Microsoft HoloLens – AR-Brille im Profi-Einsatz Microsoft HoloLens – AR-Brille im Profi-Einsatz - Computerwelt

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14.06.2016 Rudolf Felser

Microsoft HoloLens – AR-Brille im Profi-Einsatz

Der IT-Dienstleister Tieto Austria wurde als eines der ersten europäischen Unternehmen mit einer Augmented-Reality-Brille von Microsoft ausgestattet, um sich über deren professionellen Einsatz Gedanken zu machen.

Tieto-Entwickler Helmut Krämer beim klicken mit der HoloLens.

Tieto-Entwickler Helmut Krämer beim Klicken mit der HoloLens.

© Rudolf Felser

HoloLens ist wohl eines der ambitioniertesten Projekte von Microsoft. Mit seiner Augmented-Reality-Brille hat das Unternehmen einen Pfad abseits der aktuellen Virtual-Reality-Welle betreten, der großes Potenzial hat. Denn im professionellen Einsatz – wenn es nicht um Entertainment sondern um die Nützlichkeit für den beruflichen Alltag geht – ist es zumeist eher hinderlich, wenn sich die Mitarbeiter in ihrer eigenen Realität abschotten. Da sind eher Übersicht und Zusammenarbeit gefragt, gerne auch in einer "erweiterten Realität".

Der IT-Dienstleister Tieto Austria ist eines der ersten Unternehmen in Europa, die eine Entwickler-Version der AR-Brille HoloLens erhalten haben, um damit die Möglichkeiten der Technologie auszuloten. Tieto hat sich dafür bereits vor einem Jahr mit seiner Industrie-Lösung "Mill Workplace" bei Microsoft beworben und wurde so für eines der ersten Entwicklersets ausgewählt, die offiziell derzeit eigentlich nur in den USA und Kanada vergeben werden. Daran ist unter anderem auch Helmut Krämer "schuld", Senior Developer bei Tieto. Als einer von zwei "Microsoft Most Valuable Professionals" bei Tieto Austria ist er einer der profundesten Kenner der Microsoft-Entwicklungsumgebungen in Österreich. "Wir sind sehr stolz, dass wir in Österreich zwei MVPs von Microsoft haben. Das ist auch der Grund, warum wir dieses Gadget schon haben", so Thomas Hohenauer, Managing Director von Tieto Austria,  bei einer Vorführung der Brille vor Journalisten.

Zuvor hat der IT-Dienstleister auch schon mit Google Glass experimentiert. "Wir haben aber schnell gemerkt, dass das System seine Grenzen hat. Aber wir haben viele Erfahrungen gesammelt. Das hat auch geholfen, von Microsoft ausgewählt zu werden um HoloLens auszuprobieren", erklärt Daniel Freiberger, der als Solution Owner Mill Workplace bei Tieto Austria für die Industrielösung zuständig ist.  

ENTSCHEIDUNGSHILFEN

Im Grunde geht es  bei Mill Workplace darum, im industriellen Umfeld auf unterschiedlichen Kanälen  Entscheidungshilfen zu bieten, sei es auf dem Smartphone, Tablet, PC oder eben auf neuen Geräten wie HoloLens. Alle Aktivitäten, alle Daten von Maschinen und Systemen werden vernetzt, aufbereitet und zielgerichtet an die richtige Person distribuiert. "Wir müssen Information geschickt verteilen, um relevante Information zu den Mitarbeitern zu bringen", fasst Freiberger zusammen.



Für Microsoft ist HoloLens ein Profi-Produkt, ob es jemals eine Consumer-Variante geben wird ist noch offen. Die aktuelle Entwicklerversion, deren Kostenpunkt bei 3.000 Dollar liegt, braucht im Gegensatz zu früheren Prototypen keine Kabel mehr, die ganze notwendige Elektronik inklusive einem kleinen Computer ist integriert. Sie läuft auf der Plattform Microsoft Holographic, rechnet mit einer Quadcore-CPU (Intel Atom x5-Z8100, 1,05 GHz), greift auf 2 GB RAM und 64 GB Flash-Speicher zu uns ist damit von ihrer Leistung her mit einem Top-Smartphone unter Windows 10 vergleichbar. Die Auflösung beträgt ein Megapixel pro Auge. Eine eigene Holographic Processing Unit (HPU) aus der Schmiede von Microsoft verarbeitet die Daten aus den eingebauten Sensoren, die etwa für das räumliche Mapping und die Gesten- und Spracherkennung zuständig sind. Der Akku hält laut den Tieto-Experten drei bis vier Stunden bei kontinuierlicher Nutzung.

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