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03.10.2011 Oliver Weiss

Patientenvisite mit dem iPad

Seit einigen Monaten testet das Krankenhaus St. Josef in Braunau das iPad: Bei der Visite, bei Patienten- und Angehörigengesprächen, bei Untersuchungen und im OP erleichtert das Tablet den Zugriff auf relevante Daten wie Röntgenbilder oder Befunde.

Sehen wir uns Ihren Befund mal genauer an, sagt Primar Jürgen Barth am Krankenbett und tippt mit einem Stift auf ein kleines Kästchen, das die Größe eines dünnen Buchs hat. Seit einigen Monaten testet der Leiter der Unfallchirurgie im Braunauer Krankenhaus das Apple iPad. Barth trägt das Gerät immer bei sich: bei der Visite, bei Patienten- und Angehörigengesprächen, bei Untersuchungen und im OP. "Ich habe so sofort Zugriff auf alle Daten wie Röntgenbilder und Befunde aus der Krankenhaussoftware MPA (Medical Process Assistent) und kann mir dazu alle notwendigen Informationen über den Betten- und Operationsplan holen." Die Vorteile gegenüber einem Laptop: "Das iPad ist leicht zu bedienen, sein Akku hält länger, es stürzt kaum ab, ist betriebssicher und lässt sich schnell wieder hochfahren."

War ein Patient vor der Visite noch in der Radiologie, kann Barth die Bilder über das iPad abrufen und direkt mit ihm besprechen sowie die Aufnahmen zeigen und heranzoomen. "Zur Erstbefundung würde ich es nicht verwenden, aber etwa um den Sitz der Prothese oder Verletzung zu zeigen, ist es ideal." Auch von den Anwendungsprogrammen zeigt sich der Chirurg begeistert: "Ich habe den Antibiotika- und Medikamentenindex geladen und kann so jederzeit Infos über Wirkungen und Nebenwirkungen einholen. Dasselbe gilt für die ICD-10-Codierung oder Lexika." Turnusärzte wiederum müssten nicht mit Lehrbüchern herumlaufen.

Der Versuch entstand in Zusammenarbeit mit IT-Abteilungsleiter Gottfried Dachs. "Das iPad ist als Endgerät für das Abrufen von Informationen und die Darstellung von Bildern ein ideales Werkzeug. Bei der Visite ist man zu jeder Zeit online - weitere Untersuchungen oder Zuweisungen werden direkt am Patientenbett beauftragt." In ein paar Monaten soll dann im Krankenhaus St. Josef Braunau auch die Befundschreibung über MPA laufen, dann kann auf noch mehr Informationen zugegriffen werden. Primar Barth kann es kaum erwarten: "Richtig toll wird es, wenn alle Untersuchungsergebnisse digitalisiert sind und auch der E-Mailverkehr dranhängt."

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