Nicht der ganz große Wurf, aber ziemlich weit Detail - Computerwelt

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06.04.2011 Alex Wolschann

Nicht der ganz große Wurf, aber ziemlich weit

Während die Konkurrenz noch an Antworten tüftelt, bringt Apple mit dem iPad 2 den nächsten Tablet auf den Markt. Obwohl keine Revolution, dürfte es der Mitbewerb immer schwerer haben. Das iPad 2 ist in allen wichtigen Punkten eine Nasenlänge voraus.

Die zweite Version des Tablet-Pioniers ist seit Ende März in Österreich erhältlich. Durch das gewohnt gute Marketing hat es Apple geschafft, dass das iPad 2 am ersten Verkaufstag im Online-Store ausverkauft war und Wartezeiten von bis zu vier Wochen überdauert werden müssen. Doch was kann das Gerät wirklich und was macht es besser als sein Vorgänger oder die Konkurrenz? Die Computerwelt hat den Tablet-PC genau unter die Lupe genommen.

Zuallererst sollte erwähnt werden, dass jene 15 Prozent, die das iPad 2 an Gewicht verloren hat, kaum zu merken sind. Deutlich spürbar ist aber das um ein Drittel dünnere Gehäuse, das Gerät kann bequem mit einer Hand gehalten werden und ist auch nicht mehr so rutschig wie sein Vorgänger und sogar dünner als das iPhone 4. Wer das Gerät aber für längere Zeit in einer Hand halten will, etwa um ein Buch zu lesen oder einen Film zu begutachten, sollte doch auf einen Ständer zurückgreifen. Dieser ist allerdings mit dem neuen Smart Cover gleich mitgeliefert. Das Cover schützt das iPad nur noch auf der Vorderseite und ist mit einem Magneten an der Seite des Geräts angebracht. Das Cover, das im Übrigen separat verkauft wird und in mehreren Farben erhältlich ist, kann so leicht angebracht und entfernt werden. Die vorgefaltete Kunststoff-Oberfläche ermöglicht die Verwendung als Ständer zum Tippen, aber auch für den Videomodus. Auch der ebenfalls optional erhältliche HDMI-Dock für die Verbindung mit TV oder anderen Geräten ist eine gute Sache.

Technisch ist das iPad 2 keine Revolution, aber es ist leichter, deutlich dünner und auch schneller als sein Vorgänger, was vor allem der Dual Core CPU zu verdanken ist. Bei den Geschwindigkeitstests muss man aber vorsichtig sein, da vor allem ein Performancetest mit Applikationen, die das Internet voraussetzen, sehr individuell vom Provider abhängig ist.

MESSLATTE WIRD HÖHER Dass das neue iPad nun, man ist geneigt zu sagen endlich, nicht nur eine sondern sogar zwei Kameras bekommen hat, rundet das Leistungsportfolio ab und passt gut zu Apples exklusiv genutzter Videotelefonielösung Facetime, die ja auch mit dem iPhone funktioniert. In den nächsten Wochen und Monaten kommen einige Geräte auf den Markt, die mit dem Konkurrenzsystem Android von Google arbeiten. Einige Tablets können technisch mehr als das iPad und haben theoretisch auch durch die Funktionalität von Flash-Anwendungen einen gewissen Vorteil. Marktbeobachter sind sich aber einig, dass das iPad trotzdem weiter den Markt beherrschen wird, da »das iPad in den wichtigsten Kriterien Dünnheit, Gewicht, Integration, Optik und Apps einfach dominiert«, wie es ein amerikanischer Analyst formulierte. Auch der Preis (479 Euro für 16 GB und WLAN bis zu 799 Euro mit 64 GB und UMTS), obwohl etwas teurer als beim Vorgänger, ist konkurrenzfähig.

BUSINESS-POTENZIAL Obwohl die meisten Hersteller noch nicht einmal das erste Gerät auf den Markt gebracht haben, hat Apple mit dem zweiten iPad die Messlatte wieder etwas höher gelegt. Apple spielt, auch technisch, an der Spitze mit, ist aber immer noch günstiger als vergleichbare Android-Tablets, wie das Motorola Xoom oder das Samsung Galaxy Tab. Der im Vergleich zu einigen Konkurrenten günstige Preis für das iPad 2 lässt sich dadurch erklären, dass Apple in großen Mengen einkauft. Es gibt nur ein einziges Modell, mit einem Formfaktor, sogar das Display ist im Vergleich zum Vorgänger komplett unverändert geblieben.

Da das iPad 2 doppelt so schnell sein soll wie sein Vorgänger – bei der Grafikleistung soll die achtfache Performance möglich sein – dürfte es auch für Business-Applikationen interessant werden. Das iPad 2 hängt sich für die meisten seiner unternehmensweiten Sicherheitsfunktionen an die Exchange-Infrastruktur von Microsoft. Und was dabei noch fehlt, übernehmen auf Wunsch Tools für das Mobile Device Management (MDM) von Drittanbietern. Auch die beiden Kameras für Außendienstmitarbeiter oder die Möglichkeit der Videokonferenz könnte die Business-Klientel anlocken. Der deutsche Bundestag, in dem technische Geräte traditionell verboten sind, hat nun die Verwendung von Tablets gestattet, da es keine Tastatur- oder Lüftergeräusche gibt und somit niemand bei der Arbeit gestört werden würde.

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