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17.03.2011 apa/Rudolf Felser

HTC will Apple auch am Tabletmarkt Paroli bieten

Der taiwanesische Konzern will nicht nur am Smartphone-Kuchen kräftig mitnaschen, sondern auch am Tablet-Markt Rivalen wie Apple und Co. Paroli bieten – für den Anfang mit dem HTC Flyer.

Im zweiten Quartal bringt der viertgrößte Smartphonehersteller das Flyer weltweit auf den Markt, auch in Österreich. "Das Gerät ist so groß wie ein Taschenbuch und passt in jede Anzugtasche", sagte Andre Lönne, Chef von HTC Deutschland, Österreich, und Schweiz, vor Journalisten in Wien. Was den HTC Flyer von Apples iPad unterscheidet? "Es ist kleiner", so Lönne. Der HTC-Computer hat einen Sieben-Zoll-Bildschirm, das iPad ist mit zehn Zoll etwas größer. Kostenpunkt in Österreich: 499 bis 699 Euro. Die günstigste Variante ist mit einem internen Speicher von 16 GB ausgestattet und verfügt lediglich über einen WLAN-Internetzugang. Das teuerste Gerät hat einen Speicher von 32 GB und 3G-Internet.

Auch Platzhirsch Apple schläft nicht. Der US-Konzern landete mit seiner zweiten iPad-Version in den USA einen vollen Erfolg, vergangene Woche hat dort der Verkauf begonnen. In Österreich kommt das iPad 2 ab 25. März auf den Markt, zu haben sein wird das Gerät wahrscheinlich ebenfalls ab 499 Euro. Apple will sich mit dem neuen Gerät seine Marktanteile sichern – noch stammen acht von zehn aktuell verkauften Tablet-Computern von dem US-Konzern.

HTC FLIEGT AUF ANDROID HTCs Flyer basiert auf dem Google-Betriebssystem Android. Das 415 Gramm leichte Gerät verfügt über einen 1,5-GHz-Qualcomm-Prozessor und eine Bildschirmauflösung von 1.024 x 600 Pixel. Außerdem ist der HTC Flyer mit je einer Kamera auf der Vorder- und Rückseite ausgestattet, sodass man mit dem Mini-Computer auch beispielsweise via Skype telefonieren kann. Bedient wird das Gerät über einen Touchscreen, zusätzlich wird auch ein Stift geliefert. Damit kann man etwa auf einer Website Notizen machen und dies dann via E-Mail oder Facebook verschicken. Weiters können mittels "HTC Watch", dem HTC-eigenen Downloaddienst, Filme auf das Gerät gestreamt werden. Dieses Service wird in Österreich ab dem zweiten Halbjahr verfügbar sein, Kosten nannte Lönne nicht.

Auch am Smartphone-Markt will der Konzern weiter wachsen. Vergangenes Jahr haben die Taiwanesen großen Konkurrenten wie Apple, Nokia oder Samsung Anteile abgejagt. Insgesamt verkaufte HTC 2010 laut Lönne 25 Mio. Smartphones, der Umsatze legte um 93 Prozent zu. Branchenexperten zufolge wird der Markt heuer weiter wachsen, allerdings nicht mehr so rasant wie voriges Jahr. HTC ist jedenfalls guter Dinge und bringt heuer gleich fünf neue Smartphones auf den Markt. Neben dem HTC Desire S, dem Nachfolger des erfolgreichen HTC Desire, sind das das HTC Wildfire S für die junge Zielgruppe sowie das HTC Incredible S für jene, die "sich von der Masse abheben" wollen. Letzteres ist in Österreich seit März ab circa 549 Euro erhältlich, die anderen Handys ab dem zweiten Quartal, so Lönne.

NOCH MEHR SOCIAL MEDIA Mit zwei anderen Geräten (HTC Cha Cha und HTC Salsa) setzt HTC voll und ganz auf das soziale Netzwerk Facebook. Diese beiden Smartphones haben einen eigenen "Facebook-Button", der bei allen möglichen Gelegenheiten blinkt: Ein mit der Handykamera geschossenes Foto kann so mit einem Klick auf Facebook gestellt werden, ebenso können Links einfach mit den (virtuellen) Freunden geteilt werden. Und: "Das Telefon weiß, welchen Song ich höre", erläuterte Lönne. Auf Wunsch werden dann der Liedtitel und ein Link zu Amazons MP3-Shop in dem sozialen Netzwerk gepostet.

Auch andere Handykonzerne sind mittlerweile auf den Facebook-Zug aufgesprungen. Im Zuge des Mobile World Congress in Barcelona im Februar wurden mehrere Facebook-Handys vorgestellt. Bald könnte zudem auch von einfachen Handys auf Facebook zugegriffen werden, wie der Kartenspezialist Gemalto angekündigt hat: Dank eines kleines Programms auf der SIM-Karte soll ganz ohne Datenverbindung und teures Smartphone auf der Facebook-Pinnwand gepostet werden können – Basis ist die altbekannte SMS-Technologie. Gemalto will damit vor allem User in Schwellenländern ansprechen, wo es bereits Millionen Handybesitzer gibt.

In der westlichen Welt können sich viele – vor allem junge Menschen – das Leben ohne Facebook nicht mehr vorstellen. Jeder zweite Unter-34-Jährige ruft seine Nachrichten ab, sobald er aufgestanden ist, sagte Lönne. In Österreich will der HTC-Chef der DACH-Region jedenfalls sein Unternehmen bekannter machen und den Marktanteil steigern. Momentan liegt dieser im Smartphone-Bereich bei etwa zehn Prozent.

Von der Krise in Japan ist HTC laut Lönne nicht betroffen. "Japan wirkt sich auf uns nicht aus. Wir haben mit allen Lieferanten gesprochen", sagte er zur APA. Die Chipbranche kämpft mit den Folgen des verheerenden Erdbebens in Japan, denn die Preise für Nand-Halbleiter, die etwa in Smartphones verwendet werden, haben sich seitdem dramatisch erhöht. Auch auf einige Handy- und Computerhersteller wirkt sich die Katastrophe aus, sie müssen mitunter länger auf die Lieferung von Bildschirmen aus Japan warten. HTC-Manager Lönne dazu: "Wir arbeiten mit Qualcomm-Chips." (apa/rnf)

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