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31.10.2010 PC-Welt*

So räumen Sie Ihren Computer richtig auf

Die meisten Windows-PCs sind schon nach kurzer Zeit vollgestopft mit Datenmüll. Der kostet Speicherplatz und Leistung. Wir zeigen, wie Sie den PC ausmisten.

Wie gut, dass digitaler Müll nicht stinkt. Sonst wäre das Aroma der meisten Windows-PCs erbärmlich. Das liegt nicht am Benutzer – zumindest nicht allein. Grund sind vielmehr schlecht programmierte Software und ein mangelhaftes Systemkonzept. Datenmüll kostet nicht nur Speicherplatz, sondern schlägt sich auch auf die Leistung des Computers nieder. Wir zeigen, was Sie problemlos entfernen können und wie Sie dabei am besten vorgehen. Dazu gibt es auch eine ganze Reihe nützlicher Programme.

SO LÖSCHEN SIE UNNÖTIGE PROGRAMME VOLLSTÄNDIG Überflüssige Programme beanspruchen unnötig Speicherplatz auf der Festplatte. Werden sie oder einzelne Module von Windows automatisch gestartet, leidet zudem die Gesamtleistung des PCs. Bei der De-Installation über das Systemsteuerungs-Fenster „Software“ (Windows XP) oder „Programme und Funktionen“ (Windows Vista und 7) bleiben oft Rückstände übrig. Das Programm Revo Uninstaller de-installiert und räumt danach noch die Reste weg. Es läuft unter Windows XP, Vista und 7, allerdings nur bei den 32-Bit-Versionen.

Revo Uninstaller installieren: Installieren Sie das Programm und folgen Sie dabei dem Assistenten. Dann starten Sie das Programm. Zuerst sollten Sie per „Ansicht, Details“ die Darstellung der De-Installations-Einträge umstellen, und zwar von Symbolen auf die übersichtlichere Detail-Ansicht. In dieser Liste können Sie die Einträge per Klick auf die jeweiligen Spaltenköpfe sortieren. Nach zwei Klicks auf „Installiert“ wird die Liste etwa absteigend nach Installationsdatum sortiert, nach zwei Klicks auf „Größe“ sehen Sie oben die größten Platzfresser.

Programme de-installieren: Klicken Sie mit der rechten Maustaste den Eintrag eines Programmes an, das entfernt werden soll. Im dann erscheinenden Menü wählen Sie „Uninstall“. Im neuen Fenster können Sie den De-Installationsmodus auswählen: „Eingebaut“, „Gefahrlos“, „Moderat“ oder „Erweitert“. Damit legen sie fest, wie intensiv Revo Uninstaller auf den Festplatten und in der Windows-Registrierungsdatenbank nach Programmresten suchen soll. Der Standard „Moderat“ bewirkt eine gründliche, aber nicht pedantische Säuberung. Klicken sie dann auf „Weiter“. Daraufhin legt Revo Uninstaller einen Wiederherstellungspunkt an. Im nächsten Schritt startet er das De-Installationsprogramm der gewählten Software, falls vorhanden. Folgen sie dann einfach dem Assistenten.

Nach der standardmäßigen De-Installation des Programms klicken Sie auf „Weiter“. Nach einigen Sekunden und einem Klick auf „Weiter“ zeigt Revo Uninstaller zunächst evenuell übriggebliebene Einträge in der Registrierungsdatenbank an. Sehen Sie sich diese Einträge genau an: Wenn nichts auf ein anderes Programm oder das Windows-Betriebssystem hinweist, klicken Sie auf „Markiere alle“ und „Löschen“. Andernfalls wählen Sie die zu löschenden Einträge einzeln aus und klicken dann auf „Löschen“. Anschließend erscheint eine Liste mit eventuell übriggebliebenen Dateien. Sehen Sie auch hier die Einträge durch. Klicken Sie wieder auf „Markiere alle“ oder treffen Sie manuell eine Auswahl, indem Sie entsprechende Haken setzen. Abschließend klicken Sie dann auf „Löschen“ und „Ende“.

Revo-Jagdmodus nutzen: Eine praktische Hilfe bei der Programmauswahl ist der „Jagdmodus“ von Revo Uninstaller. Nach einem Klick auf diesen Menüpunkt erscheint ein blaues Fadenkreuz. Das können Sie mit gedrückter linker Maustaste in das geöffnete Fenster des Programms ziehen, das Sie de-installieren wollen. Sie können auch umgekehrt eine Programmdatei oder Verknüpfung auf das Fadenkreuz ziehen. Daraufhin ermittelt Revo Uninstaller Namen und Pfad des so gewählten Programms. Danach sucht es in der Registrierungsdatenbank nach einem Eintrag für das entsprechende De-Installationsprogramm. Nach einem Klick auf „Weiter“ läuft die weitere De-Installation so ab, wie oben beschrieben.

SO LÖSCHEN SIE UNNÖTIGE DATEIEN AUS WINDOWS Auf jedem Windows-PC sammeln sich mit der Zeit jede Menge überflüssiger Dateien und Einträge in der Registrierungsdatenbank an. Bestenfalls belegen sie nur Speicherplatz auf der Festplatte. Doch sie können Windows auch ausbremsen. Mit dem Aufräumprogramm Ccleaner entfernen Sie überflüssigen Ballast. Das schafft häufig einige Gigabyte mehr Platz.

Aufräumprogramm konfigurieren: Folgen Sie bei der Installation von Ccleaner dem Assistenten. Im Fenster „Installations-Einstellungen“ sollten Sie noch den Haken vor „Füge CCleaner Yahoo! Toolbar hinzu“ entfernen, bevor Sie auf „Installieren“ klicken. Im letzten Installationsfenster lassen Sie den Haken vor „CCleaner 2.31 ausführen“ und klicken abschließend auf „Fertig stellen“. Legen Sie im dann erscheinenden Ccleaner-Programmfenster in der linken Spalte fest, was Sie bei der Reinigung berücksichtigt haben wollen. Falls Sie Ihre gespeicherten Online-Zugangsdaten samt Kennwörtern behalten möchten, entfernen Sie die Haken vor „Cookies“ und „Formulardaten“ für den Internet Explorer sowie auf der Registerkarte „Anwendungen“ für alle anderen installierten Internet-Browser. Auf dieser Registerkarte können Sie außerdem festlegen, welche Aktivitätenspuren Sie bei einer Reihe anderer Programme entfernen möchten. In der Regel können Sie die Standardeinstellung nehmen. Nach einem Klick auf „Analysieren“ listet Ccleaner alle zu löschenden Dateien auf und berechnet den ungefähr frei werdenden Speicherplatz. Mit Klick auf „Starte CCleaner“ führen Sie die Reinigung durch.

De-Installations-Ordner von Windows-Aktualisierungen entfernen: Bei Windows XP können Sie in Ccleaner die Option „Hotfix De-installationen“ aktivieren, um die De-Installations-Ordner der Windows-Updates zu entfernen. Damit können Sie das Windows-Verzeichnis deutlich entschlacken. Wenn der PC mit allen installierten Updates ordentlich läuft, sollten Sie diese Aktualisierungen sowieso nicht mehr de-installieren. Bei Windows Vista und wohl auch bei Windows 7, sobald das Service Pack 1 dafür vorliegt, werden die De-Installationsdaten von Aktualisierungen nicht mehr in einfachen Ordnern gespeichert. Vielmehr handelt es sich dabei um Schattenkopien, die wie Systemwiederherstellungspunkte im Ordner „System Volume Information“ abgelegt werden. Sie können die De-Installationsordner deshalb nicht mehr so einfach entfernen. Nach der Installation von Service Pack 2 für Vista können Sie aber die De-Installationsdaten der Service Packs 1 und 2 mit dem Kommandozeilen-Programm Compcln entsorgen: Klicken Sie auf das Windows-Symbol, und tippen Sie cmd.exe in das Suchfeld. Klicken Sie den ersten Treffer mit der rechten Maustaste an, und wählen Sie im Menü „Als Administrator ausführen“. In der Eingabeaufforderung geben Sie dann den Befehl compcln ein und drücken die Enter-Taste.

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