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01.10.2010 Alex Wolschann/pte

Google sagt JPEG den Kampf an

Google will dem Bildformat JPEG an den Kragen. Der Internetkonzern hat mit "WebP" ein neues Grafikformat vorgestellt, das das gängigste Bildformat im Web obsolet machen soll.

Google will dem Bildformat JPEG an den Kragen. Der Internetkonzern hat mit "WebP" ein neues Grafikformat vorgestellt, das das gängigste Bildformat im Web obsolet machen soll. Denn WebP hat in ersten Test bei vergleichbarer Bildqualität Dateigrößen geliefert, die um 39 Prozent kleiner sind als bei JPEGs. Damit soll das Format helfen, die Bilddatenlast beispielsweise im mobilen Web zu reduzieren, so der Google-Produktmanager Richard Rabbat im Chromium-Blog.

Rabbat zufolge machen Fotos und andere Bilddateien heute 65 Prozent des gesamten Datenvolumens aus, das bei Webseiten übertragen wird. Bei relativ langsamen Internetverbindungen wie etwa in gut ausgelasteten Mobilfunknetzen kann dies das Surfen mühsam machen. Google will dafür Abhilfe schaffen, indem es eine effizientere Alternative zum meistgenutzten Web-Grafikformat bietet - eben WebP anstelle von JPEG.

Das neue Grafikformat nutzt einen Kompressionsalgorithmus, der auf VP8 basiert - jenem Video-Codec, mit dem Google bereits ein neues Web-Videoformat gestartet hat. Dazu kommt ein schlankes Containerformat auf RIFF-Basis. Bei einem ersten Test hat Google rund eine Mio. Web-Grafiken, davon etwa 900.000 im JPEG-Format, mit WebP neu komprimiert. Die resultierenden Dateien waren im Schnitt 39 Prozent kleiner. Wenn Entwickler Bilder direkt im neuen Format komprimieren, dürften die Dateien noch kleiner ausfallen, so Rabbat.

Das Web wirklich verändern kann ein Grafikformat freilich nur, wenn es auch von Browsern unterstützt wird. Google arbeitet bereits an einer Umsetzung für WebKit und somit Chrome, verliert aber kein Wort über andere Browseranbieter wie Mozilla oder Opera. Bei Microsofts Internet Explorer stehen die Chancen auf eine baldige Unterstützung wohl schlecht. Denn der IE9 wird mit "JPEG XR" eine andere Grafikformat-Alternative unterstützen.

Ähnlich wie WebP verspricht JPEG XR bei gleicher Bildqualität eine deutlich höhere Kompression insbesondere bei Fotos. Das von Microsoft ursprünglich als Windows Media Photo entwickelte Format liefert bei vergleichbarer Qualität Bilddateien, die um bis zu 50 Prozent kleiner sind als mit herkömmlicher JPEG-Kompression. JPEG XR nutzt zwar patentierte Technologien, ist aber unter der Microsoft Community Promise frei nutzbar.

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