CES serviert die Trends 2010 auf dem Silbertablett Detail - Computerwelt

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27.01.2010 Alex Wolschann

CES serviert die Trends 2010 auf dem Silbertablett

Der neue Hoffnungsträger der PC-Industrie ist nach der Consumer Electronic Show ganz eindeutig der Tablet-PC. Das Konzept, das alles andere als neu ist, soll 2010 richtig durchstarten. Helfen könnte der stärker werdende Trend zu Touch-Produkten.

Die Hersteller hoffen, dieses Jahr mit neuen Produkten und Technologien weltweit fast 500 Milliarden Euro umzusetzen. Nach Angaben des amerikanischen Branchenverbands hat die CES mehr als 20.000 neue Entwicklungen präsentiert – so viele wie noch nie. Der größte Hoffnungsträger für die PC-Industrie ist hier der Tablet-PC. Fast ale namhaften Hersteller haben in Las Vegas Prototypen präsentiert oder Geräte in Aussicht gestellt. Live zu begutachten gab es beispielsweise das IdeaPad U1 von Lenovo, das ein Tablet-PC und ein Notebook in einem sein soll. Der Multitouch-Bildschirm von 11.6-Zoll soll sich abnehmen lassen, was das Notebook in einen Tablet verwandelt. Damit der Nutzer einfach und flexibel zwischen beiden Geräten wählen kann, sind beide PC mit eigenen Prozessoren und Betriebssystemen ausgestattet. Ebenfalls verfügen beide über separate Akkus und UMTS. Die beiden PC lassen sich zu einem verbinden und als ein Notebook verwenden. Dadurch wird die Leistung anhand zweier CPU gesteigert und die Akkuleistung wird ebenfalls maximiert.

Microsoft, das durch den Launch von Windows 7 den Markt für Tablet-PC geebnet hat, präsentierte gemeinsam mit HP das Slate, ebenfalls ein Tablet-PC, der die neuen Funktionen von Windows 7 besonders gut nutzen soll. Auf ihm läuft eine angepasste Version der Amazon-Kindle-Software, erscheinen soll er Mitte 2010 und kosten weniger als 500 US-Dollar. In aller Munde waren aber wieder einal die Marketingprofis von Apple. Gerüchte über einen Tablet-PC der iPhone-Erfinder macht schon so lange die Runde, dass auch in Las Vegas am öftesten der Name Apple gefallen ist, obwohl eine etwaige Ankündigung erst für Ende Jänner geplant ist.

KONKURRENZ FÜR AMAZON Erstmals wurde auf der CES der Skiff-Reader vorgestellt, dessen Display mit 11,5 Zoll doppelt so groß ist wie die Bildschirme von Konkurrenz-Modellen. Das Display aus dünnem Metall ist biegbar und basiert auf einer neuartigen Technik. Hersteller Samsung stellte auf der Messe die Lesegeräte E6 und E101 vor. Nutzer können auf deren Bildschirm mit einem elektromagnetischen Stift Notizen machen, Lesestoff können sie bei Google Books herunterladen. Das Gerät konkurriert unter anderem mit dem Kindle von Amazon, der jetzt in 100 Ländern weltweit zu kaufen ist und sich in den USA bereits großer Beliebtheit erfreut.

NACH HD NUN 3D Neben der PC-Industrie und ihrem neuen Liebkind Tablet-PC soll auch die Unterhaltungselektronik 2010 auf ihre Kosten kommen: Nachdem das Geschäft mit Flachbildfernsehern in den vergangenen Jahren die Kassen zum Klingeln gebracht hat, soll nun 3D-Fernsehen für einen ähnlichen Hype sorgen. Nicht zuletzt ist der Fernsehmarkt für rund 60 Prozent der Umsätze in der Consumer-Electronic-Branche verantwortlich.

Samsung verweist daher auf Studien, laut denen 80 Prozent der Kinobesucher, die einmal Filme in 3D gesehen haben, dies auch zu Hause wollen. Besonders der gegenwärtig in den Kinos laufende Science-Fiction-Streifen Avatar vermittelt dem Kinobesucher ein völlig neues Filmerlebnis. Randerscheinungen wie Kofpweh und ständiges Blinzeln sind da Kollateralschäden. Schließlich geht es um viel Geld. Auch Sony setzt jetzt voll auf 3D-TV: In Kooperation mit dem Sportkanal ESPN soll in den USA die Fußball-WM 2010 erstmals in 3D ausgestrahlt werden. Die für Fernsehen verwendete 3D-Technologie nennt sich Active Shutter und beruht darauf, dass am Schirm in rascher (und damit unsichtbarer) Abwechslung getrennte Bilder für die leicht unterschiedlichen Perspektiven von linkem und rechtem Auge gezeigt werden. Gleich mehrere Hersteller haben auf der CES ihre ersten Blu-ray-Player für den 3D-Standard vorgestellt. So zeigten Samsung, Panasonic und Sony Serienreife Produkte, die bis zum Sommer im Handel erscheinen sollen.

Aber auch konventionelle High-Definition-TV-Geräte wurden in Las Vegas vorgestellt. Das Zauberwort heißt hier Mehrwert: Die meisten Monitor- und PC-Unternehmen haben auf der CES ihre künftigen LCD-Monitore mit LED-Backlight beworben. Samsung hat dabei sogar schon 46- und 55-Zöller für Digital Signage vorgestellt.

KEINE GREEN-IT Mehr? Kritk an den Vorstellungen auf der CES kommt indes von Greenpeace.Viele Unternehmen hätten ihre eigenen Versprechen gebrochen und erneut auf schädliche Chemikalien zurückgegriffen, so die Umweltschutzorganisation. Für die CES 2010 hatte Greenpeace nämlich erwartet, mehr Produkte zu sehen, die frei von PVC und bromierten Flammschutzmitteln (BFR) sind. Dem war jedoch nicht so. Enttäuscht zeigt man sich etwa über Samsung, Dell, Lenovo und LG. Auch Toshiba steht in der Kritik. Als positive Vorbilder bezeichnet Greenpeace Nokia und Sony Ericsson.

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