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07.02.2011 pte

Platzproblem: Tokios Bürger lassen Bücher scannen

Immer mehr japanische Großstädter stehen vor enormen Platzproblemen, ihre Bücher daheim unterzubringen. Junge Startups haben diesen Umstand zum Anlass für eine Geschäftsidee genommen.

Im Kundenauftrag werden die Bücher gescannt und so auf mobilen Endgeräten elektronisch nutzbar gemacht. Die enorme Nachfrage nach dem Service hat jedoch auch mit dem massiv unterentwickelten E-Book-Markt in Japan zu tun.

Dass die Geschäftsidee auf regen Zuspruch in der Bevölkerung stößt, zeigt sich unter anderem daran, dass bereits 60 Unternehmen Digitalisierungs-Dienstleistungen anbieten. Im Vergleich zu den USA hat Japan in Sachen E-Books noch starkes Nachholpotenzial – ein Grund, warum Private ihre Schmöker digital lesbar machen. Einem Bloomberg-Bericht zufolge leidet Japans E-Book-Markt unter einem starren Preissystem und vieler Unsicherheiten bei den Copyrights.

Hinzu kommen aber auch technische Probleme bei der Darstellung japanischer Schriftzeichen auf den Lesegeräten. Das Geschäft birgt jedoch immenses Wachstumspotenzial. Denn Japans Bücher- und Magazine-Markt ist mit rund 24 Mrd. Dollar Umsatz einer der größten weltweit. Branchenbeobachter wie Toshihiro Takagi vom japanischen Marktforschungsinstitut Impress R&D rechnen wegen des neuen Galaxy Tab mit großem Wachstum.

Aber auch Tablet-Konkurrenten wie Sharp oder Sony stehen in den Startlöchern, dem iPad die Marktführerschaft in diesem Segment streitig zu machen. Branchenanalysten des Tokioter Yano Research Institute gehen davon aus, dass sich der Umsatz mit E-Books durch Tablet-Neuheiten bis 2014 auf umgerechnet rund 1,9 Mrd. Dollar mehr als verdoppelt. Buch-Scan-Anbieter wie Ohki, Denshika oder Scan Honpo wittern Morgenluft.

Die Idee sowie technische Umsetzung ist einfach. Bücher werden Seite für Seite eingescannt und als PDF-Dateien abgespeichert. Diese Daten lassen sich auf allen gängigen Geräten wie dem iPad, iPhone, Amazons-Kindle und Barnes & Nobles Nook lesen. Die Kosten belaufen sich auf 100 Yen pro Buch (1,22 Dollar). Der Markt für quasi selbstgemachte E-Books boomt noch so lange, bis die Verlage Copyright-Probleme gelöst und ein Angebot geschaffen haben. (pte)

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