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02.03.2016 pte

Microsoft plant vorerst keine eigene VR-Brille

Microsoft hat auf seiner alljährlichen "Xbox Spring Showcase" die weitere Strategie in Sachen Virtual Reality (VR) offengelegt.

Phil Spencer, Chef der Xbox-Sparte von Microsoft

Phil Spencer, Chef der Xbox-Sparte von Microsoft

© Microsoft

Wie Phil Spencer, Chef der Xbox-Sparte, im Rahmen einer Präsentation in San Francisco wissen ließ, wird der Redmonder Konzern vorerst keine eigene VR-Brille auf den Markt bringen. Im Gegensatz zur Konkurrenz von Sony will man sich stattdessen darauf beschränken, für eine "bestmögliche Unterstützung von Oculus Rift und HTC Vive" auf seiner aktuellen Spielkonsole zu sorgen. Um das Potenzial der virtuellen Technologie zu demonstrieren, wurde eine erste VR-Version des Hit-Games "Minecraft" vorgestellt.

"Die VR-Technologie wird den gleichen Weg einschlagen wie High-Definition-Fernseher - zu Beginn bleiben sie ein Luxusobjekt, aber wenn man es erst einmal selbst erlebt hat, kann man nur mehr schwer widerstehen", erklärte Spencer im Zuge seiner Präsentation. Der Xbox-Chef geht vor allem davon aus, dass es wichtig ist, die Zielgruppe der "Early Adopters" von Beginn an für die neuen Möglichkeiten der virtuellen Darstellung von Spielen zu begeistern. "Die Early Adopters werden die weitere Entwicklung im VR-Sektor vorantreiben", ist Spencer überzeugt.



"VR-Games sind im Moment noch ein klares Nischenthema. Wie schnell sich diese Technologie durchsetzen kann, wird entscheidend davon abhängen, wie schnell die verschiedenen Hersteller ihre entsprechenden Produkte auf den Markt bringen", meint Eugen Knippel, Senior Marketing Manager bei Ubisoft Austria, gegenüber dem Nachrichtenportal pressetext. Auch beim Spielepublisher seien bereits einige VR-Projekte in Entwicklung. "In der Branche sind sich alle einig, dass VR ein wichtiges Thema sein wird", betont Knippel. Auch große Triple-A-Titel wie "Tom Clancy's The Division" könnten künftig ihre Spieler mit integrierten VR-Funktionen begeistern, so der Ubisoft-Manager.

Dass Microsoft sein Engagement im VR-Bereich weiter ausbauen will, zeigt eine Kooperation mit dem Spielentwickler Mojang und Oculus. Diese soll eine spezielle VR-Version von "Minecraft" hervorbringen, einem der meistverkauften Videospiele weltweit, das im September 2014 für satte 2,5 Mrd. Dollar (rund 1,8 Mrd. Euro) vom Unternehmen aus Redmond aufgekauft worden ist. Diese Version soll mit dem Xbox-One-Controller auf jedem Windows-10-Rechner spielbar sein.

Um in den Genuss der vollen virtuellen Minecraft-Erfahrung zu kommen, müssen interessierte Gamer allerdings ziemlich tief in die Tasche greifen. "Ein Computer mit entsprechender Hardware-Ausstattung kommt inklusive einer Oculus Rift schnell auf 1.500 Euro", kritisieren schon jetzt einige Minecraft-Fans. Bis die VR-Version des Spiels erscheint, haben sie allerdings noch einige Wochen Zeit, ihre Systeme aufzurüsten. (pte)

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