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19.05.2011 Alex Wolschann/idg

Google haucht den Netbooks neues Leben ein

iPad statt EeePC: Dieses Jahr werden mehr Tablet-Computer als Netbooks verkauft. Während einige Hersteller die Mini-Rechner aus dem Programm nehmen, hat Google mit dem Chromebook das erste eigene Netbook vorgestellt.

Als Asus mit dem ersten EeePC 701 den Aufstieg der Netbooks eingeleitet hat ist das bis dato in diesem Bereich gänzlich unerfahrene Unternehmen ein großes Risiko eingegangen – und hat einen großen Erfolg gelandet. Experten und Kunden waren begeistert. Schnell brachten andere Hersteller ähnliche Produkte heraus. Alle waren sich einig: Den Netbooks steht eine große Zukunft bevor.

Das war vor drei Jahren. Doch die Ära der Netbooks scheint schon wieder vorbei zu sein. Experten und Käufer lieben jetzt Tablet-Computer, besonders das iPad, bei dessen Vorstellung Apple-Chef Steve Jobs bereits die Totenglocke für Netbooks läutete: Sie seien lediglich billige Notebooks und im Grunde für nichts wirklich zu gebrauchen.

Das Duell Netbook gegen Tablet ist eigentlich keines. Denn Apple besetzt derzeit 95 Prozent des Tablet-Marktes. Das soll sich aber ändern: Besonders die Netbook-Marktführer Acer und Asus wollen vom Tablet-Boom profitieren und bringen nach und nach Tablet-Rechner auf den Markt. Die flachen Tablets dürften aber nur den Netbooks Konkurrenz machen: »Die klassischen Notebooks werden auch durch die Tablets nicht aussterben«, sagt Toshiba-Österreich-Geschäftsführer Hannes Shipany, sieht aber großes Potenzial für die Tablets: »15 Prozent aller mobilen Computer sind bislang Netbooks gewesen, die werden den Tablet-Boom sicher zu spüren bekommen.«

Die Produktvorstellungen für 2011 deuten an, dass auch die Notebook-Hersteller vor allem auf Tablets setzen: Acer kündigte eine Reihe von Tablets mit Android und Windows an, aber nur ein Netbook. Bei Asus sieht es ähnlich aus: Tablets stehen im Fokus. Fujitsu bietet überhaupt keine Netbooks mehr in Europa an, wie Österreich-Chef Johannes Baumgartner zu berichten weiß: »Netbooks haben im Business-Bereich kaum Relevanz und werden im Endkundenbereich von den bequemeren Tablets verdrängt.«

Im letzten Quartal 2010 ging der Netbook-Absatz in Westeuropa nach Zahlen des Marktforschungsinstitutes IDC um 29 Prozent gegenüber 2009 zurück. Experten hatten für 2010 weltweit über 40 Millionen verkaufte Netbooks erwartet: Am Ende waren es nur knapp über 30 Millionen. Auch 2011 soll nicht besser laufen: Optimistische Experten erwarten einen weltweiten Verkauf von rund 30 Millionen Netbooks. Andere prophezeien, dass der Netbook-Markt weiter schrumpfen wird.

Tablets hingegen wirdeine goldene Zukunft bescheinigt: IDC geht 2011 von über 44 Millionen verkauften Tablet-PC aus, im Jahr darauf sollen es bereits über 70 Millionen sein. Vor allem in Westeuropa und den USA werden die Kunden auf Tablets statt Netbooks setzen.

DAS BESTE AUS BEIDEN WELTEN Umso mehr hat Google mit der Ankündigung überrascht, eigene Netbooks namens Chromebook auf Basis des neuen Chrome OS auf den Markt zu bringen. Die ersten zwei Modelle sollen von Acer und Samsung stammen und am 15. Juni in den USA sowie zahlreichen europäischen Ländern in den Handel kommen. Österreich ist noch nicht dabei.

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