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26.01.2010 Gaby Salvisberg*

So lösen Sie typische Software-Probleme

Ihr Büro-Rechner streikt, nachdem Sie neue Software installiert haben? Windows reagiert plötzlich nur noch schleppend auf Ihre Anweisungen? Mit unseren Tipps beseitigen Sie typische Software-Probleme und machen Ihrem PC Beine.

Programm herunterladen, installieren, fertig! So einfach sollte das Installieren einer Anwendung sein. Und doch scheitert es immer wieder an Fehlermeldungen oder Abstürzen. Sogar wenn die Installation geklappt hat, stellen sich manche Programme – so auch der aktuelle Internet Explorer 8 – aus heiterem Himmel quer. Mit ein paar einfachen, aber effizienten Maßnahmen verhindern Sie solchen Software-Frust im Vorfeld.

Vor der Installation Software ist immer auch von Hardware und anderen Anwendungen abhängig. Folgende Tipps helfen, dass künftig die Programminstallation möglichst problemlos über die Bühne geht.

Was brauche ich? Software-Hersteller erwähnen auf der Programmverpackung oder Download-Webseite, was zum Betrieb alles benötigt wird. Konsultieren Sie diese Systemanforderungen immer schon vor dem Kauf beziehungsweise spätestens vor der Installation. Am wichtigsten sind die unterstützten Betriebssysteme und Service Packs.

Ein Sonderfall sind Rechner mit 64-Bit-Architektur: Auch wenn deren Unterstützung nicht explizit erwähnt ist, könnte eine für 32-Bit-Systeme geschriebene Software trotzdem laufen. Hier gilt schlicht: Probieren geht über Studieren. Achten Sie auch auf erforderliche Laufzeitumgebungen (engl. Runtimes). Frühers waren das meist VisualBasic-Runtimes, heute ist es in der Regel das .Net-Framework von Microsoft oder die Java Runtime Environment von Sun, die für viele Anwendungen benötigt werden.

Stichwort: 64-Bit-Architektur Prozessoren mit 64-Bit-Architektur können mehr Speicher adressieren als solche mit 32 Bit. Dadurch sind sie in der Lage, mehr Daten aufs Mal zu verarbeiten. Dies wirkt sich besonders bei Anwendungen aus, die eine hohe Grafik- und Rechenleistung erfordern. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, viel mehr Arbeitsspeicher einzusetzen.

Ihr System muss darüber hinaus verschiedene Hardware-Voraussetzungen erfüllen. Dazu gehören sicher genügend freier Festplattenplatz und ausreichend Arbeitsspeicher (RAM). Je nach Software nennt der Hersteller auch notwendige Mindestwerte für den Internetanschluss und Komponenten wie Grafikkarte oder Prozessor.

LEISTUNGSFRESSER GAMES Computerspiele haben auf Arbeitsrechnern in der Regel nichts zu suchen. Gerade auf dem Arbeitsrechner in den eigenen vier Wänden respektive auf dem Home Office-PC installiert so machner Nutzer aber halt doch ein Spiel, um sich manchmal die Zeit zu vertreiben. Das kann dann ein böses Erwachen geben: Aktuelle Computerspiele fordern den PCs am meisten ab. Besonders von Grafikkarten werden Höchstleistungen erwartet. Darum muss deren Treiber-Software immer aktuell sein.

Falls Sie den Typ Ihrer Grafikkarte nicht kennen, hilft das kostenlose Programm SIW, Screen 2. Besorgen Sie sich anschließend auf der Webseite des Grafikkartenherstellers den neuesten Treiber für Ihre Karte.

Viele Computerspiele sind zudem auf eine bestimmte Version von DirectX angewiesen. Das ist eine Software-Schnittstelle von Microsoft für grafik- und soundlastige Anwendungen. Mindestens DirectX 9.0c muss es heute sein. Das Problem: Wenn Ihre Grafikkarte nicht kompatibel mit der geforderten DirectX-Version ist, stehen Sie auf verlorenem Posten. Die neuesten Fassungen 10 und 10.1 sowie das ganz aktuelle 11 können Sie außerdem nur unter Windows Vista beziehungsweise Windows 7 installieren. Probleme mit der Grafikkarte sorgen teilweise auch an anderer Stelle für Ärger, etwa wenn Ihr PC ein schwaches Netzteil hat. Windows startet nämlich einfach neu, wenn es zu wenig Saft für die Grafikkarte bekommt.

Lästiger Administratorenzwang Dass Sie zur Installation einer Software ein Benutzerkonto mit Administratorrechten benötigen, ist logisch und vernünftig. Beim Gebrauch des Programms muss aber ein eingeschränktes Konto reichen. Leider gibt es immer noch einige Programmierer, die sich nicht um diese Windows-Grundregel scheren. Falls Sie auf eine solche Software nicht verzichten können, melden Sie sich vor dem Nutzen als Administrator an. Manchmal ist unter Windows Vista noch ein Rechtsklick aufs Programmsymbol und die Wahl von Als Administrator ausführen erforderlich.

Hardware-Macken Eine Software kann nicht stabil laufen, wenn die Hardware oder das installierte Betriebssystem Probleme macht. Die häufigsten Ursachen sind defekte oder schlecht eingesteckte RAM-Bausteine, volle oder kaputte Festplatten, zwei gleichzeitig laufende Virenscanner oder ein Schädlingsbefall. Achten Sie also unbedingt auch darauf, dass Hardware und Betriebssystem einwandfrei funktionieren.

Erste Software-Hilfe Oft hapert es bereits bei der Installation einer bestimmten Anwendung; sie bricht mit einer unverständlichen Fehlermeldung ab. Oder Programme wollen trotz gelungener Installation nicht so, wie sie sollten. Unsere Tipps helfen gegen den Software-Kater.

FEHLENDE SCHREIBRECHTE Windows meldet Ihnen bei der Installation einer Anwendung, Sie hätten keine Schreibrechte im Programme-Ordner. Der Grund: Sie haben sich mit einem eingeschränkten Benutzerkonto angemeldet. Für die Installation von Software brauchen Sie jedoch zwingend ein Benutzerkonto mit Administratorrechten.

Melden Sie sich am besten mit jenem Konto an, das bei der Inbetriebnahme des PCs zuerst erstellt wurde. Standardmäßig ist dieses ein Administratorkonto. Mit diesem führt Windows XP die Installationsdatei nach dem Doppelklick automatisch mit Administratorrechten aus. Unter Vista klicken Sie mit Rechts auf die Datei und wählen Als Administrator ausführen.

Keine zulässige Win32-Anwendung Obwohl Sie die richtige Programmversion für Ihr Betriebssystem heruntergeladen haben, erscheint beim Ausführen der Installationsdatei eine Fehlermeldung: "Dies ist keine zulässige Win32-Anwendung". Falls nicht ein Virus dahintersteckt, ist die Ursache trivial: Die Datei wurde wahrscheinlich beim Download beschädigt. Löschen Sie das File und laden Sie es nochmals herunter. Oder haben Sie die Datei auf einer CD? In diesem Fall hilft es manchmal, die Datei auf die Festplatte zu kopieren und dort zu starten.

Keine IE-Installation möglich Die nachträgliche Installation des Internet Explorer 8 (IE8) will partout nicht klappen. Von Windows erfahren Sie kein Sterbenswort über die Ursache. Was schon beim IE7 galt, trifft teils auch beim IE8 zu: Ein anderes Programm (meistens der Adobe Reader) funkt Ihnen drein, indem es die Rechte an bestimmten Systemeinträgen ändert. Microsoft bietet unter support.microsoft.com/kb/949220/de mögliche Lösungen an. Dort gibt es auch ein Programm, welches das Problem aus der Welt schafft. Alternativ deinstallieren Sie den Adobe Reader und starten den PC neu. Nun sollte die Installation des IE8 klappen. Nach einem weiteren Neustart spielen Sie den Adobe Reader wieder auf. Laden Sie hierfür gleich die aktuellste Version herunter. Führen Sie danach ein Update des Programms durch (Hilfe/Nach Updates suchen). Öffnen Sie zudem das Menü Bearbeiten/Voreinstellungen und deaktivieren Sie JavaScript. Das schließt im Adobe Reader eines der Haupteinfallstore von Schädlingen.

Stichwort: JavaScript Scripts enthalten eine Abfolge von Anweisungen an ein bestimmtes Programm oder an das Betriebssystem. Script-Sprachen wie beispielsweise JavaScript werden oft eingesetzt, um Internetseiten interaktiv zu gestalten.

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