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09.06.2011 Oliver Weiss

Wahlfreiheit verändert Desktop-Architekturen

Die Modernisierung von Desktop-Strukturen sollte ganzheitlich und nicht Technik-getrieben vorgenommen werden.

Moderne Unternehmensorganisationen verlangen im Gegensatz zu den bisher starren Konzepten zunehmend dynamische Verhältnisse in den Desktop-Architekturen. Nach Ansicht des Beratungshauses Centracon können die klassischen IT-Arbeitsplätze diesen Anforderungen immer weniger gerecht werden. Vielmehr muss durch intelligente Architekturkonzepte zur Nutzung neuer Methoden und Technologien schrittweise die Basis für eine durchgreifende Steigerung der Flexibilität auch unter Nutzung von Mobile Devices geschaffen werden. Die Consultants warnen aber davor, eine solche Modernisierung der Desktop-Strukturen primär Technik-getrieben vorzunehmen. Nur wenn sie sich aus den Business-Zielen ableitet, können die möglichen Nutzeneffekte aktiviert werden.

BRINGSCHULD DES DESKTOPS »Heute sind wir in einer Situation, dass die Wahlfreiheit ein wichtiger Planungsaspekt geworden ist«, verweist Centracon-Geschäftsführer Robert Gerhards auf wesentliche Veränderungen. Dies gelte sowohl bezogen auf die Bedürfnisse der Benutzer und Fachabteilungen als auch für die technischen Möglichkeiten. »Wir haben inzwischen beispielsweise eine Wahlfreiheit bei der Informationsnutzung, der Art der Endgeräte am IT-Arbeitsplatz vom Fat Client über Thin Client bis zu Mobile Devices oder ob wir den Desktop sowohl stationär als auch mobil einsetzen«, erläutert er. »Sie erzeugt eine bisher nicht realisierbare Flexibilität, dadurch muss der Aspekt der Wahlfreiheit als konzeptionelles Kernelement immer stärker in die Entwicklung zukunftsgerichteter und nachhaltig angelegter Desktop-Architekturen einfließen.« Der Unterschied zu früheren Konzepten hat für ihn denn auch ein sehr weitreichendes Merkmal: »In der Vergangenheit musste der Mitarbeiter zum Desktop gehen und sich mit einem restriktiven Leistungsangebot zufriedengeben, heutzutage muss der Desktop jedoch zum Mitarbeiter kommen und gleich an welchem Ort und trotz veränderlicher Anforderungen jederzeit die notwendige Unterstützung gewährleisten.« Somit sei im Rahmen zukunftsorientierter IT-Arbeitsplatzmodelle aus der Holschuld des Benutzers eine Bringschuld des Desktops geworden.

KONKRETER NUTZEN Die wesentlichen Verfahren und Technologien auf dem Weg dorthin beinhalten laut Gerhards einen breiten Kanon an Themen. Dazu gehört vor allem die Virtualisierung, Zentralisierung, Prozessautomation, Liberalisierung der Endgeräte sowie der flexible und schnelle Zugang zu qualitativen Services, aber auch die Authentifizierung, das Client-Lifecycle- und Asset-Management zählt er dazu. »Es wäre aber ein Fehler, diese einzelnen Facetten technisch anzugehen und somit separiert zu betrachten, weil durch einen solchen Fokus kein ganzheitlicher Ansatz möglich wird und man den entscheidenden Fragen ausweicht: Unter welchen Bedingungen helfen mir als Unternehmen welche dieser Technologien und welchen konkret darstellbaren Nutzen kann ich von ihnen erwarten«, betont der Centracon-Geschäftsführer. Als ein aktuelles Beispiel nennt er den Einsatz von iPads als mobile Endgeräte in der Produktion: »Ohne ganzheitlichen Ansatz können die Nutzeneffekte einer solchen Investition nicht genug ausgeschöpft werden.«

Aus diesem Grund sind für ihn die Vorgehensmodelle von erfolgskritischer Bedeutung bei der Gestaltung neuer Workplace-Architekturen. »Statt mit isoliertem Blick auf aktuell intensiv diskutierte Technologien zu reagieren, müssen abgeleitet aus den Business-Zielen und strategischen Erfordernissen praktikable und effizient realisierbare Antworten darauf gefunden werden, wie man zu den neuen flexiblen IT-Arbeitsplatzkonzepten in der erforderlichen Akzentuierung hinkommt.«

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