Apple lässt das neue iPad aus dem Sack Apple lässt das neue iPad aus dem Sack - Computerwelt

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07.03.2012 Rudolf Felser

Apple lässt das neue iPad aus dem Sack

Apple hat das iPad 3 präsentiert, das über ein neues Retina Display, den neuen hauseigenen A5X-Chip mit Quad-Core-Grafikprozessor und optionales 4G verfügt - allerdings nicht hierzulande. Zugleich wird das iPad 2 günstiger.

Das Retina Display des neuen iPad bietet den Angaben zufolge die vierfache Anzahl an Pixeln des iPad 2 – das sind 3,1 Millionen Pixel, eine knappe Million mehr als bei einem HD TV. Die Farbsättigung wurde um 44 Prozent gesteigert, Filme können nun mit einer 1080p Full HD-Auflösung wiedergegeben werden.

Der neue A5X-Chip wurde von Apple entwickelt, um trotz der höheren höheren Auflösung des neuen Displays die Reaktionsfähigkeit des Tablets nicht zu schmälern. Die Grafikleistung soll doppelt so hoch sein wie beim A5-Chip, trotzdem ist die Energieeffizienz Apple zufolge hoch genug um weiterhin rund zehn Stunden Laufzeit zu ermöglichen. Die 5-Megapixel-Kamera kann jetzt auch Full HD-Videos aufnehmen, eine neue Videobildstabilisierungs-Funktion gleicht Wackler und Erschütterungen aus.

Das iPad Wi-Fi + 4G soll neben LTE auch HSPA+ und DC-HSDPA, CDMA und GSM unterstützen. Apple bestätigte, dass in Deutschland und Österreich die US-Variante des neuen iPad verkauft wird und es deshalb auch keine LTE-Unterstützung geben wird. In Nordamerika sind die LTE-Frequenzen 700 und 2.100 Megahertz im Einsatz. In Deutschland laufen die LTE-Übertragungen hingegen mit 800, 1.800 und 2.600 Megahertz. In Österreich wird die 2.600 Megahertz-Frequenz für LTE verwendet.

"Die LTE-Funktion im neuen iPad wird bei uns nicht funktionieren", bestätigte A1-Sprecherin Livia Dandrea-Böhm dem heimischen Online-Magazin futurezone. Auch 3-CEO Jan Trionow erklärte am Donnerstagvormittag, dass das neue iPad LTE in Österreich nicht unterstützt wird.

Wireless Tethering mittels Personal Hotspot kann genutzt werden um die schnelle Netzwerkverbindung des iPad mit bis zu fünf weiteren Geräten via WLAN, Bluetooth oder USB zu teilen.

Zugleich wurde iOS 5.1 präsentiert, das unter anderem eine überarbeitete Kamera-App mit der bereits erwähnten Videobildstabilisierungs-Funktion, die Fähigkeit Fotos aus Fotostream zu löschen, Unterstützung von Diktieren in Englisch, Französisch, Deutsch und Japanisch und Personal Hotspot bietet. iOS 5.1 und iTunes 10.6 sind ab heute als kostenlose Software-Updates erhältlich.

Apropos Diktieren: Anstelle des Eintippens kann man die neue Funktion nutzen um Nachrichten zu schreiben, Notizen zu machen oder im Web zu suchen. Diktieren funktioniert außerdem mit Apps von Drittanbietern, sodass man seinen Facebook-Status aktualisieren, tweeten oder Instagram-Bildunterschriften verfassen kann.

Die neuen iPad Wi-Fi Modelle werden in Schwarz oder Weiß in USA ab Freitag, 16. März für rund 500 Dollar für das 16GB-Modell, rund 600 Dollar als 32GB-Modell und rund 700 Dollar als 64GB-Modell erhältlich sein. iPad Wi-Fi + 4G wird für rund 630 Dollar als 16GB-Modell, für rund 730 Dollar als 32GB-Modell und für rund 830 Dollar als 64GB-Modell erhältlich sein. Bis Ende März soll das iPad auch in Österreich erhältlich sein, die Preise für den heimischen Markt werden "rechtzeitig" bekanntgegeben.

Das iPad 2 wird billiger und um rund 400 Euro für das 16GB Wi-Fi-Modell und rund 520 Euro für das 16GB Wi-Fi + 3G-Modell angeboten.

KONKURRENZ SCHLÄFT NICHT Doch auch mit dem neuen iPad gilt: Die Konkurrenz schläft nicht. Als schärfster Rivale gilt der Online-Händler Amazon, dessen einfaches Tablet Kindle Fire weniger als die Hälfte des günstigsten iPad kostet - auch weil Amazon das Gerät subventioniert und wohl knapp unter Herstellungskosten abgibt. Im bisher einzigen Markt USA soll Amazon im Weihnachtsgeschäft mehrere Millionen Geräte verkauft haben. Wie viele genau, hält der Konzern geheim, so richtig Marktanteile messen kann man damit nicht.

Auf dem Horizont taucht aber schon der nächste große Herausforderer auf: Microsoft mit seinem nächsten Betriebssystem Windows 8, das im Herbst erscheint und auch auf Tablets laufen wird. Microsoft setzt auf sein innovatives Metro-Design sowie die Anziehungskraft seiner Bürosoftware Office, die mit Windows 8 auf den Tablet-Computern verfügbar wird.

Das Fehlen des Office-Pakets auf dem iPad hat aber bisher Apples Absatzerfolge nicht spürbar beeinträchtigt: Gut 15 Millionen iPads setzte Apple allein im jüngsten Weihnachtsquartal ab - von den 55,3 Millionen, die bisher insgesamt verkauft wurden. Konzernchef Tim Cook bekräftigte, er könne sich durchaus vorstellen, dass der Tablet-Markt den Absatz klassischer PCs mit der Zeit überholt. Und Apple ist fest entschlossen, an der Spitze der Bewegung zu bleiben.

Beobachter gehen auch davon, aus, dass Apple fürs nächste die Krone behalten wird. Zugleich rechnet der Marktforscher Ovum mit einem schärferen Wettbewerb in diesem Jahr. Insgesamt erwartet Ovum zum Jahr 2016 ein Marktvolumen von mehr als 235 Millionen Tablet-Computern. (rnf/apa)

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