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08.11.2009 Malte Jeschke*

Ratgeber: Das richtige Notebook

Das Angebot an Notebooks ist inzwischen so vielfältig wie nie zuvor. Das gilt sowohl für Formfaktoren als auch für Ausstattungsmerkmale.

Der Einstiegspreis für professionell nutzbare Notebooks liegt inzwischen knapp über dem für die beliebten Netbooks. Dennoch bringt ein Business-Notebook für unter 500 Euro häufig längst nicht alle Funktionalitäten und Qualitätsmerkmale mit, die ein professionelles Gerät eigentlich aufweisen müsste. Für den einen oder anderen Einsatzzweck, etwa für Einzelunternehmer oder als immobiler Desktop-Ersatz, mögen diese Geräte dennoch genügen.

Die erfolgreichen Netbooks haben für Bewegung auf dem Markt für mobile Systeme gesorgt. Zwar sind die Geräte selbst meist nicht im vollständig professionellen Einsatz, haben jedoch für Einfluss auf dem Markt für leichte Mobilrechner gesorgt. Insbesondere die Klasse der bislang meist relativ hochpreisigen Subnotebooks hat sich deutlich verändert. So sind inzwischen auch vollständig business-taugliche Geräte in attraktiven Form- und Gewichtsfaktoren für dreistellige Euro-Summen zu bekommen, was noch 2008 beinahe undenkbar gewesen wäre. So ist das Angebot in allen Notebook-Größen mittlerweile sehr üppig. Der wichtigste Faktor zur Auswahl des Gerätes bestimmt sich meist aus dem anvisierten Einsatzzweck. Wer nur zwischen Home Office und Firmenbüro pendelt, ist wahrscheinlich mit einem 15-Zoll-Gerät gut bedient. Vielreisende kommen da eher bei den leichten 12- und 13-Zoll-Notebooks auf ihre Kosten. Nachfolgend finden Sie einige Entscheidungshilfen für die wichtigsten Ausstattungsmerkmale.

DISPLAY UND GRAFIK Inzwischen hat sich auch bei Business-Geräten weitgehend das Display-Format mit einem Seitenverhältnis von 16:10 durchgesetzt. Die üblichen Diagonalen reichen bei professionellen Notebooks von 11,6-Zoll- bis 15,6-Zoll. Diese beiden Größen sind bislang aber eher eine Randerscheinung und arbeiten mit einem Seitenverhältnis von 16:9. Dies ist eher eine im Consumer-Umfeld anzutreffende Größe. Bei den reisefreundlichen 13,3- und 14,1-Zoll-Displays haben sich 1280 x 800 beziehungsweise 1440 x 900 als Auflösungen etabliert. Damit arbeitet man mit einer Zeilenauflösung von rund 113 beziehungsweise etwa 120 dpi ganz angenehm. Damit sich unterwegs wirklich arbeiten lässt, ist eine ordentliche Entspiegelung, sprich ein mattes Display, unabdingbar. Nahezu alle namhaften Hersteller von Business-Notebooks bieten ihre Geräte entsprechend mit „nicht glänzenden“ Anzeigen an. Einzelkäufer in Verbrauchermärkten werden sich schwertun, entsprechende Exemplare zu finden, selbst wenn die sonstige Ausstattung unter Umständen den Einsatzzwecken genügen würde.

Business-Notebooks sind inzwischen häufig mit Displays erhältlich, die mit einer LED-Hintergrundbeleuchtung arbeiten. Das ist zwar per se noch kein Garant für ein besseres Display, die Erfahrung zeigt allerdings, dass dies häufig zwei Vorteile mit sich bringt. Zum einen wird in der Regel eine höhere Helligkeit erreicht, bis zu 300 cd/qm sind längst keine Ausnahme mehr. Bei entsprechendem Kontrastverhältnis kann man damit deutlich einfacher bei entsprechendem Umgebungslicht, sprich im Freien, arbeiten. Zum anderen ist es bei Anzeigeeinheiten mit LED-Backlight häufig deutlich besser um die Gleichmäßigkeit der Ausleuchtung bestellt als bei den traditionell beleuchteten Displays.

Apropos Helligkeit und Anpassung: Viele Notebooks verfügen inzwischen über einen Sensor, der die Bildschirmhelligkeit an das Umgebungslicht anpasst. Allerdings unterschieden sich derlei Lösungen in der Ausführung. Bei Testgeräten, die keinerlei Einfluss auf den Grad der Helligkeit im Verhältnis zum Umgebungslicht erlauben, muss man dennoch häufig nachregeln, um zur gewünschten Anzeige zu kommen. Dies hat zur Folge, dass die Funktionalität vom Anwender häufig deaktiviert wird. Besser sind da Lösungen, die sich individuell anpassen lassen.

Eine Modeerscheinung, die ebenfalls aus dem Endverbraucherumfeld stammt, ist der Verzicht auf eine ordentliche Displayverriegelung. Das ist zwar schick und erleichtert manchmal auch das Öffnen des Deckels, birgt aber bei Vielreisenden die Gefahr, dass sich doch einmal ein Gegenstand zwischen Display und Gehäuse hineinverirrt.

Ob das Display von einer integrierten Chipsatzgrafik oder einer diskreten Grafik angesteuert wird, hat neben der Grafikleistung auch Einfluss auf die Laufzeit. Anders als früher muss man sich gegebenenfalls aber nicht so eindeutig entscheiden. Inzwischen sind sogenannte Hybridlösungen bei Business-Notebooks verfügbar, bei denen man je nach Einsatz zwischen diskreter und integrierter Grafik umschalten kann. Für das Gros der Business-Anwender dürfte jedoch nach wie vor die Chipsatzgrafik vollauf genügen.

AUSSTATTUNG Von extremen Konfigurationen für bestimmte Niedrigpreispunkte einmal abgesehen, gibt es meist wenig an der Basisausstattung der Business-Notebooks zu mäkeln. Das gilt insbesondere für Arbeitsspeicher und Festplattengrößen. Ob Solid State Disk oder traditionelle Festplatte ist schlussendlich wirklich eine Frage des Budgets, der Aufpreis ist noch immer ganz beträchtlich. Dennoch sind bei Solid State Disks (SSD) die Performance-Unterschiede so gravierend wie die Preisunterschiede. Welche sich empfehlen, verrät Ihnen die SSD-Kaufberatung: Die besten Solid State Disks.

Die Zahl der vorhandenen USB-Ports skaliert meist mit dem Formfaktor des Notebooks. Kleinere Geräte müssen schon mal mit zwei USB-Ports auskommen, bei 15-Zöllern sind durchaus auch vier Ports vorhanden. Bei aktuellen Intel-Plattformen sollte man darauf achten, dass einer der Ports als kombinierter eSATA-Anschluss ausgeführt ist, dann lassen sich entsprechende externe Massenspeicher daran betreiben. Gerade im preiswerten Segment wird gerne auf eSATA verzichtet. Die Anordnung der USB-Anschlüsse kann im Alltag durchaus von Bedeutung sein. Sind die Ports in flachen Notebooks vertikal angeordnet, lassen sich viele breitere USB-Lösungen, wie etwa UMTS-Sticks, nur per Verlängerung betreiben. Je nachdem, wie die USB-Ports um das optische Laufwerk angeordnet sind, kann die offene Laufwerksschublade mit entsprechend angeschlossenen Kabeln kollidieren.

Wer wirkliche Modularität schätzt, wird auf eine UMTS-Lösung nicht verzichten wollen. Die Hersteller von Business-Notebooks bieten meist interne Lösungen als Option an. Die SIM-Karte verschwindet dann meist in einem Steckplatz hinter dem Akku – eine deutlich komfortablere Lösung als das Hantieren mit einem UMTS-Stick. Dennoch sind diese eine wohlfeile Alternative. Bluetooth kann ebenfalls eine sinnvolle Erweiterung sein, etwa um das Mobiltelefon anzubinden. Meist ist auch dies gegen Aufpreis verfügbar.

Externe Anzeigeeinheiten werden bei Business-Notebooks noch meist traditionell per VGA-Anschluss angesteuert. Erst bei aktuellen Neuerscheinungen ist hier und dort bereits DisplayPort anzutreffen. Wo im Consumer-Umfeld HDMI zum Einsatz kommt, findet sich bei professionellen Notebooks eher DisplayPort. Gerade bei den flachen Geräten im preiswerten Segment wird zunehmend auf ein internes optisches Laufwerk verzichtet. Ob das für einen persönlich wirklich von Bedeutung ist, muss man selbst ausprobieren, indem man beispielsweise das tatsächliche aktuelle Nutzungsverhalten mal protokolliert. Inzwischen dürfte für viele ein externes Laufwerk im Büro genügen.

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