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10.08.2011 Alex Wolschann/Rudolf Felser

Tablets von Asus, HP, HTC & Co.: Die iPad-Verfolger im Detail

Egal, ob Asus, HP, HTC, Motorola, Research in Motion oder Samsung: Sie alle wollen mit ihren Tablets am Erfolg des Apple iPad/iPad 2 teilhaben. Ein Überblick.

Mit einem Marktanteil von fast 90 Prozent ist der aktuelle Tablet-Boom vor allem dem iPad und iPad 2 zuzuschreiben. Die Geräte der Wettbewerber, selbst das vergleichsweise früh gestartete Samsung Galaxy Tab 7, sind bestenfalls Randerscheinung. Noch. Denn wie bereits im Smartphone-Bereich geschehen, schläft auch im Tablet-Umfeld die Konkurrenz nicht und versucht, die Apple-Dominanz mit einer Breitseite an neuen Geräten zu überrollen. So hat nicht nur der Blackberry-Hersteller Research in Motion mit dem Playbook ein besonders auf das Business-Umfeld ausgelegtes Gerät entwickelt. Anfang des Jahres wurden auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas auch über 50 Tablets mit Android-Betriebssystem gezeigt. Etliche von diesen werden zwar kaum über den Prototypen-Zustand hinausgehen. Es gibt jedoch auch eine Reihe von ernstzunehmenden Kandidaten, die wir Ihnen im Detail vorstellen werden.

MOTOROLA XOOM: ALLER ANFANG IST SCHWER Eines der ersten Zehn-Zoll-Tablets der Konkurrenz ist das "Motorola Xoom". Mit 730 Gramm und zwölf Millimeter Dicke orientiert sich der Flachmann stark am Ur-iPad, wirkt aber im Vergleich zu dessen Nachfolger iPad 2 etwas plump und schwer.

Anders als die Apple-Tablets ist das Xoom für die Nutzung im Querformat konzipiert. Nur so kann der Anwender bequem auf die verschiedenen Bedienelemente zugreifen. Problematisch ist allerdings, dass Motorola den Ein- und Ausschalter auf der Rückseite platziert hat.

Hardwareausstattung vom Feinsten Optisch eher auf dem Niveau des ersten iPad, muss sich das Xoom technisch auch vor dessen Nachfolger nicht verstecken. So besitzt es eine Dual-Core-CPU mit 1 Gigahertz Taktung und verfügt über 1 Gigabyte Arbeitsspeicher sowie 32 GB Speicherplatz. Dieser ist nach dem Update auf Android 3.1 durch eine Speicherkarte erweiterbar.

Das Xoom unterstützt WLAN und UMTS/HSPA, es ist aber auch als reine WLAN-Variante erhältlich. Weitere Features sind zwei Kameras mit 5 beziehungsweise 2 Megapixel Auflösung, Kompass, Gyrometer, eine Micro-HDMI- und eine Micro-USB-Buchse (USB-Host-fähig). Hervorzuheben ist zudem der kräftige Akku, der das Xoom problemlos durch den Tag bringt - ähnlich wie bei iPad und iPad 2. Im Gegensatz zum Konkurrenten Apple setzt Motorola beim Display statt des 4:3-Formats auf ein breiteres 16:10-Verhältnis. Der Screen ist mit 10,1 Zoll zudem etwas größer und löst mit 1280 mal 800 Pixel höher auf.

Als eines der ersten Android-Geräte wird das Xoom bereits mit der Version 3.0 (Honeycomb) ausgeliefert. Obwohl Tablet-optimiert, fordert Honeycomb mit seiner Benutzerführung selbst erfahrene Android-Nutzer heraus: So wurden die Steuerungselemente über alle vier Ecken verteilt, was einer intuitiven Bedienung klar im Wege steht. Immerhin lassen sich Widgets, Apps oder Verknüpfungen für einen schnellen Zugriff auf die insgesamt fünf Homescreens ziehen.

Einen grundsätzlich positiven Eindruck macht der Flash-fähige Browser. Er unterstützt die Nutzung mehrerer Tabs, die Inhalte auf einer Website lassen sich zudem in gewohnter Manier hoch- und runterzoomen, Schlecht ist es derzeit noch um an Tablets angepasste Apps bestellt - dies ist aber nur ein vorübergehendes Problem.

Fazit: Feintuning erforderlich Es gibt einige Gründe, die für das hierzulande von der Telekom vermarktete Xoom sprechen. Dazu gehört hardwareseitig vor allem das größere und hochauflösendere Display, die schärferen Kameras und die zahlreichen standardkonformen Schnittstellen. Was die Software angeht, ist das Angebot noch mau. Man darf aber davon ausgehen, dass Google und die große Schar an Entwicklern schon bald für ein breites App-Angebot sorgen werden. Vorerst steht das Xoom vor dem gleichen Problem wie die Rivalen: Man muss deutlich mehr bieten als das iPad 2, um in diesem Markt eine Chance zu haben.

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BLACKBERRY PLAYBOOK: 7-ZÖLLER MIT HEIMVORTEIL Um aus dem breiten Angebot an Tablets hervorzustechen, haben die Kanadier weder Kosten noch Mühen gescheut: Die Vorderseite des Playbook-Flachmanns ist voll verglast, wobei den besonders hoch auflösenden Touchscreen (1024 mal 600 Pixel) ein schwarzer, ebenfalls berührungsempfindlicher Rahmen umgibt. Dieser ist Teil des Bedienkonzepts: Wischt man von unten nach oben, verkleinert das Playbook die aktuelle Anwendung und zeigt das Hauptmenü an. Ein Wisch in die andere Richtung klappt das Konfigurationsmenü der jeweiligen Anwendung herunter, sofern vorhanden.

Dreiteiliger Bildschirm Der Bildschirm selbst ist in drei Bereiche unterteilt: Oben befindet sich die Statusleiste, in der beispielsweise Uhrzeit, Batterieladung und eingehende E-Mails angezeigt werden. In der Mitte werden die verkleinerten Ansichten der gestarteten Apps angezeigt. Darunter sind die Menüs zu finden, diese teilen sich in Alle, Spiele, Medien, Favoriten und Blackberry Bridge auf. Allgemein ist zu beachten, dass man das Playbook - zumindest nach Vorstellung von RIM - hauptsächlich quer hält, anders als etwa das iPad.

Im Inneren des Playbooks arbeitet ein Dual-Core-Prozessor mit 1 Gigahertz Taktfrequenz. Ihm steht 1 GB Arbeitsspeicher zur Seite. Zum Speichern von Daten warten je nach Modell 16, 32 oder 64 GB auf den Nutzer. Jedes Playbook verfügt über Bluetooth und WLAN. GPS ist ebenfalls integriert, als Schnittstellen sind Micro-USB und Mini-HDMI vorhanden.

RIM setzt beim Playbook erstmals auf QNX als Betriebssystem. Die Benutzeroberfläche reagiert schnell und sieht noch dazu gut aus - dank der Zusammenarbeit mit Adobe ist Flash außerdem Bestandteil des kompletten Betriebssystems. Der Browser ist nicht nur schnell, er kann neben Flash-Inhalten auch Javascript ausführen.

Für den Office-Bereich sind sowohl Adobe Reader als auch die Premium-Version von "Office to Go" von Dataviz installiert.

Verbindung via Blackberry Bridge Das Playbook lässt sich bequem im Duett mit einem Blackberry-Smartphone nutzen. Die Funktion Blackberry Bridge verwandelt das Tablet in einen Thin Client, mit dem sich etwa auf E-Mail, Kontakte, Blackberry Messenger, Aufgaben oder Notizen zugreifen lässt. Die Daten sind nur zugänglich, solange eine aktive Verbindung zum Blackberry besteht. Reißt diese ab, werden alle Funktionen gesperrt. Mit Ausnahme eines verschlüsselten Caches sind keine Informationen auf dem Tablet gespeichert. Der Nachteil: Ohne Blackberry-Smartphone verliert das Playbook zahlreiche Funktionen. Außerdem fordert die konstante Bluetooth-Verbindung ihren Tribut, die Akkus von Smartphone und Tablet werden dadurch zusätzlich belastet.

Fazit: Integration ist alles? RIM hat es im ersten Anlauf zwar noch nicht geschafft, ein perfektes Tablet herauszubringen. Dennoch kann sich das Ergebnis sehen lassen. Das gilt für die Hardware, wie auch für QNX als stabiles Betriebssystem. Anfängliche Softwareprobleme löst der Hersteller derzeit mit Updates seiner Firmware.

Vor allem in Kombination mit einem Blackberry-Smartphone ist das Playbook bereits jetzt ein praktisches Tablet. Kein Hersteller schaffte bislang eine derart gute Integration von Smartphone und Flachmann. Ob das jedoch reicht?

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