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26.03.2010 Rudolf Felser

Am heimischen Notebookmarkt wird's eng

In Österreich war Samsung bislang vor allem für Unterhaltungselektronik, Handys, Monitore und Drucker bekannt. 2010 wurden auch die Net- und Notebooks der Konzernmutter ins heimische Portfolio aufgenommen.

Hubert Tschernig, General Manager der IT Division, brachte es vor Journalisten auf den Punkt: "Im Moment verbindet kaum jemand Samsung mit Notebooks. Das soll sich dieses Jahr ändern." In den großen europäischen Märkten ist Samsung seit rund fünf Jahren mit seinen mobilen Rechnern präsent. "In Österreich erst seit Jänner 2010. Aber 50 Prozent der von Samsung hergestellten Notebooks kommen in Europa auf den Markt. Wir liegen auf Platz Sechs bei den Shipments", so Tschernig weiter.

GESÄTTIGTER, UMKÄMPFTER MARKT Ob allerdings der Markteintritt zu so einem späten Zeitpunkt eine gute Idee ist? Der Notebook-Markt ist gesättigt, bei den Netbooks sieht es mittlerweile ähnlich aus, und die Margen sind angesichts des bereits lange andauernden Preiskampfes im Keller. Noch dazu wird erwartet, dass der Konsument auf einen anderen Formfaktor umschwenken könnte: Den Slate-Computer, dessen derzeit prominentester Vertreter das noch nicht erhältliche iPad ist. Wie positioniert sich Samsung gegenüber dem Mitbewerb? Tschernig beantwortet diese Frage mit sechs Schlagworten: Technologie, Zuverlässigkeit, Service, Nachhaltigkeit, Design sowie Konnektivität. "Wir sehen unsere Stärke darin, dass wir den gesamten Prozess, von der Entwicklung bis zur Produktion, bei uns 'im Haus' haben. 75 Prozent der Komponenten unserer Notebooks werden von uns selbst hergestellt. Neuerdings werden auch Batterien und AKkus von uns produziert, dadurch können wir die Komponenten der Notebooks gut aufeinander abstimmen – was wiederum in hoher Zuverlässigkeit und einer geringen Ausfallrate der Geräte resultiert", so Tschernig. Um "brandgefährliche" Akku-Vorfälle, wie sie vor einiger Zeit bei verschiedenen Herstellern passiert sind, zu verhindern, würden die Stromspender beispielsweise mit einer Keramikummantelung versehen und müssten 46 verschiedenen Tests durchlaufen, so der Samsung-Manager weiter. Auch andere Produkte müssen rund 40 Test bestehen, bevor sie in die Massenproduktion gehen.

Die Ziele für Österreich? "Wir wollen 'Rookie des Jahres' sein. Unser Ziel ist es 2010 sechs Prozent Marktanteil zu erreichen, das entspricht 45.000 Stück. Wir haben im Jänner mit großen Partnern im Retail gestartet. Im zweiten Quartal wollen wir mit Distributionspartnern auch in den KMU-Bereich gehen. Auch mit den größten paneuropäischen Distributoren haben wir Verträge abgeschlossen", sagt Tschernig. Christian Retinger, Senior Director Information Technologies & New Business von Samsung Österreich, präzisiert im Anschluss: "Ich möchte bei Netbooks dieses Jahr unter den Top Vier aufscheinen und bei Notebooks unter den Top Acht – und das heißt nicht Platz Acht."

B2C ALS VORBEREITUNG FÜR B2B Das "Bearbeiten" des Konsumentenmarkt hinsichtlich mobiler Rechner dient für die heimische Samsung-Niederlassung auch als Vorbereitung auf den Eintritt ins B2B-Geschäft – das höhere Anforderungen stellt. Retinger: "B2C ist für uns ein Segment, in dem wir uns sehr gut auskennen. Wir wissen, wie der Hase läuft, und haben bereits gute Service-Partner. Wir wollen mit einer B2B-Linie nicht starten, wenn wir den Erwartungen der Kunden nicht entsprechen können. Deshalb sind wir dabei B2B-Servicepartner zu finden, die diesen Service bieten können." Außerdem müsse man erst im Retail-Geschäft auf den Verkaufsflächen vorhanden sein, um als Notebookhersteller wahrgenommen zu werden. "Auch der B2B-Kunde geht am Wochenende in den Retailmarkt", so Retinger weiter.

Für die mittlere bis nahe Zukunft hat Retinger außerdem weitere Geräteklassen des Konzerns für den österreichischen Markt angekündigt. So wäre etwa der bereits totgesagte Desktop-Markt im vergangenen Jahr primär durch All-in-one-PCs gewachsen (quasi Monitore mit eingebautem Computer, wie etwa der iMac). Diesem Thema werde sich Samsung Retinger zufolge stark annehmen – sowohl im Einsteiger-Bereich, als auch im Middle- bis Highend. Darüber hinaus soll ein Slide-PC-Konzept (ein Tablet) bis ins dritte quartal finalisiert werden, das noch 2010 auf den Markt kommen könnte. Ein E-Book-Reader mit E-Ink-Display scheint bereits fast fertig zu sein, jedenfalls wurde im Rahmen des Pressegesprächs ein sehr ausgereift wirkendes Vorserienmodell präsentiert. B2B-Printing und Thin Clients stehen ebenfalls auf Retingers Liste. Server allerdings nicht, erklärt der Senior Director. Man muss schließlich nicht auf allen Hochzeiten tanzen. (rnf)

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