - unauffällig ist anders.

© Netgear


Wahlweise kann man für alle drei vom Netgear-Router zur Verfügung gestellten WLANs eigene SSIDs vergeben, oder die "Smart Connect"-Funktion einschalten. Diese kombiniert die beiden 5-GHz-Netzwerke virtuell zu einem und weist den Endgeräten automatisch das stärkere zu.

NACKTE ZAHLEN

Wir haben den Router in zwei "Real Life"-Szenarien über unseren Testparcours gejagt: Unter optimierten und erschwerten Bedingungen. Für die optimierte Variante bauten wir eine WLAN-Brücke zwischen dem Netgear R8000 Nighthawk X6 AC3200 und einem 802.11ac- und Dual-Band-fähigen FRITZ!Wlan Repeater DVB-C (2,4 GHz und 5 GHz) mit integriertem Gigabit-LAN auf. Der Router war nicht mit dem Internet bzw. dem Modem verbunden, sondern nur via LAN mit einem Windows-7-Laptop. An der Gegenstelle, dem Repeater, war ein MacBook Pro via LAN angeschlossen. Das erlaubte die Messung der mit diesen Komponenten maximal möglichen Geschwindigkeit über die etwa fünf Meter lange "Luftbrücke". Außerdem testeten wir in diesem Szenario die zwischen zwei WLAN-n fähigen Android-Geräten (Nexus 7 2013 und HTC One mini) im Umkreis von 5 Metern erreichbare Verbindungsgeschwindigkeit.

Im 5-Ghz-Netz lag der Datendurchsatz im "Optimal-Szenario" beim Upload von MacBook zu PC zwischen minimal 191 Mbps und maximal 250 Mbps (in den meisten Testläufen über 230 Mbps), der Download erreichte zwischen 233 Mbps und 514 Mbps (meist über 350 Mbps). Im 2,4-Ghz-Netz wurden beim Upload zwischen 76 Mbps und 100 Mbps sowie beim Download mindestens 93 und maximal 112 Mbps gemessen.

Die beiden mobilen Android-Geräte tauschen Daten im 5-GHz-Band beim Upload mit mindestens 20 Mbps und maximal 48 Mbps aus, im Download waren es zwischen 40 Mbps und 54 Mbps. Im 2,4-GHz-Frequenzband lagen die Upload-Werte konstant bei rund 21 Mbps und im Download zwischen 19 und 20 Mbps

ERSCHWERTE BEDINGUNGEN

Bei den erschwerten Real-Bedingungen wurde auf WLANac-Luftbrücke und LAN-Kabel verzichtet und sowohl der Windows-Laptop als auch das MacBook mussten mit dem integrierten WLANn zurechtkommen. Der Windows-Rechner blieb in der Nähe des Netgear-Routers, das MacBook musste sich in den hintersten Winkel verziehen – ungefähr 15 Meter entfernt und durch mehrere dicke Altbau-Mauern vom Router getrennt. Außerdem wurde an den USB-3.0-Port des Nighthawk X6 ein handelsüblicher USB-2.0-Stick abgeschlossen und an einen der LAN-Ports ein NAS, um die Schreib- und Lesegeschwindigkeiten im Netzwerk zu testen.

Im 5-Ghz-Band verzeichneten wir hier einen deutlichen Unterschied zu den vorangegangenen Messungen: Von Mac auf PC wurden im Upload minimal 9 Mbps und maximal 18 Mbps gemessen, im Download waren es immerhin zwischen 47 Mbps und 72 Mbps. Das kurzwellige 5-GHz-Netz tat sich eindeutig schwer mit den dicken Wänden. Nach dem Einloggen beider Geräte in das 2,4-GHz-Band verbesserte sich die Lage. Hier waren immerhin zwischen 57 Mbps und 70 Mbps im Upload und zwischen 92 Mbps und 124 Mbps im Download erreichbar.

Auch beim Schreib-/Lese-Test vom MacBook auf das NAS sowie den USB-Stick war das 2,4-GHz-Band deutlich schneller durch die Wände unterwegs: Waren es im 5-GHz-Bereich zwischen durchschnittlich 10 und 15 Mbps beim Schreiben auf und 18 bis 22 Mbps beim Lesen vom NAS, so konnte das 2,4-GHz-Band mit Schreib- und Lese-Werten von jeweils über 30 Mbps auftrumpfen. Auf den angeschlossenen USB-Stick konnte das MacBook über das 5-GHz-Netz im Test gar nur mit rund 5 Mbps zugreifen, im 2,4-GHz-Netz waren es dann zwischen 15 und 30 Mbps schreibend und zwischen 50 und 63 Mbps beim Lesezugriff.

Um noch eins draufzusetzen testeten wir zum Abschluss noch, welche Schreib- und Lese-Geschwindigkeiten sich erreichen lassen, wenn der näher positionierte Windows-Rechner via 5-Ghz-WLAN auf NAS und USB-Stick zugreift, während er zugleich ein Video aus dem Internet streamt und ein Smartphone im selben WLAN ebenfalls ein YouTube-Video streamt. Auf den USB-Stick wurden dabei durchschnittliche Schreibgeschwindigkeiten von rund 30 Mbps und Lesegeschwindigkeiten von rund 40 Mbps erreicht (mit Peak-Geschwindigkeiten von jeweils mehr als 100 Mbps). Beim NAS waren zwischen 55 und 62 Mbps schreibend und rund 42 Mbps lesend (mit Peaks jeweils rund um 70 Mbps) drin.

FAZIT

Der Netgear R8000 Nighthawk X6 AC3200 lohnt sich besonders, wenn man viele schnelle WLAN-Endgeräte in seinem Haushalt hat, die häufig gleichzeitig auf das Netzwerk – bzw. über das Netzwerk aufeinander – zugreifen. Sie wollen auf fünf oder mehr Geräten gleichzeitig YouTube-Video sehen und dabei noch Daten vom PC auf das NAS schaufeln? Kein Problem! Für Anwendungszwecke mit wenigen Endgeräten, und/oder wenn höhere Single-Link-Speeds gefragt sind, gibt es allerdings schnellere Router. Netgear empfiehlt selbst in solchen Fällen beispielsweise den Vorgänger Netgear R7000, der auch noch etwas kostengünstiger ist.

Seine Stärken gegenüber der aktuellen Konkurrenz wird der Nachtfalke erst so richtig ausspielen können, wenn Clients mit 802.11ac (und künftig auch MU-MIMO, der Nighthawk X6 ist dafür vorbereitet) weiter verbreitet sind – bis dahin wird aber auch der Mitbewerb nicht schlafen. Insofern sind die knapp 300 Euro, die für den Nighthawk X6 jetzt zu Buche schlagen, auch eine Investition in die Zukunft. Ob man diese Investition jetzt schon tätigen will, muss jeder für sich selbst entscheiden. Man bekommt dafür auf jeden Fall einen der besten derzeit auf dem Markt erhältlichen Allround-WLAN-Router. (rnf)

Netgear Nighthawk X6 R8000

Netgear Nighthawk X6 R8000

Netgear Nighthawk X6 R8000

etgear Nighthawk X6 R8000

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