iPad 3: Apple treibt die Konkurrenz vor sich her iPad 3: Apple treibt die Konkurrenz vor sich her - Computerwelt

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20.03.2012 :: Printausgabe 06/2012 :: Alex Wolschann/Rudolf Felser

iPad 3: Apple treibt die Konkurrenz vor sich her

Mit einem hochauflösenden Retina-Display und LTE-Unterstützung kann die dritte Generation des Erfolgstablet iPad von Apple aufwarten. Obwohl das Gerät quasi ein Upgrade ist und keine großen Innovationen bietet, dürfte es dennoch für die Konkurrenz reichen.

Das Retina-Display neuen iPad bietet den Angaben zufolge die vierfache Anzahl an Pixel des iPad 2 – das sind 3,1 Millionen Pixel, eine knappe Million mehr als bei einem HDTV. Die Farbsättigung wurde um 44 Prozent gesteigert, Filme können nun in Full HD wiedergegeben werden. Der neue A5X-Chip wurde von Apple entwickelt, um trotz der höheren Auflösung des neuen Displays die Reaktionsfähigkeit des Tablets nicht zu schmälern. Die Grafikleistung soll doppelt so hoch sein wie beim A5-Chip, trotzdem ist die Energieeffizienz Apple zufolge hoch genug, um weiterhin rund zehn Stunden Laufzeit zu ermöglichen. Die 5-Megapixel-Kamera kann jetzt auch Full-HD-Videos aufnehmen, eine neue Videobildstabilisierungs-Funktion gleicht Wackler und Erschütterungen aus. Das iPad Wi-Fi + 4G soll neben LTE auch HSPA+ und DC-HSDPA, CDMA und GSM unterstützen. Apple bestätigte, dass in Deutschland und Österreich die US-Variante des neuen iPad verkauft wird und es deshalb auch keine LTE-Unterstützung geben wird. In Nordamerika sind die LTE-Frequenzen 700 und 2.100 Megahertz im Einsatz. In Österreich wird die 2.600 Megahertz-Frequenz für LTE verwendet. Kein LTE in Österreich »Die LTE-Funktion im neuen iPad wird bei uns nicht funktionieren«, erklärt A1-Sprecherin Livia Dandrea-Böhm. Auch 3-CEO Jan Trionow hat bestätigt, dass das neue iPad LTE in Österreich nicht unterstützen wird. Wireless Tethering mittels Personal Hotspot kann genutzt werden um die schnelle Netzwerkverbindung des iPad mit bis zu fünf weiteren Geräten via WLAN, Bluetooth oder USB zu teilen. Zugleich wurde iOS 5.1 präsentiert, das unter anderem eine überarbeitete Kamera-App mit der Fähigkeit, Fotos aus dem Fotostream zu löschen, Unterstützung von Diktaten in mehreren Sprachen und Personal Hotspot bietet. Anstelle des Eintippens kann die Diktat-Funktion genutzt werden um Nachrichten zu schreiben, Notizen zu machen oder im Web zu suchen. Diktieren funktioniert außerdem mit Apps von Drittanbietern. Ab 23. März wird es das neue Apple iPad auch in Österreich zu kaufen geben. Konkrete Preise für Österreich wurden vorerst nicht genannt. Wie in den USA soll das iPad 2 billiger werden. Laut IDC hat Apple seit dem Österreich-Start des iPad der ersten Generation im Juli 2010 rund 185.000 Geräte abgesetzt. konkurrenz schläft nicht Die Konkurrenz schläft jedoch nicht. Als schärfster Rivale gilt der Online-Händler Amazon, dessen einfaches Tablet Kindle Fire weniger als die Hälfte des günstigsten iPad kostet – auch weil Amazon das Gerät subventioniert und unter Herstellungskosten abgibt. Im bisher einzigen Markt USA soll Amazon im Weihnachtsgeschäft mehrere Millionen Geräte verkauft haben. Apple hat im gleichen Zeitraum rund 15 Millionen iPads verkauft und sich damit im jüngsten Weihnachtsquartal allein an der Spitze abgesetzt. Apple-Konzernchef Tim Cook bekräftigte, er könne sich durchaus vorstellen, dass der Tablet-Markt den Absatz klassischer PC mit der Zeit überholt. Und Apple ist fest entschlossen, an der Spitze der Bewegung zu bleiben. Beobachter gehen auch davon aus, dass Apple in absehbarer Zeit die Krone nicht verlieren wird. Zugleich rechnet der Marktforscher Ovum mit einem schärferen Wettbewerb in diesem Jahr. Insgesamt erwartet Ovum bis zum Jahr 2016 ein Marktvolumen von mehr als 235 Millionen Tablet-Computern.

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