Zweifuß-Gang revolutioniert sechsbeinige Roboter Zweifuß-Gang revolutioniert sechsbeinige Roboter - Computerwelt

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21.02.2017 pte

Zweifuß-Gang revolutioniert sechsbeinige Roboter

Forscher der ETH Lausanne und der Université de Lausanne haben eine neue Gehtechnik für sechsbeinige Roboter entwickelt.

Sechsbeiniger Roboter: Neue Gangart sorgt für Aufmerksamkeit.

Sechsbeiniger Roboter: Neue Gangart sorgt für Aufmerksamkeit.

© epfl.ch

Das Robotersystem sticht seine Vorgängermodelle aus, indem er bei seiner Fortbewegung statt drei Beinen lediglich zwei gleichzeitig auf dem Boden hat. Somit ist er auch Insekten einen Schritt voraus. Der neue Zweifuß-Gang ist mithilfe von Computersimulationen entstanden.

"Das grundsätzliche Konzept ist keineswegs neu. Ein weiteres Beispiel unter vielen anderen in diesem Bereich ist der STEMI Hexapod", erklärt Mathias Brandstötter von ROBOTICS - Institut für Robotik und Mechatronik der JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft. "Die Kollegen haben es jedoch durch Versuche geschafft, die Ursache für die gewählte Gangart biologischer Vorbilder zu finden und gleichzeitig die Ganggeschwindigkeit des Hexapods erhöht. Dies ist eine schöne Erkenntnis, wird aber die sinnvolle Einsatzfähigkeit derartiger Roboter nicht wesentlich beeinflussen", so Brandstötter. Bebeinte mobile Roboter hätten derzeit kaum nennenswerte Anwendungen in realen Umgebungen.

Noch beschränkte Anwendbarkeit
Mittels speziellen Algorithmen haben die Wissenschaftler verschiedene Gangarten von Insekten auf horizontalen sowie vertikalen Ebenen miteinander verglichen. Das Ergebnis zeigt, dass sich der Zweifuß-Gang auf horizontalen und der Dreifuß-Gang auf vertikalen Flächen bewährt. Zusätzlich haben die Forscher Experimente mit der Taufliege Drosophila melanogaster durchgeführt. Deren klebrige Beine sind mit Polymer umhüllt worden.

Sobald die haftenden Füßchen der Fliege abgedeckt waren, änderte diese ihren Dreifuß-Gang in einen Zweifuß-Gang, da sie in der Vertikale keinen Halt mehr hatte. "Dieses Resultat zeigt, dass Insekten im Gegensatz zu Robotern ihre Gangart unter bestimmten Umständen ändern können", sagt Mitautor Robin Thandiackal. Die Forscher sind davon überzeugt, dass ihre Forschungsarbeit zum Verständnis tierischer und robotischer Fortbewegung beiträgt.

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