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05.05.2010 Thomas Mach

Machtwort: Bandbreitenhungrige Wolken-IT

Apples iPad ist seit einigen Wochen erhältlich (zumindest im Heimatmarkt USA) und versetzt nicht nur "Sowieso-alles-mit-Apple-Logo-aus-tiefster-Überzeugung-Kaufende" sondern dank medialer Werbeschlacht auch Otto-Normal-Verbraucher in Euphorie.

Selbst im Unternehmens-IT-Segment angesiedelte Software-Anbieter überschlagen sich regelrecht in ihren Bemühungen, auf dem Hoffnungsträger Platz zu finden und ihre eigene Produktlandschaft mittels Appstore auf das iPad zu transportieren. So brachten die letzten Wochen eine Fülle an Ankündigungen: In Zeiten der Cloud sei das iPad ein optimales Endgerät für zahlreiche unternehmensbezogene Tätigkeiten, lautete die mit Inbrunst verkündete Botschaft.

Das mag zum Teil sogar stimmen. Beispielsweise in Krankenhäusern, Versicherungsunternehmen oder auch im Logistik- und Produktionsbereich sind Tablet-PC mitunter schon längst Realität. Darüber hinaus verfügt das iPad über ein annähernd DIN-A4-großes Display und damit über einen wesentlich größeren Bildschirm als aktuelle Smartphones. Genau das also, worauf die Industrie gehofft hat. War doch die Größe (oder besser gesagt Kleine) des Bildschirms bislang gleichbedeutend mit der Einschränkung der Möglichkeiten entsprechender Business-Smartphone-Applikationen. Eine Evolution zum Betrachtungs- und Arbeitsgerät.

Wenn der Trend zu Cloud Computing nun durch Tablet-PC in Unternehmen noch weiter angetrieben wird, dürfte ein anderes Problem grobe Auswirkungen zeigen: der Flaschenhals Bandbreite. Egal ob im Consumer- oder im Unternehmens-Segement, weitere Geräte bedeutet weiteren Datenverkehr. Zwar kommunizieren die mobilen Begleiter zumeist per WLAN, doch der Anschluss an das weltweite Netz erfolgt traditionell überwiegend über Kupferleitungen. Obwohl seit vielen Jahren über die Alternative Glasfaser diskutiert wird, steckt das Thema nach wie vor in den Kinderschuhen. Das fängt schon bei der technologischen Grundlage an: Unterschiedliche Technologien buhlen um Anwender, wobei Vorteile auf Vorurteile treffen und sich die Geister nicht nur scheiden sondern regelrecht streiten.

Dennoch: Mittel- bis langfristig führt an der Glasfaser in jedem Kunden-Anschluss kein Weg vorbei. Denn egal ob im Consumer-Bereich nun Videos über die Leitungen gejagt werden oder in Unternehmen mittels Tablett-PC komplette Video-Konferenzen abgehalten werden – eines fällt in jedem Fall an: Mehr Datenvolumen. Es wird sowohl bei den Anwender wie auch auf Seite der Anbieter daher wohl notwendig sein, sich eingehender mit den Alternativen zur traditionellen Kupfer-Infrastruktur zu befassen. Damit dem Nutzen, den mobile Helfer bringen könnten, nichts im Wege steht.

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