Das Acer Spin 7 im Test Das Acer Spin 7 im Test - Computerwelt

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24.01.2017 *Simon Gröflin

Das Acer Spin 7 im Test

Mit nur 11 Millimetern Gehäusedicke ist das Spin 7 laut Acer das dünnste Convertible der Welt.

Der Bildschirm nimmt fast die ganze Fläche des Gehäuses in Anspruch.

Der Bildschirm nimmt fast die ganze Fläche des Gehäuses in Anspruch.

© Acer

Was macht ein Notebook wirklich dünn? Bei dem nur 11 Millimeter flachen 14-Zoll-Convertible Acer Spin 7 spürt man es gleich am Gewicht von nur 1,2 Kilogramm: Der Hersteller setzt dabei auf ein leichtes Aluminium-Magnesium-Chassis. Alleinstellungsmerkmale: Der Flachmann mit dem Touch-Bildschirm ist schlank, lüfterlos und der Touch-Bildschirm äusserst farbstark.

Eher spärlich gibt sich der chinesische PC-Bauer bei den Anschlüssen. Bis auf zwei seitliche USB-C-Anschlüsse, Lautstärkewippe und Power-Knöpfchen wurde wenigstens der 3,5-mm-Anschluss noch da gelassen. Für USB-Medien liegt ein USB-A-auf-C-Adapterkabel bei. Bei der Erstbefühlung hält man das leichte Convertible gerne in den Händen. Funktional erinnert es an das HP X360 oder an das Yoga 900.

Die Tastatur, auf der ich gerade diesen Test schreibe, gibt kaum nach. Zudem sind die Tasten nicht zu weit voneinander entfernt. Gewöhnungsbedürftig ist die etwas zu gross geratene Horizontal-Fläche des Touchpads. Obwohl der Hubraum und das Klickverhalten gut ausbalanciert sind, nervt das plötzliche Auslösen von Scrollgesten beim Schreiben eines längeren Word-Beitrags. Man kann sich daran gewöhnen, indem man seine Handballen nicht zu stark auf der unteren Gehäuseseite ausbreitet. Kleinere Hände sind im Vorteil. Das Touchpad reagiert zum Glück nicht allzu empfindlich auf kleinste Berührungen. Nutzer mit grossen Händen sollten sich auf jeden Fall vor dem Kauf einen Eindruck verschaffen. Leider ist das Gehäuse an einigen Stellen etwas fingerabdruckanfällig: Sowohl am Deckel als auch in der Touchpad-Region setzen sich gelegentlich Schweissabdrücke fest.

Was an dem dünnen Acer-Convertible wirklich schick aussieht: Der leuchtstarke Bildschirm mit überzeugenden Kontrastwerten nimmt fast die ganze Fläche des Gehäuses in Anspruch. Seitlich bleiben nur noch ca. eine halbe Fingerkuppe vom schwarzen Rahmen übrig. Nachteile? Die ganze Fläche ist von robustem Gorilla-Glass geschützt. Dadurch spiegelt der Bildschirm ein wenig mehr, als das bei anderen Convertibles der Fall ist. Der Blickwinkel und die Berührungsempfindlichkeit überzeugten uns aber dennoch. Auch Farbverfälschungen gibt es mit dem IPS-Panel kaum.

Je nach Lust und Laune wird aus dem 2-in-1-Gerät dank eines robusten 360-Grad-Scharniers im Handumdrehen ein Tablet. Man muss dazu nur den Bildschirm nach hinten klappen – und man hält ein 14 Zoll grosses Riesen-Tablet in den Händen. Auf die Dauer geht das aufgrund der Grösse allerdings ein wenig in die Handgelenksmuskulatur. Für Fotobetrachtung bietet sich der Präsentationsmodus an, indem man Bildschirm und Tastatur in einer umgekehrten V-Position auf den Tisch stellt.

Viel mehr Hardware hat das Convertible nicht, braucht es auch nicht. Das Spin 7 kommt im Gegensatz zu vielen Konkurrenten völlig ohne Lüfter aus. Integriert ist ein brandneuer Core-i7-Prozessor mit 1,3 GHz Taktung (Kaby Lake, i7-7Y75). Dabei helfen dem kleinen Leistungserbringer 8 GB RAM und ein flottes 256-GB-SSD-Laufwerk. In der Praxis bringen die neuen Kaby-Lake-Prozessoren nur ca. 10 Prozent mehr Leistung. Beachtlich ist aber die Alltagsleistung bei Full-HD-Streaming und bei mehr als 30 geöffneten Chrome-Tabs. Beim Nonstop-Streaming von YouTube-Videos konnten wir an Gehäuserückseite und Handballenauflage nach 30 Minuten nur ca. 35 Grad Maximalwärme ausmachen.

Im «3D Mark Home Conventional 3.0»-Lauftest verfehlt das Acer Spin 7 mit 2364 Punkten nur knapp die Leistung eines Surface Books mit einem neuen i7-6600U-Prozessor (2857), wobei es von einem Asus ZenBook 3 mit ähnlich schwachem Zweikern-i7-7500U-Prozessor dann doch überholt wird (3273 Punkte). Gaming-Leistung darf man auf dem kleinen Laptop daher nicht erwarten. Der Benchmark «3D Mark Icestorm» fiel mit rund 51'000 Punkten eher unterdurchschnittlich aus. Notebooks wie das Spectre X 360 erreichen mehr als 70'000 Punkte; High-End-PCs mit einer GTX 1080 schaffen locker über 200'000. Bei der Batterieleistung mit dem 4-Zell-Akku sind wir auf ca. 6 Stunden 40 Minuten gekommen: ein bisschen weniger als der Hersteller verspricht (8 Stunden).

Fazit
Das Acer Spin 7 ist ein wunderschön designtes Kompakt-Notebook ohne Geräuschemissionen. Es ist unglaublich leicht und verfügt über einen Top-Bildschirm. Die Akkulaufzeit ist besseres Mittelmass, die Leistung ist für die Preisklasse hingegen ordentlich.

*Simon Gröflin ist Redakteur von PCTIPP.

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