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07.04.2010 Thomas Mach

Unternehmen kennen interne Netzwerke kaum

Den internen Netzwerken in Unternehmen wird mehr Aufmerksamkeit zuteil, der genaue Blick auf Leistungs und Sicherheit nimmt zu. Zwar sind kontinuierliche Analysen noch eher die Ausnahme, doch der Trend geht zu qualitätsorientiertem Network Management. Zu diesem Schluss kommt Comco in einer Studie.

Gegenüber 2008 würden deutlich mehr Betriebe systematische Analysen vornehmen. Gaben damals nur 19 Prozent der Befragten an, in regelmäßigen Abständen einen umfassenden Check der internen Netzwerke vorzunehmen, so sei dieser Anteil inzwischen auf 28 Prozent gestiegen, wie Comco-Vorstand Friedhelm Zawatzky-Stromberg erklärt. Parallel dazu sei der Kreis der Unternehmen, die sich nur in Ausnahmefällen genauerer Netzwerkanalysen widmen, von 53 auf 39 Prozent gesunken.

"Die Sensibilität für mögliche Schutzrisiken wächst durchaus", allerdings auf "einem relativ geringem Niveau", so dass unverändert ein hoher Handlungsbedarf bestehe. "Sicherheitsschwächen sind im Regelfall nicht offenkundig und werden meist erst bei einer systematisch angelegten Analyse sichtbar", erläutert Zawatzky-Stromberg. Gerade wenn es um den Aspekt der unerlaubten internen Zugriffe auf Daten gehe, sei Zurückhaltung nicht angebracht. "In dieser Hinsicht verfügen viele Unternehmen sowieso nur über einen sehr begrenzten Schutz und dürften ihre Schwachstellen nicht ausreichend kennen."

Aber nicht nur der Sicherheitsaspekt, sondern auch das Leistungsprofil vieler interner Netzwerke entspreche häufig nicht den Anforderungen. Tatsächlich gebe nur ein Viertel der Unternehmen in einer aktuellen Statusbewertung ihren Netzwerken gute Noten, 31 urteilen befriedigend. Alle anderen seien entweder unzufrieden (zwölf Prozent) oder sogar nicht in der Lage (31 Prozent), eine Einschätzung abzugeben. "Die Netzwerke sind in vielen Unternehmen unverändert eine Art Blackbox", kritisiert Zawatzky-Stromberg. Er sieht darin eine Achillesferse der gesamten IT-Strategien, weil plötzliche Instabilitäten oder andere Leistungsprobleme im Netz entstehen können. "Wenn die Folgen dann bis in die geschäftskritischen Prozesse hinein reichen, wird zwangsläufig ein erheblicher wirtschaftlicher Schaden ausgelöst."

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