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11.05.2010 Rudolf Felser

Weit entfernte Storagepools verbinden

Das Virtual Storage System EMC VPLEX fasst geografisch weit verteilte Ressourcen zu einem virtuellen Speicherpool zusammen. Damit wird der Aufbau weiträumiger Private Clouds erleichtert.

Künftig sollen so IT-Dienste über gesicherte Netzwerkleitungen und große Entfernungen hinweg als On-Demand-Service erbracht und genutzt werden können, verspricht EMC – entweder von eigenen Rechenzentren oder von externen Service Providern. EMC VPLEX leistet für physische Speichereinheiten also dasselbe wie Server-Virtualisierung für Prozessoren – nämlich die Transformation und Zusammenfassung separater Einzelgeräte mit starrer Aufgabenzuordnung zu einem gemeinsamen anwendungs- und standortübergreifenden Ressourcenpool.

Die Lösung kombiniert Clustering- und Cache-Technologien, die den kohärenten Datenzugriff über große Entfernungen ermöglichen. Dieser Ansatz überwinde vor allem Latenzen, Bandbreitenschwankungen und Dateninkonsistenzen, die den Zugriff auf große Informationsmengen in Echtzeit bisher erschwerten, so EMC. Das Unternehmen hat dazu AccessAnywhere vorgestellt, eine Weiterentwicklung seiner Technologie für den schnellen Zugriff auf oft benutzte Daten. In Zukunft soll AccessAnywhere auch in andere EMC-Plattformen integriert werden.

Die neue Lösung ist in den Varianten VPLEX Local und VPLEX Metro verfügbar. In beiden Fällen sind VPLEX-Engines zwischen Servern und heterogenen Storage Arrays geschaltet. Jede Engine umfasst zwei Hochverfügbarkeitsdirektoren mit Intel Xeon Mehrkern-Prozessoren. Die Direktoren bieten einen 32-Gigabyte-Cache, Fibre-Channel-Hostverbindungen mit 8 Gigabit pro Sekunde sowie direkte Array-Anschlüsse. VPLEX ist mit EMC-Systemen und einer Reihe von Speicherplattformen, Hosts, Clustern, Betriebssystemen, Hypervisoren und SANs (Storage Area Networks) anderer Hersteller kompatibel.

Die Variante VPLEX Local ist für den Einsatz an einem Rechenzentrumsstandort konzipiert. Das System ermöglicht Datenmobilität innerhalb und zwischen EMC-Systemen und Lösungen anderer Hersteller. Bis zu vier VPLEX-Engines können als Cluster betrieben werden, der bis zu 8.000 virtuelle Speichereinheiten versorgt.

VPLEX Metro erlaubt darüber hinaus eine Verbindung zwischen zwei maximal hundert Kilometer entfernten VPLEX-Clustern. Die Höchstzahl virtueller Speichereinheiten steigt damit auf 16.000, wobei jede Unit für den Simultanzugriff von beiden VPLEX-Standorten aus konfiguriert werden kann. Die Antwortzeiten liegen bei unter fünf Millisekunden, gibt der Hersteller an. Speichermedien vom jeweils anderen Standort verhiellten sich damit so, als wären sie unmittelbar vor Ort installiert. Eine Referenzarchitektur für VMware und Distance VMotion erlaubt den synchronen Transfer aktiver Virtueller Maschinen zwischen ESX-Clustern für Microsoft-, Oracle- und SAP-Anwendungen. VPLEX Metro unterstützt außerdem Microsoft Windows Server 2008 R2 Hyper-V, Oracle VM 2.2 und EMC PowerPath.

Für 2011 sind die Varianten VPLEX Geo und VPLEX Global geplant, bei denen es keinerlei Entfernungsgrenzen mehr geben soll. Speicher-Sharing wäre dann sogar auf interkontinentaler Ebene möglich. (pi/rnf)

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