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01.02.2010 Hans-Christian Dirscherl*

iPad-Schwächen: Was wir am Apple iPad vermissen

Apples neues Wunderkind, das Apple iPad, ruft nicht nur Begeisterung hervor. Experten bemängeln das Fehlen wichtiger, grundlegender Funktionen und Features. Wir sagen, was dem Apple iPad fehlt und was Apple bei seinem Apple Tablet falsch gemacht hat.

Das Apple iPad ist ein ansprechendes Gadget, für das sich vermutlich durchaus der eine oder andere Internetnutzer begeistern wird. Doch viele wichtige, aus dem Notebook-Alltag bekannte Funktionen fehlen dem Apple iPad. Wir sagen, was Apple trotz aller unbestreitbaren Vorzüge beim iPad vergessen hat.

Kein Multitasking Das Apple iPad läuft mit dem vom iPhone her bekannten Betriebssystem, also mit Apple iPhone OS (übrigens stellt Apple entgegen der Erwartung vieler Experten keine neue Version vom iPhone OS vor, also kein iPhone OS 4). Das bedeutet: Das Apple iPad beherrscht kein Multitasking. Sie können also nicht twittern und gleichzeitig Bilder anschauen und im Internet surfen. Für ein Gerät, das Netbooks Konkurrenz machen soll, ist das ein ernstes Manko.

Kein Adobe Flash Flash ist aus dem modernen Internet-Alltag kaum noch wegzudenken. Keinesfalls wird mit Flash nur nervige Werbung eingeblendet, nein, dank der Flash-Technologie werden viele spannende Multimedia-Inhalte im Web überhaupt erst möglich. Denken Sie nur einmal an Flashspiele und natürlich an Videoclips im Flashformat (Stichwort: Youtube). Dass das Apple iPad ausgerechnet diese weit verbreitete Internet-Technologie nicht unterstützt, ist ein echtes Manko, das auch iPhone-Besitzern zu schaffen macht (Android unterstützt übrigens Flash). Speziell für die Videos von Youtube hat Apple aber eine Sonderlösung in Form einer eigenen App entwickelt, so dass man auf dem iPad zumindest die Youtube-Videos anschauen kann.

KAMERA, VIDEOS, DISPLAY, DATENTRANSFER

Keine eingebaute Kamera In modernen Handys und erst recht in Smartphones wie den iPhones ist die eingebaute Kamera selbstverständlich. Doch beim Apple iPad schauen Foto-Fans in die Röhre. Weder ist eine Kamera nach außen hin eingebaut, noch gibt es eine Webcam, die den Apple iPad-Benutzer aufnimmt. Somit sind weder Video-Telefonie beziehungsweise Video-Chats noch Schnappschüsse möglich.

Videos und HDMI Videos lassen sich nur mit 1024 x 768 Pixel abspielen, also kein Full-HD. Zudem gibt es keine miniHDMI-Schnittstelle, um die Videos vom iPad am Fernseher abzuspielen

Kein Widescreen Das Display des Apple iPad hat das klassische 4:3-Format. Doch gerade für Video-Fans wäre das Widescreen-Format 16:9 optimal. Hier schwächelt Apples neues Wunderkind also.

Keine Synchronisations-Funktion und kein Datentransfer zum PC Das Apple iPad unterstützt den schnellen Wlan-Standard 802.11n und beherrscht auch Bluetooth. Da würde sich der schnelle Datenabgleich mit dem PC anbieten – doch dieses Feature bietet das Apple iPad nicht. Die USB-Dongles, die es als Zubehör gibt, dienen nur zum Einlesen von Photos, die auf Digitalkamera-Speicherkarten liegen.

HANDSCHRIFTERKENNUNG UND BESCHRÄNKUNGEN BEI DER SOFTWARE

Keine Handschrifterkennung Der Touchscreen ist ja ganz nett. Doch wer schnell mal eine Notiz niederschreiben möchte, will das vielleicht handschriftlich ohne langes Tippen tun. Fehlanzeige beim Apple iPad.

Keine digitalen Zeitschriften Derzeit bietet Apple nur dicke Schwarten als eBooks zum Lesen in seinem iBook-Store an. Doch Tageszeitungen und Magazine fehlen. Gerade auf dem Weg zur Arbeit möchte man aber eher die aktuelle Tageszeitung mit dem Apple iPad lesen anstatt sich durch einen dicken Wälzer durchzuwühlen.

Keine fremde Software installieren Sie besitzen zwar das iPad, doch Apple sagt Ihnen, was Sie darauf installieren dürfen. Mehr oder weniger zumindest, denn nur Software von Apple findet ihren Weg auf das iPad. Vom offenen eBook-Format ePub einmal abgesehen hält Apple nicht viel von offenen Formaten auf den iPad.

* Der Autor ist Redakteur der deutschen PC-Welt.

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