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09.09.2009 Panagiotis Kolokythas*/Rudolf Felser

Apple-Event: Nur Rock and Roll, dafür mit Steve Jobs

Kein Apple-Tablet, keine Beatles-Songs für iTunes, am Ende nicht einmal eine Kamera für den iPod touch.

It´s only rock and roll, but we like it, hieß es in der Einladung von Apple zum Event am 9. September. Und es war – trotz der wieder einmal wild spekulierenden Anhängerschaft – auch wirklich "nur Rock and Roll". Kein Apple-Tablet (siehe "Apple treibt Entwicklung von Tablet-PC voran"), keine Beatles-Songs für iTunes (siehe auch "Apple: Neue iPods und Beatles in iTunes?"), am Ende nicht einmal eine Kamera für den iPod touch. Die bekam nur der iPod nano. Die weiteren Neuigkeiten rissen kaum jemanden wirklich von seinem Sessel, unter anderem iPhone OS 3.1, iTunes 9 oder mehr Speicher für den touch. Für die Standing Ovations sorgte gleich zu Beginn aber sowieso der Chef persönlich: Steve Jobs ist endgültig wieder da.

Kaum einen hielt es auf den Stühlen. Mit ganz persönlichen Worten eröffnete Jobs das Event und sprach offen von seiner Lebertransplantation vor fünf Monaten. "Ich habe nun die Leber einer Person Mitte Zwanzig, die bei einem Autounfall starb. Ich wäre nicht hier, ohne diese Großzügigkeit. Ich hoffe jeder von uns kann ebenso großzügig sein und ein Organspender werden", sagte Jobs und fügte anschließend hinzu: "Ich stehe nun aufrecht und bin zurück."

Zu Beginn verwies Jobs darauf, dass innerhalb von zwei Jahren über 20 Millionen iPhones verkauft wurden. Außerdem befänden sich mittlerweile 75.000 Applikationen und Spiele im AppStore und es gab bis dato über 1,8 Milliarden Downloads. Wohlgemerkt: Die Updates für einzelne Applikationen nicht mitgerechnet.

IPHONE OS 3.1 UND ITUNES 9 iPod touch- und iPhone-Besitzer dürfen sich ab sofort auf iPhone OS 3.1 freuen. Die Genius-Funktion berücksichtigt künftig nicht nur Musik, sondern auch Applikationen und Spiele im AppStore. Genius merkt sich die Vorlieben des Anwenders und schlägt automatisch AppStore-Inhalte vor, die dem Anwender gefallen könnten. Außerdem erhalten iPhone-Besitzer durch iPhone OS 3.1 zum Start den Zugriff auf über 30.000 Klingeltöne, die jeweils für 1,29 Dollar erhältlich sind – zum jetzigen Zeitpunkt jedoch offenbar nur in den USA.

iTunes ist derzeit in 23 Ländern verfügbar und gehört laut Angaben von Jobs zum größten Musik-Anbieter der Welt. Die rund hundert Millionen iTunes-Nutzer haben bisher über 8,5 Milliarden Songs heruntergeladen. Kein Wunder also, dass Steve Jobs mit sichtlicher Freude iTunes 9 ankündigte, dessen Look leicht überarbeitet wurde.

Neu sind unter anderem die "Genius Mixes". Dabei greift Apple auf die Genius-Daten zurück. Über 27 Millionen Musik-Bibliotheken und über 54 Milliarden Playlists sollen die Anwender bislang in die Genius-Datenbank übertragen haben. Diese Daten nutzt Apple, um über Genius Mixes den Anwendern Playlists mit Liedern anzubieten, die zueinander passen und die der Anwender auch hören will. Außerdem soll es möglich sein, bei der Synchronisiserung von iPod und Computer mehr Einfluss zu üben und beispielsweise nur einzelne Playlists oder die Lieder eines Künstlers zu synchronisieren. Für experimentierfreudige iPhone-User praktisch: Künftig ist es bereits auf dem Rechner via iTunes möglich zu entscheiden, wo welches Icon auf dem Bildschirm vom iPhone oder iPod touch erscheinen soll. Per Drag & Drop wird das App-Icon an die gewünschte Stelle gezogen.

Wer mehr als einen Rechner daheim stehen hat, wird sich vielleicht auch über die Funktion "Home Sharing" freuen: Alle bei iTunes erworbenen Songs, Filme, TV-Serien lassen sich künftig auf bis zu fünf Rechnern in einem Haushalt ansehen bzw. anhören. Sie können alle wechselseitig aufeinander zugreifen, Einkäufe können von jedem Gerät getätigt werden und landen auch in den anderen Medienbibliotheken, verspricht Apple.

Ebenfalls neu ist iTunes LP, die Weiterentwicklung der schon bislang angebotenen "digital covers" und Videos als Bonus beim Kauf eines kompletten Albums. Um dem Trend, dass hauptsächlich einzelne Songs gekauft werden, entgegenzuwirken, wird das Bonusmaterial jetzt in ein interaktives Menü gebettet – ähnlich dem "Look & Feel" einer Bonus-DVD bei Filmen. Auch die Spielfilme werden teilweise nicht mehr "nackt" verkauft, sondern mit den von Spielfilm-DVDs bekannten Menüs, Extras und/oder Special Features.

BEWÄHRTE STRATEGIE: MEHR SPEICHER ZUM ALTEN PREIS Nicht nur das iPhone ist für Apple eine Erfolgsstory, sondern auch das iPod konnte sich bisher - so Apple - mehr als 220 Millionen Male verkaufen. Besonders hoher Beliebtheit bei den Besitzern erfreut sich der iPod touch, von dem Apple bisher 20 Millionen Stück verkauft hat. Beim Gaming macht er sogar immer mehr den mobilen Konsolen Sony PSP und Nintendo DS Konkurrenz.

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