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15.12.2009 Gaby Salvisberg*

Die 10 schlimmsten PC-Nervensägen meistern

Manche PC-Ärgernisse tauchen immer wieder auf und verschonen niemanden. Wir nennen Ihnen die Sofort-Lösungen zu den zehn nervigsten Computerproblemen.

Wer kennt sie nicht, die Dauerbrenner unter den PC-Nervensägen? Volle Festplatten, eine unschöne Darstellung am Bildschirm oder verlorene Produktschlüssel. Sie ärgern jeden, kostet während der Arbeit kostbare Zeit und scheinen sich nicht ausmerzen zu lassen. Wir liefern Tipps, wie Sie die zehn schlimmsten PC-Nervtöter loswerden – damit Sie künftig entspannt und effizient an Ihrem Computer arbeiten können.

PRODUKTSCHLÜSSEL FEHLT Sie wollen Ihren PC neu aufsetzen, doch Sie wissen nicht mehr, welche Produktschlüssel (Product Keys) Sie für Windows und Office verwendet haben. Dafür gibt es eine ganz legale Methode: Greifen Sie vor der Neuinstallation zum Gratisprogramm SIW. Unter Licenses finden Sie die Produktschlüssel Ihrer installierten Windows und MS-Office-Versionen.

LAUFWERK C: IST VOLL Ihre Musik- und Videosammlung ist längst auf ein separates Laufwerk umgezogen. Nicht benötigte Programme haben Sie via Systemsteuerung/Software beziehungsweise Programme und Funktionen deinstalliert. Sogar eine PC-Reinigung haben Sie per Rechtsklick auf das Laufwerk C: sowie Eigenschaften/Allgemein/Bereinigen durchgeführt. Trotzdem schrumpft der freie Platz auf dem Systemlaufwerk C: zusehends.

Was viele Anwender nicht wissen: Windows XP und Vista bunkern mehrere Gigabyte an automatisch gesicherten Daten in einem versteckten Ordner. Wenn der Platz auf der Festplatte zu knapp wird, sollten Sie diesen Systemwiederherstellungsspeicher eindämmen:

* Windows XP: Nach dem Rechtsklick auf Arbeitsplatz öffnen Sie die Eigenschaften und wechseln zu Systemwiederherstellung. Gehören Sie zu den Nutzern, die ihre System- und Daten- Backups äußerst gewissenhaft mit Programmen wie Acronis TrueImage oder Norton Ghost machen? Dann könnten Sie ganz auf diese Windows-Funktion verzichten. Setzen Sie ein Häkchen bei "Systemwiederherstellung auf allen Laufwerken deaktivieren". Ab sofort müssen Sie sich aber hundertprozentig auf sich selbst und Ihre Backup-Software verlassen.

Wollen Sie hingegen nur den Speicherhunger der Funktion zügeln, klicken Sie das Laufwerk C: an und gehen zu Einstellungen. Ziehen Sie den Schieberegler nach links und verringern Sie die Größe auf etwa 2 GB. Jetzt werden nur noch die neuesten Wiederherstellungspunkte gespeichert.

* Windows Vista: Klicken Sie mit Rechts auf Computer und öffnen Sie in den Eigenschaften den Computerschutz. Falls Sie die Systemwiederherstellung fürs Laufwerk C: ganz abschalten wollen, entfernen Sie das Häkchen vor "Lokaler Datenträger (C:)". Bestätigen Sie die Rückfrage mit OK. Auch unter Vista empfehlen wir das nur, wenn Sie regelmäßig Daten- und System-Backups erstellen.

In Windows Vista lässt sich die Kapazität für die Wiederherstellungsdateien nur in einem Konsolenfenster ändern. Klicken Sie unten links auf den Vista-Knopf und tippen Sie cmd.exe ein. Sobald der entsprechende Eintrag im Startmenü erscheint, wählen Sie ihn mit Rechts und danach Als Administrator ausführen.

Geben Sie im Konsolenfenster vssadmin list shadowstorage ein, gefolgt von der Enter-Taste. "Max. Schattenkopie-Speicherbereich" B zeigt, auf wie viel der Platzbedarf anwachsen kann, bevor Vista die älteren Wiederherstellungspunkte löscht. Der Punkt "Zugewiesener Schattenkopie-Speicherbereich" C ist der Platz auf der Festplatte, der durch diese Daten belegt wird. Soll das System nur 2 GB verwenden, geben Sie Folgendes ein D: vssadmin resize shadowstorage /for=c: /on=c: /maxsize=2GB .

Damit werden alle bisherigen Wiederherstellungspunkte entfernt. Wenn Vista neue erstellt, löscht es die älteren, damit die 2-GB-Grenze nicht überschritten wird.

DATEI IST ZU GROSS Auf Ihre externe Festplatte wollen Sie eine große Datei ablegen, zum Beispiel ein Video. Obwohl etliche GB frei sind, meldet Windows hartnäckig einen Fehler: "Nicht genügend Speicherplatz auf dem Datenträger". Der Grund: Externe Festplatten sind oft mit dem Windows-Dateisystem FAT32 formatiert, das nur Dateien von maximal 4 GB akzeptiert. Wenn Sie die Harddisk ins neuere und bessere Dateisystem NTFS konvertieren, fällt diese Größenbeschränkung weg.

Melden Sie sich in Windows XP mit Administratorrechten an, gehen Sie zu Start/Ausführen, tippen Sie cmd ein und drücken Sie Enter. Unter Vista klicken Sie unten links auf den runden Startknopf und geben cmd.exe ein. Im Startmenü erscheint cmd.exe, das Sie mit Rechts anklicken und Als Administrator ausführen. Stecken Sie die betroffene USB-Platte ein und machen Sie via Arbeitsplatz bzw. Computer Ihren Laufwerksbuchstaben ausfindig. In unserem Beispiel ist es E:. Daneben steht die Bezeichnung der Platte, merken Sie sich auch diesen Namen (beispielsweise VOLUME). Schließen Sie alle Programme und Explorer-Fenster, die auf die Platte zugreifen. Tippen Sie nun folgenden Befehl ein: convert e: /FS:NTFS /NoSecurity Dank des Schalters /NoSecurity verzichtet Windows auf beschränkende Zugriffsrechte.

Jedes Benutzerkonto darf auf dem Laufwerk E: alles lesen, verändern und löschen. Bei externen Festplatten, die an verschiedenen PCs genutzt werden, ist das meistens so gewünscht. Wenn Sie /NoSecurity weglassen, dürfen die eingeschränkten Benutzerkonten im Wurzelverzeichnis (direkt in E:) keine Dateien erstellen, sondern nur Verzeichnisse. Zudem haben sie nur auf die selbst erstellten Verzeichnisse und die enthaltenen Daten Zugriff.

Drücken Sie nun Enter. Jetzt fordert Windows Sie auf, eine Bezeichnung für das Laufwerk einzugeben. Tippen Sie diese ein (z.B. VOLUME) B und drücken Sie nochmals Enter. Jetzt startet die Konvertierung. Dabei sollten keine Daten verloren gehen. Windows merkt übrigens, falls noch ein anderer Prozess auf das Laufwerk zugreift. In diesem Fall schlägt es vor, die Partition beim nächsten PC-Start umzuwandeln. Das dürfen Sie mit J für Ja bestätigen – Windows holt die Umwandlung beim nächsten Start nach. Ein Konvertieren in die umgekehrte Richtung ist mit Windows-Mitteln nicht möglich. Falls Sie die Platte auch an PCs mit Windows 98/Me oder an Mac-Rechnern anstöpseln möchten, müssen Sie diese in FAT32 belassen. Die drei Systeme unterstützen keine NTFS-Partitionen.

FALSCH VERBUNDEN Wenn Sie Dateien doppelt anklicken, öffnen sich diese plötzlich im falschen Programm. Die Lösung: Machen Sie einen Rechtsklick auf eine der betroffenen Dateien. Falls im Kontextmenü der Befehl Öffnen mit fehlt, versuchen Sie es noch einmal mit gedrückter Shift-Taste. Klicken Sie auf Öffnen mit und wählen Sie in der Liste der Anwendungen die gewünschte aus. Aktivieren Sie die Option "Dateityp immer mit dem ausgewählten Programm öffnen". Handelt es sich gleich um mehrere falsch zugewiesene Dateitypen? Starten Sie in diesem Fall das gewünschte Programm manuell. In einem Menü wie Extras/Einstellungen finden Sie oft einen Bereich für "Dateitypzuordnung" oder "Zuordnungseinstellungen". Darin haken Sie jeweils die gewünschten Dateitypen an.

Sofern Sie unter Windows XP mit Administratorrechten eingeloggt sind, lohnt sich im Startmenü meist auch ein Blick auf Programmzugriff und -standard. Dort bestimmen Sie via "Benutzerdefiniert", ob Sie etwa beim Instant Messenger oder Webbrowser die Microsoft-eigenen Programme oder Alternativen verwenden wollen. Unter Windows Vista ist das – auch ohne Administratorrechte – noch etwas einfacher. Öffnen Sie Systemsteuerung/Programme und darin Standardprogramme festlegen. Hier bestimmen Sie alles nach Wunsch.

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