Flexibel und mobil im Alltag: Die Wahl des richtigen Endgeräts orientiert sich am Bedarf Detail - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


16.12.2009 Moritz Jäger*

Flexibel und mobil im Alltag: Die Wahl des richtigen Endgeräts orientiert sich am Bedarf

Nicht jedes mobile Endgerät ist für jeden Benutzer und alle Anwendungen geeignet. Die Wahl des passenden mobilen Begleiters sollte nicht leichtfertig getroffen werden.

Notebook, Smartphone, Netbook, Rugged PDA – mobile Geräte haben einen festen Platz in der Arbeitswelt. Die Bezeichnungen für diese Hilfsmittel sind vielfältig, ebenso ihre Einsatzmöglichkeiten. Ohne die tragbaren Geräte ist der Arbeitsalltag in den meisten Berufen kaum noch vorstellbar. Zwar lassen sich die meisten mobilen Rechner mittlerweile für nahezu jeden Zweck ausrüsten, allerdings gibt es für jeden Formfaktor einige Bereiche, in denen er sich besonders bewährt.

Im folgenden Text nennen wir Ihnen die wichtigsten Merkmale der verschiedenen Kategorien sowie wesentliche Vor- und Nachteile bei unterschieldichen Anwendungen.

PDA – ROBUST MIT BEWÄHRTER TECHNIK Noch vor einigen Jahren waren PDA allgegenwärtig – inzwischen haben sie Smartphones aber zum größten Teil verdrängt. PDA sind mobile Geräte, oft mit einem berührungssensitiven Bildschirm, über den sie gesteuert wird. Anders als Smartphones haben sie meist kein Mobilfunkmodem, verfügen allerdings zum größten Teil über WLAN, Bluetooth oder Infrarot. Eine weit verbreitete Alternative sind die Ruggedized PDA. Diese verfügen über ein stabileres Gehäuse, sind gegen Feuchtigkeit, Stürze, Staub und Stöße besonders geschützt.

Klassische Anwendungsgebiete sind beispielsweise die Lagerverwaltung, der Medizinbereich oder Terminals für Lieferdienste. PDA haben zwar mittlerweile viel Marktanteil eingebüßt, haben aber einen großen Vorteil: Die Entwickler und Designer müssen sich nicht an aktuelle Designs halten, daher bieten die Geräte oftmals bewährte Technologie und zahlreiche Anschlüsse für zusätzliche Geräte wie Barcode- oder RFID-Scanner. Bei den Betriebssystemen dominiert Windows Mobile, allerdings gibt es hier noch teilweise Eigenentwicklungen der Hersteller.

SMARTPHONES – ALLESKÖNNER FÜR UNTERWEGS Smartphones sind wohl die mobilen Geräte mit der größten Verbreitung. Der Begriff selbst ist nicht definiert, allerdings versteht man darunter oftmals Mobiltelefone, die über ein mehr oder weniger offenes Betriebssystem verfügen, sich also mit Anwendungen erweitern lassen. Smartphones bieten außerdem fortschrittliche Funktionen, etwa E-Mail, einen Internet-Browser, VoIP (Voice over IP) und ausgereifte Multimedia-Fähigkeiten. Ein Touchscreen ist keine Voraussetzung, zahlreiche Smartphones werden per Tastatur gesteuert. Beispiele für moderne Vertreter dieser Art sind der BlackBerry Bold, der Palm Pre, das Apple iPhone, das Nokia E72 und das HTC G1 mit Android-Betriebssystem.

Die meisten Smartphones bieten dieselben Funktionen und Fähigkeiten wie PDA, integrieren also Dienste wie eine Kontaktverwaltung, Kalender und Aufgabenplanung. Darüber hinaus stellen moderne Geräte neben der Telefonfunktion oft Features wie GPS, einen digitalen Kompass, UMTS/HSDPA-Modem und eine Kamera zur Verfügung. Der Vorteil von Smartphones gegenüber so genannten Feature-Phones (Multimedia-Handys, meistens ohne Qwertz-Tastatur) ist ihre Integrationsfähigkeit in die Unternehmens-Infrastruktur. Die häufigste Anwendung dafür ist der Zugriff auf Firmen-E-Mails. Darüber hinaus unterstützen die meisten Geräte auch den Zugang zum CRM-System, zudem binden sie die Nutzer in firmeninterne Workflows ein, um sich etwa Einkäufe und Urlaubstage genehmigen zu lassen.

Für die internen IT-Administratoren ist die Verwaltung der Geräte wichtig. Ein zentrales Management erlaubt das Ausrollen und Pflegen von Programmen auf den Smartphones, die Sicherung von Daten und Löschung von Inhalten, falls das Gerät abhanden kommt. Im Unternehmensumfeld haben sich vor allem Lösungen mit den Betriebssystemen Windows Mobile, BlackBerry OS und Symbian etabliert. Geräte wie Apples iPhone und der Palm Pre gewinnen in diesem lukrativen Geschäft zwar Marktanteile. Allerdings können diese Alternativen in der zentralen Verwaltung und Wartung noch nicht mit den Möglichkeiten der Platzhirsche konkurrieren.

NETBOOKS: KLEIN, LEICHT UND SCHWACHBRÜSTIG Die kleinen Netbooks haben einen Überraschungsstart hingelegt. Wurden sie anfangs von Analysten noch als unnütze Spielzeuge verlacht, verkaufen sich die Geräte mittlerweile sehr gut. Das liegt daran, dass sie eine sehr begrenzte Nische gut ausfüllen. Vom Formfaktor sind sie kleiner oder vergleichbar groß mit dem Subnotebook. Allerdings sind sowohl Systemleistung als auch der Preis meist deutlich geringer. Netbooks eigenen sich wunderbar für den Einsatz als moderne Schreibmaschinen oder als Internet-Terminals. Unterwegs punkten sie durch eine hohe Akkulaufzeit, geringes Gewicht und angenehme Größe.

Die schwachbrüstige Hardware macht sich aber vor allem dann bemerkbar, wenn mehrere Programme gleichzeitig oder aufwendigere Anwendungen gestartet werden. Auch Displaygröße und Auflösung kann oft nicht mit den hochpreisigen Subnotebooks mithalten. Daneben verzichten Netbooks oft auf Einschübe für PC-Karten, optische Laufwerke und Anschlüsse wie DVI oder HDMI. Bei den Betriebssystemen unterscheiden sich Netbooks nicht von Notebooks, hier lassen sich gängige Windows- und Linux-Betriebssysteme installieren. Das bedeutet aber auch, dass für Netbooks die gleichen Sicherheitsbeschränkungen gelten müssen, dass sie genauso wichtige Daten enthalten können wie Notebooks und genauso als Einfallstor für Hacker und Malware dienen können.

NOTEBOOKS – DAS DIGITALE BÜRO IN DER TASCHE Die Notebook-Preise fallen seit Jahren, immer häufiger ersetzen sie die normalen Desktop-Computer. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Geräte sind sowohl im Büro als auch auf Reisen einsetzbar, benötigen wenig Platz und erlauben flexible Arbeitsplatzkonzepte. Notebooks lassen sich grob in die Kategorien Subnotebook, Desktop-Ersatz und mobile Workstation einteilen.

Subnotebooks zeichnen vor allem durch ein geringes Gewicht aus, moderne Geräte liegen oftmals unter 1,5 Kilogramm. Dafür müssen Nutzer Abstriche bei der Ausstattung machen. Oftmals haben diese Geräte kleinere Displays, weniger Anschlüsse und verzichten auf ein optisches Laufwerk. Preislich sind diese Geräte allerdings oftmals in den oberen Regionen angesiedelt.

Die Klasse der Desktop-Ersatz-Notebooks besitzt mittlerweile den größten Marktanteil. Sie reichen von relativ günstigen Geräten, die im Discounter vertrieben werden, bis hin zu den hochpreisigen Apple-Geräten. Die Notebooks sind dafür konzipiert, den normalen PC zu ersetzen.

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.

Zum Thema


Hosted by:    Security Monitoring by: