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11.04.2011 Sebastian Jentsch*

Mobil Zocken: Welche Eigenschaften muss ein Spiele-Notebook haben?

Mehr als nur 3D-Leistung: Die Suche nach dem perfekten Spiele-Notebook geht weit über die Grafikkarte hinaus. Erfahren Sie, welche Merkmale es haben muss.

ENTSCHEIDUNG: HARDCORE ODER CASUAL-GAMER Spielen auf dem Notebook scheint populär, denn nicht umsonst fragen derart viele Kunden nach einer dedizierten Grafikkarte. Aber Grafik ist nicht gleich Grafik. Es gibt Einsteiger, Mittel- und Oberklasse. Auf der Suche nach einem Spiele-Notebook sollte der Käufer zuerst klären, ob das schnelle Spiel ein täglicher Zeitvertreib ist oder ob es nur einmal im Monat zu einer Zocker-Stunde kommt.

Wer sich zu den Gelegenheits-Spielern zählt, dem genügt eine Einsteiger GPU wie ATI Mobility Radeon HD 5470, HD 4550, Geforce 310M oder 320M in Begleitung eines schwachen AMD Athlon oder Core i3 Prozessors. Aktuelle Games laufen darauf zwar nur in niedrigen Details, der Aufpreis zu einer starken Grafik, nur um des sporadischen Spielens willen, lohnt aber nicht.

Wer Computerspiele regelmäßig spielt, der braucht eine Grafiklösung der Mittel- oder Oberklasse. Welche es wird, hängt in erster Linie vom Geldbeutel ab, aber auch von der Zollgröße des anvisierten Notebooks. Zudem rücken auch andere Gaming-relevante Eigenschaften in den Fokus: Das Display sollte Farben ansprechend darstellen, der Lüfter sollte ruhig zu Werke gehen und der Klang darf nicht in den Ohren schmerzen.

In diesem Artikel wollen wir zeigen, auf welche Merkmale Sie beim Kauf achten sollten. Wir betrachten dabei das ganze Notebook und nicht nur die Grafikkarten. Zum Abschluss zeigen wir eine bewertete Übersicht über die günstigsten Spiele-Notebooks unter und über 800 Euro.

GRAFIKKARTEN FÜR PREISBEWUSSTE ZOCKER ATI Mobility Radeon HD 5650, 5730 – Erste Wahl für kleine Geldbeutel Die HD 5650 ist in einer großen Spannweite von Notebooks vertreten. Es gibt sie für wenig Geld mit AMD Athlon II und für viel Geld mit starken Intel Core i7 Prozessoren. Die HD 5730 ist technisch eine HD 5650 mit erhöhtem Kern-Takt (650 statt 550 MHz). Beide unterstützen DirectX-11 und werden in der Regel mit günstigem DDR3-RAM bestückt. Aktuelle Spiele wie Modern Warfare 2 laufen in hohen Details flüssig, bei anspruchsvollen Games müssen aber mittlere Details ausreichen (Battlefield: Bad Company 2).

Nvidia Geforce GT 330M – Zweite Wahl für knappe Budgets Das Mainstream-Modell von Nvidia ist der Gegenpol zur HD 5650, wenn auch mit weniger Leistung. Je nach CPU kann sich die Differenz jedoch fast ausgleichen. Die GT 330M gibt es ab 689 Euro z. B. im Samsung R580 Aura i3-330M Harris. Aktuelle Games laufen in mittleren Details knapp flüssig. Wie genau, das hängt vom starken oder schwachen Prozessor ab. In anspruchsvollen Games wie Battlefield: Bad Company 2 reicht es in hohen Einstellungen nur für 20 FPS.

GT 335M – Stark wie eine HD 5650 aber selten Die GeForce GT 335M rechnet schneller als ihre Schwester GT 330M, denn die hat mehr Shader (72 statt 48). Auch sie wird klassisch mit DDR3-Videospeicher gerüstet. DirectX-11 beherrscht die GPU nicht. In Spielen kann die 335M knapp mit der HD 5650 mithalten. Titel wie Battlefield: Bad Company 2 schafft sie zwar auch nicht in hohen Details, in mittleren Einstellungen ist sie aber für die meisten Spiele zu haben (Colin McRae: DIRT 2).

GRAFIKKARTEN FÜR PROFI-GAMER ATI Mobility Radeon HD 5870 , HD 5850 Das Schwester-Duo der besten mobilen Single-Chip GPUs von ATI unterscheidet sich lediglich in der Taktung (625 vs. 700 MHz). Beim Kauf sollte auf den Speichertyp GDDR5 geachtet werden, denn selbiger beschleunigt die GPU im Vergleich zu DDR3 ungemein. In hohen Auflösungen wird der langsame DDR3 zum Flaschenhals, was die Full HD Tauglichkeit der GPUs ausschalten würde. Aktuelle Spiele wie Battlefield: Bad Company 2, CoD Modern Warfare 2, Need for Speed Shift oder Risen meistert die HD 5870 selbst in Full HD problemlos. Die etwas schwächere HD 5850 schafft es nicht in jedem Fall.

Nvidia Geforce GTX 480M Basierend auf dem Fermi-Chip (GF100) ist es die schnellste mobile Nvidia GPU. Sie ist als Standard mit 2 GB GDDR5 gerüstet und kommt auf Grund ihres hohen Energiebedarfs nur in sehr großen 17- und 18-Zoll Notebooks vor. In Mainstream Gaming-Notebooks wird sie wahrscheinlich nie eingesetzt werden. Bei BTO-Anbietern wie Deviltech oder mySN ist die GPU zu stattlichen Preisen von über 2000 Euro zu haben. Die Leistung in DirectX-11 Games (Metro 2033, Dirt2) ist aber das Beste, was man im Notebook bekommen kann. Full HD Auflösungen in höchsten Details werden schneller berechnet als mit einer HD 5870.

Nvidia Geforce GTX 460M Die GTX 460M ist der eigentliche Spiele-Bolide für den Notebook-Massenmarkt. Asus, Toshiba und auch Medion werden entsprechende Notebooks anbieten. Die Ausrüstung ist stets GDDR5 und die Energieaufnahme liegt bei 72 Watt. Damit kann auch das Kühlsystem eines 15.6-Zollers umgehen.

Aktuelle Spiele kann sie im Normalfall mit hohen Details wiedergeben (Mafia 2, StarCraft 2, Battlefield: Bad Company 2). Full HD ist teilweise möglich (Modern Warfare 2, Colin McRae: DIRT 2, Mafia 2, StarCraft 2), aber anspruchsvolle DirectX-11 Titel wie Metro 2033 schafft sie nicht in dieser Auflösung.

Nvidia GeForce GTS 360M Die GPU ist das stärkste Modell der 300M-Serie, bietet aber kein DirectX-11. Sie kann mit DDR3, GDDR3 oder GDDR5 ausgerüstet sein, wobei letzteres die Leistung deutlich nach oben drückt. Höchste Details in Full HD schafft die GTS 360M nicht, wohl aber so ziemlich alle Games in hohen Details bei HD Ready Auflösung (Battlefield: Bad Company 2, Risen oder Need for Speed Shift).

BEGLEITFRAGE: DER PASSENDE PROZESSOR Die Performance in Spielen ist abhängig von der Leistung des Prozessors. Je stärker ein Prozessor, umso besser. Aber ein starker Core i5 oder i7 Prozessor von Intel hat natürlich seinen Preis, den nicht jeder zahlen kann. Im Markt befinden sich Intel Core i3/i5/i7 sowie AMD Phenom und Athlon II.

Intels Core i5 und i7 skalieren ihre Leistung mit Turbo-Boost und können damit jedem Spiel die bestmögliche Leistung zur Verfügung stellen. Die technischen Angaben nennen meist den Standard-Takt (z. B. 2.4 GHz). Der Turbo-Takt (z. B. 2.93 GHz) liegt immer darüber. Alle Intel Core CPUs haben zudem Hyper-Threading (HT). HT stellt jedem physischen Kern einen virtuellen Kern zur Seite. Der Zweikerner Core i3 kann zum Beispiel auf vier Threads rechnen. Multi-Core Spiele profitieren von HT, selbst bei einem Core i3.

AMD bietet demgegenüber lediglich native Vierkern- oder Dreikern-Prozessoren (Phenom II X4 P920 4 x 1.6 GHz, N830 3 x 2.1 GHz). In den günstigen Notebooks sind typischerweise Athlon II CPUs mit zwei Kernen verbaut. Keine der CPUs bietet eine dynamische Übertaktung oder ein Äquivalent zu HT. Die Folge: Games mit starkem CPU-Einsatz fahren mit dem Phenom II X4 noch recht gut. Ein Athlon II mit zwei Kernen und geringer Taktung von 2.1 GHz schafft die Rechenarbeit aber nur beschwerlich.

Spiele-Tests mit einer HD 5650 zeigten fast keinen Nachteil für die höherwertige AMD-Bestückung mit Phenom II X4 P920 (32 FPS, Risen medium) im Vergleich zu Core i5 Bestückungen (35 FPS). Aber schon mit einem Phenom Zweikerner sinken die Frameraten (27 FPS). Mit einem Athlon X2 sinken die Framerates noch stärker.

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