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26.01.2010 Dietmar Schnabel *

Mehr Einblick in den Datenverkehr

Nur wer genau weiß, welche Anwendungen im Netzwerk wie viel Bandbreite verbrauchen, kann seine Netzwerkkosten effizient kontrollieren und die Leistungsfähigkeit der Applikationen sowie der damit verbundenen Geschäftsprozesse sichern.

Fragen Sie den CIO eines IT-Unternehmens, wie viele Anwendungen im Netzwerk seiner Firma laufen, so wird er sich wahrscheinlich in 50 Prozent der Fälle verschätzen. Denn Fakt ist: mehr als zehnmal so viele Anwendungen kämpfen um die heiß begehrten Netzwerkressourcen als vermutet. Doch nur wer genau weiß, welche Anwendungen im Netzwerk wie viel Bandbreite verbrauchen, kann seine Netzwerkkosten effizient kontrollieren und die Leistungsfähigkeit der Applikationen sowie der damit verbundenen Geschäftsprozesse sichern.

In den letzten fünf Jahren ist die Anzahl und Vielfalt an Anwendungen, die Netzwerk- oder Internet-Ressourcen verbrauchen, explodiert. Eine akkurate Schätzung oder sogar Zählung ist schier unmöglich. So ermöglicht es das Web beispielswiese Nutzern, Anwendungen nach Wunsch herunterzuladen und zu installieren, wie etwa den RealPlayer für Internetradio oder Skype. Gleichzeitig nutzen sie Webanwendungen wie Twitter oder YouTube, die nicht einmal eine lokale Installation benötigen. Den meisten Nutzern ist dabei jedoch gar nicht bewusst, dass diese Tätigkeiten Einschränkungen bei der Bandbreite im Weitverkehrsnetz (WAN) mit sich bringen.

Beispiele aus dem Alltag Beispiel Adobe Acrobat Reader: In der Standardkonfiguration überprüft die Anwendung permanent, ob neue Updates verfügbar sind und lädt diese gegebenenfalls für den Nutzer automatisch herunter - eine unnötige Verschwendung von Netzwerkressourcen.

Ein anderes Beispiel ist Apple iTunes: Die meisten Nutzer glauben, dass das Programm nur dann Netzwerk- oder Internetressourcen benötigt, wenn es sich mit dem iTunes-Store verbindet, Inhalte durchsucht oder herunterlädt. Tatsächlich aber benutzt iTunes Ressourcen nicht nur dabei, sondern etwa auch bei der regelmäßigen Suche nach verfügbaren Softwareupdates. Zudem versucht das Programm zum Beispiel, CD-Cover von Songs zu laden, die sich bereits in der Mediathek befinden, oder vom Anwender abonnierte Podcasts automatisch herunterzuladen. Außerdem kann iTunes Inhalte eines Rechners mit anderen Anwendern im Netzwerk teilen – eine Funktion, die beachtliche Ressourcen verschlingen kann.

iTunes steht dabei exemplarisch für das Verhalten vieler moderner Anwendungen. Tatsächlich sind reine Einzelanwendungen heutzutage extrem selten geworden. Anwendungen sind keine Inseln mehr: Je weiter die Anwendungsentwicklung fortschreitet, desto kollaborativer wird Software. Ziel und Zweck von Anwendungen wird zunehmend die Verbreitung von Informationen, die Versorgung mit essentiellen Daten, die Verbindung zu anderen Applikationen und Daten sowie die Interaktion mit anderen Nutzern.

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