Leicht, klein, lange Akkulaufzeit: 7 Gründe für Ultrabooks Detail - Computerwelt

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29.01.2012 Thomas Pelkmann*

Leicht, klein, lange Akkulaufzeit: 7 Gründe für Ultrabooks

Ultrabooks kombinieren Tablets und Laptops. Reinkarnation von Notebooks oder ist es der nutzlose Versuch, die Tablet-Revolution abzuwehren?

Ultrabooks sind so portabel wie die seinerzeit wenig erfolgreichen, weil leistungsschwachen Netbooks, verfügen aber anders als jene über die Kapazitäten eines ausgewachsenen Notebooks. Damit sind sie prinzipiell den für anspruchsvolle Arbeiten doch wenig zugeneigten Tablets überlegen. Hier sind sieben Gründe von Tom Bradley, Autor unserer Schwesterpublikation CIO.com, warum Ultrabooks das mobile Arbeiten revolutionieren werden.

1. Ultrabooks sind dünner und leichter Verglichen mit in der Leistung ebenbürtigen Notebooks sind Ultrabooks dünner und leichter, und zwar deutlich. Intel hat Spezifikationen für Ultrabooks definiert: 0,8 Inch dick (20,3 Millimeter) und maximal 1,4 Kilo schwer. Sogar am oberen Ende der zugelassenen Maße sind die Ultras noch immer höchstens halb so dick und schwer wie durchschnittliche Notebooks. So wird mobiles Arbeiten einfacher.

2. Ultrabooks bieten längere Akkulaufzeit Ein Teil der Intel-Spezifikationen beschäftigt sich mit der Akkulaufzeit. Mindestens fünf, besser acht oder mehr Stunden soll die mobile Stromversorgung vorm nächsten Laden arbeiten. Genau an diesem Punkt schwächeln traditionelle Notebooks, die oft nur zwei bis drei Stunden Arbeit unter Batterielast ermöglichen. Acht Stunden, das wäre immerhin (fast) ein ganzer Arbeitstag mit einer Akkuladung. Arbeitet man mobil, heißt das: Man kann auf das Mitführen einer Ladestation oder eines Netzkabels verzichten.

Wenn Intel im Laufe des Jahres seine Ivy Bridge-Prozessoren wie angekündigt auf den Markt bringt, verbessert sich die Situation erneut: Sie verbrauchen so wenig Strom, dass sie die Akkulaufzeiten auf jenseits der acht Stunden verlängern werden.

3. Ultrabooks sind Laptop und Tablet Laptops und Tablets haben beide individuelle Stärken, die die jeweils andere Gattung nicht besitzt. Aber es gibt Versuche, beide Geräteformen miteinander zu verbinden, um die Stärken besser nutzen zu können. Acer etwa hat ein konvertierbares Tablet auf den Markt gebracht, bei dem die Grenzen zum Ultrabook verschwimmen. Es sieht genauso aus, allerdings lässt sich das Display abnehmen und funktioniert dann als Tablet.

Noch besser wären Tablet-Funktionen bei Ultrabooks, ohne dass die Displays vom Gerät getrennt werden müssten. Die ersten Prototypen solcher Convertibles wird es voraussichtlich schon bald geben, zumal Lenovo auf der CES in Las Vegas das IdeaPad Yoga präsentiert hat, ein 13-Zoll-Ultrabook, bei dem die Tastatur eingeklappt werden kann und der Bildschirm kapazitives Multitouch erlaubt.

4. Ultrabooks bieten Gestensteuerung Auch wenn PC-Puristen das nicht hören wollen: Auf Dauer werden Tastatur und Maus wichtige Funktionen verlieren, die sie heute noch haben. Das Metro-Interface von Windows 8 wird interaktive Gestensteuerung ebenso ermöglichen wie Ultrabooks mit Touchscreens.

5. Ultrabooks haben Spracherkennung Während Touchscreens derzeit die Steuerung von Computern revolutionieren, steht die nächste Revolution schon vor der Tür. Sprachsteuerung gibt es zwar schon eine ganze Weile, und bisher hat es kaum jemand genutzt. Aber seitdem Apple sein iPhone 4S mit der Siri-Sprachsteuerung ausgestattet hat, der man einigermaßen intelligentes Verständnis für oral übermittelte Anweisungen zubilligt, werden die Karten neu gemischt.

Die CES in Las Vegas jedenfalls erlebt derzeit eine ganze Ladung von Gadgets und Geräten, die über Sprache gesteuert werden können. Zudem hat Intel enthüllt, dass künftige Ultrabooks ebenfalls mit solchen Funktionen ausgestattet werden.

6. Ultrabooks sind sicher Intel arbeitet auch daran, mehr Sicherheit bei mobilen Geräten anbieten zu können. So hat das Unternehmen jüngst eine Menge Geld für die Übernahme des Antivirenspezialisten McAfee ausgegeben, um dessen Know-how in eigene Produkte implementieren zu können.

Zwei Produkte gibt es schon für Ultrabooks: Intel Anti-Theft (AT) gegen Diebstahl und Identity Protection Technology (IPT) für den Schutz persönlicher Daten. Über AT lässt sich der Zugriff auf Daten in mobilen Geräten von überall auf der Welt stoppen, wenn das Ultrabook geklaut wird oder verloren geht. Taucht es wieder auf, lassen sich die Daten wiederherstellen.

Ultrabooks bieten Nearfield Communication Einige Ultrabooks mit Funktionen für die Nearfield Communication (NFC) genannte Technologie gibt es bereits, etwa das HP Envy 14 Spectre, das ebenfalls auf der CES 2012 präsentiert wurde. NFC ist ein drahtloses Übertragungsprotokoll mit einer geringen Reichweite, um Nutzern mobiler Geräte Angebote zu machen, die sich in ihrer unmittelbaren räumlichen Nähe befinden (wie Restaurants oder Läden). Diese junge Technik kennt man schon von Smartphones, mit dem HP Envy 14 Spectre macht sie sich aber nun auf, auch die Ultrabooks im Sturm zu erobern.

Unterm Strich vereinen Ultrabooks all das, was Notebooks und Tablets für mobiles Arbeiten zu bieten haben: volle Notebook-Funktionalität bei geringen Maßen und langer Akkulaufzeit sowie moderne Bedien- und Steuerkonzepte. Die Zeit, schreibt Kollege Tony Bradley bei CIO.com, werde es zeigen, ob Ultrabooks tatsächlich für eine weitere Revolution sorgen werden, oder doch nur ein verzweifelter Versuch von Intel, seinen Platz in der technisch und mobil geprägten Welt von morgen zu behaupten.

* Der Autor ist Redakteur des deutschen CIO.

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