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01.02.2011 Hans-Christian Dirscherl*/Rudolf Felser

Intel entdeckt Fehler in Sandy-Bridge-Chipsatz

Milliardenpleite für Intel: In den Chipsätzen der neuen Prozessor-Plattform Sandy Bridge steckt ein Hardware-Fehler. Intel muss die defekten Hauptplatinen austauschen.

Der Fehler steckt nicht in den eigentlichen Prozessoren der Sandy Bridge-Familie, sondern in den Chipsätzen auf den dazu gehörigen Hauptplatinen. Genauer gesagt in einem Chip der Intel-6-Serie (Codename: Cougar Point). Das fehlerhafte Hardware-Design kann laut Intel dazu führen, dass der Serial-ATA-Controller (SATA) an Leistung verliert und dementsprechend die darüber gesteuerten Festplatten oder DVD-Laufwerke langsamer werden oder ganz ausfallen.

Intel hat die Auslieferung des fehlerhaften Chipsatzes gestoppt. Der Designfehler wurde Intel zufolge bereits behoben, die Produktion von fehlerfreien Chipsätzen soll bereits angelaufen sein.

Alle bisher ausgelieferten Hauptplatinen für Sandy-Bridge-Prozessoren mit Core–i-2000-CPUs (Core i3/i5/i7) sollen von dem Fehler betroffen sein. Da der fehlerhafte Chipsatz auf die Platine aufgelötet ist, ist zur Behebung des Fehlers der Austausch der kompletten Platine nötig.

Die Kosten, die durch den Austausch der fehlerhaften Platinen gegen fehlerfreie entstehen, beziffert Intel mit 700 Mio. Dollar. Dazu kommt ein geschätzter Umsatzausfall von rund 300 Mio. Dollar. Denn Intel rechnet damit, erst Ende Februar fehlerbereinigte Chipsätze liefern zu können. Dann allerdings nur in kleineren Stückzahlen, die volle Produktion wird Intel wohl erst im April wieder aufnehmen können. Der Aktienkurs des Chipgiganten reagierte prompt auf diese Ankündigung und gab deutlich nach.

Mit der Auslieferung der defekten Chipsätze hat Intel eigenen Angaben zufolge am 9. Januar begonnen. Das Unternehmen geht davon aus, dass nur wenige Kunden tatsächlich von dem Problem betroffen sind, weil bisher nur Rechner mit Core i5 und Core i7 Quadcore-Prozessoren ausgeliefert wurden, in denen die fehlerhaften Chipsätze verbaut wurden. Rechner mit Core i3-Prozessoren, die den Großteil des Geschäftes ausmachen, wurden demnach noch nicht mit den neuen Chipsätzen ausgeliefert.

Marktbeobachter spekulieren darüber, ob sich die Verzögerungen bei den Sandy Bridge-Chipsätzen auf die Vorstellung der nächsten Generation des Apple MacBook Pro auswirken könnte.

* Hans-Christian Dirscherl ist Redakteur der deutschen PC-Welt.

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