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28.05.2010 Jason Cross*

7 Tipps für den Laptop-Kauf

Sie möchten einen Laptop kaufen, sind sich aber unsicher bei den Funktionen? Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Spezifikationen, auf die Sie achten sollten.

Was will ich überhaupt? Die meisten Leute wissen bereits im Vorfeld, welche Art von Laptop - Netbook, Gaming-Laptop oder Desktop-Ersatz - sie kaufen wollen. Doch wenn es an die Details der Ausstattung geht, sind sie oft ahnungslos oder überfordert. Zur Wahl stehen zig verschiedene Prozessor-Typen, RAM-Größen, Grafikkarten, Display-Arten und andere Spezifikationen. Zu entscheiden, welche Funktion für Sie wichtig ist und auf welche Sie auch verzichten könnten, ist oft schwer - aber unverzichtbar, wenn Sie einen Laptop möchten, der Ihren Anforderungen entspricht und Ihren Geldbeutel nicht überstrapaziert. Wer die Katze im Sack kauft und zu einem Billig-Modell greift, schont zwar oft die Familienkasse, verzichtet unabsichtlich aber womöglich auf essentielle Funktionen. Oder gibt andersherum deutlich mehr Geld für eher überflüssige Spezifikationen aus. Wir helfen Ihnen dabei, die Wahl Ihres Traum-Laptops ein bisschen einfacher zu gestalten.

DIE WAHL DER CPU Die CPU ist das Herzstück jedes Computers und verantwortlich dafür, dass das Betriebssystem und andere Software-Programme flüssig laufen. Eine schnellere CPU ist also gleichbedeutend mit schnelleren Programmen - aber leider auch mit kürzerer Akku-Laufzeit und höheren Anschaffungskosten. Beinahe jedes Laptop-Modell auf dem Markt ist derzeit mit einer CPU von Intel oder AMD ausgestattet. Wenn Sie sich ein Netbook zulegen möchten, werden Sie feststellen, dass diese meistens auf einen Intel-Atom-Prozessor setzen. Die einzelnen Atom-Prozessoren unterscheiden sich in puncto Performance nur unwesentlich voneinander. Legen Sie aber Wert auf sehr lange Akku-Laufzeiten, halten Sie Ausschau nach einem Netbook mit dem relativ neuen N450 Atom Prozessor. Der saugt etwas weniger an der Batterie, als andere Modelle.

Ultraportable Geräte benutzen hingegen meist einen niedrig getakteten AMD- oder Intel-Prozessor. Diese Chips sind oft Dual-Core-CPUs, ähnlich den Prozessoren in Standard-Notebooks, laufen aber mit deutlich geringerer Gigahertz-Zahl - zum Beispiel 1,2 Gigahertz statt 2,1 Gigahertz. In dieser Prozessor-Kategorie gibt es Unmengen an Modellen, deren Auflistung hier den Rahmen sprengen würde. Beim Kauf eines solchen Prozessors kann man sich aber dennoch an einigen Regeln orientieren. Zum einen: Je mehr Cache ein Prozessor zu bieten hat, desto besser. Auch höhere Taktfrequenzen sind empfehlenswert, saugen aber auch stärker an der Laptop-Batterie. AMD-CPUs sind geringfügig langsamer als ihre Pendants von Intel, dafür aber oft deutlich günstiger zu haben. Denken Sie auch daran, dass einige ultraportable Laptops auf den Einsatz von untertakteten CPUs verzichten. Diese arbeiten dann wesentlich schneller, verlangen aber bereits nach wenigen Stunden wieder nach Strom.

Allzweck-Laptops und Desktop-Ersatz-Geräte gibt es sowohl mit Dual-Core- als auch mit Quad-Core-CPUs in vielen verschiedenen Taktungen. Intels Core i3 und Core i5 CPUs sind für die meisten Nutzer exzellente Modelle. Einzig diejenigen, die dringend auf eine Quad-Core-CPU angewiesen sind - zum Beispiel um Videos zu kodieren oder aktuelle Spiele zu spielen - sollten stattdessen einen Blick auf Intels Core i7-Prozessor werfen. Der ist mit mehr Cache und höherer Taktfrequenz ausgestattet. Streng genommen ist jedoch jede CPU über 2 Gigahertz schnell genug, um jegliche Basis-Programme auszuführen - zum Beispiel zum Abspielen von Musik, Surfen im Web, für Browser-Games, E-Mail-Dienste oder Videos. Noch immer gibt es viele Laptop-Modelle, die mit einer Core 2 Duo CPU verkauft werden, also dem Vorgängermodell der aktuellen Dual-Core-Generation von Intel. Diese Modelle sind völlig in Ordnung für alltägliche Aufgaben, sofern sie über genügend Cache verfügen und die Gigahertz-Zahl ausreichend ist. Prozessoren mit nur 1 bis 2 Megabyte Cache sollten beispielsweise gemieden werden. Vorsicht ist geboten bei Laptops mit Intel Celeron oder Pentium CPUs, sowie bei den Geräten, die mit einer AMD Sempron CPU ausgestattet sind. Diese Prozessoren sorgen zwar dafür, dass der Laptop extrem günstig angeboten werden kann, kosten jedoch große Einbußen bei der Performance.

DIE WAHL DER GRAFIKKARTE Die GPU eines Computers ist für weitaus mehr zu gebrauchen, als nur zum Spielen von Videospielen. Das kleine Stück Silikon ist für so ziemlich alles verantwortlich, was Sie auf dem Display zu sehen bekommen - von 3D-Spielen über Anwendungen aller Art, bis hin zur normalen Desktop-Oberfläche. Für viele Nutzer wichtig: GPUs beschleunigen auch das Dekodieren von Videodateien. Mit der neuesten Version von Adobes Flash-Player und der richtigen Grafikkarte laufen Videos von Youtube beispielsweise deutlich schneller und flüssiger und sehen zudem auch noch schöner aus.

Bei den meisten Laptops haben Sie die Wahl zwischen einer integrierten Grafikkarte - von Intel oder AMD - oder einer separaten GPU, zum Beispiel von Nvidia oder ATI. Integrierte Grafikkarten sind entweder im Prozessor oder auf dem Mainboard des Gerätes verbaut. Sie teilen sich den Systemspeicher mit dem Prozessor. Separate GPUs sind individuelle Chipsätze, die sich einzig und allein auf Grafik konzentrieren und über eigenen Speicher verfügen. Das resultiert vor allem in weitaus besserer Performance.

Integrierte GPUs von Intel sind in den allermeisten Fällen echte Rohrkrepierer. Sie unterstützen keine 3D-Spiele und auch bei der Wiedergabe von Videos machen sie schnell schlapp. Die GPUs in den neueren Core i5 Prozessoren sind zwar schon deutlich besser, können Modellen von ATI oder Nvidia aber nicht das Wasser reichen. Wenn Sie also hin und wieder auch Spiele spielen möchten - und damit sind keine Browser-Games gemeint - sollten Sie auf eine separate Grafiklösung setzen. Auch hier gibt es - wie zuvor bei den Prozessoren - eine gigantische Auswahl. Generell machen Sie mit der 5000er-Serie von ATI nichts falsch. Diese Modelle sind schneller als die vergleichbare 4000er-Serie. Gleiches gilt bei Nvidia: Die 300er-Serie des Herstellers ist schneller und besser als die 200er-Serie. Innerhalb dieser Serien gilt die Faustregel: Je teurer das Modell, desto besser und schneller ist es. ATIs Mobility Radeon HD 5850 ist zum Beispiel schneller als das Modell Mobility Radeon 5650. Und Nvidias GeForce 330M ist schneller als die GeForce 310M.

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