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08.09.2011 Christof Baumgartner/idg

Eine Hand voll Video

Die kleinteilige HD-Videokonferenz-Lösung Lifesize Passport kann im COMPUTERWELT-Test überzeugen.

Videokonferenzen als integrierter Bestandteil von Unified-Communications-Lösungen (UC) sowie das steigende Interesse von Videolösungen auch im Mittelstand lassen den Markt für entsprechende Lösungen wachsen. Der europäische Markt für Videokonferenz-Endpunkte betrug laut einer Studie von Frost & Sullivan im Jahr 2010 insgesamt 518,3 Millionen Dollar (rund 360 Millionen Euro) und soll bis 2016 auf 1,43 Milliarden Dollar (knapp eine Milliarde Euro) anwachsen. Kein Wunder also, wenn die Anbieter Lösungen in allen Größen anbieten. Die Hersteller versprechen große Einsparungspotenziale bei Zeit und vor allem bei den Kosten, denn Dienstreisen verschlingen beides. Lifesize, ein Tochterunternehmen von Logitech, hat eine Lösung im Programm, die vor allem für KMU Videokonferenzen in HD-Qualität bietet. Passport besteht aus wenigen kleinen Komponenten (Basisstation in der Größe eines Routers, Kamera, Mikrofon und Fernsteuerung), damit sie sogar mit auf Reisen genommen werden kann. Über einen Fernseher mit einem notwendigen HDMI-Anschluss verfügt inzwischen jedes Business-Hotel. Und mehr ist dann dazu auch nicht nötig, um eine HD-Videokonferenz abhalten zu können. Die Inbetriebnahme von Passport ist nicht sehr aufwendig, ein paar Kabel sind anzuschließen und eine Ethernet-Verbindung ist herzustellen. Die Kamera, die auch über ein eingebautes Mikrofon verfügt, wird dann über das beiliegende Spezialkabel mit der Basisstation (Codec) verbunden.

LEICHTE KONFIGURATION Auch die Konfiguration geht leicht von statten. Der Anwender hat die Wahl zwischen zwei Verfahren: Entweder er stellt das System per Fernbedienung am Fernseher ein und kann so auf PC oder Notebook verzichten, oder er nutzt den integrierten Web-Server des Codecs und nimmt die Konfiguration per Browser vor. Die Einstellungen erklären sich dabei weitestgehend selbst. Zum Aufbau einer Konferenz mit einem anderen System benötigt der User lediglich die IP-Adresse oder den Domain-Namen der Gegenstelle. Ähnlich wie eine Telefonnummer gibt er diese per Fernbedienung ein und kann dann per Tastendruck die Verbindung aufbauen lassen. Auch die Qualität der Übertragung war im Test überzeugend, und stellt keinen Vergleich zu den sonst im DSL-Umfeld üblichen Videolösungen wie Skype dar. Lifesize hat Passport allerdings auch für Skype zertifiziert. Durch die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen ist es für Passport-Nutzer nun möglich, mit Skype-Nutzern weltweit problemlos in Kontakt zu treten. Sobald der Nutzer sich bei Passport mit seinem Skype-Login anmeldet, werden die Kontakte automatisch in das Lifesize-Verzeichnis übertragen. Der Anrufer wählt danach nur noch den jeweiligen Namen im Lifesize-Verzeichnis aus, um eine Verbindung aufzubauen. Die Lösung erlaubt neben Videokonferenzen auch Telefonate mit Skype-Mitgliedern über Festnetz oder Handy. Der Preis liegt bei rund 2.339 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer.

KOMPATIBEL Außerdem sind die Systeme aus dem Hause Lifesize mit Lösungen für IP-Telefonie von Avaya kompatibel. Die Produkte arbeiten mit folgenden Lösungen zusammen: Avaya Aura Communication Manager, Avaya Aura Session Manager mit Avaya one-X Communicator und Avaya Desktop Video Device (Audio). In der Standardausführung eignet sich Passport nur für Punkt-zu-Punkt-Konferenzen. Sollen mehrere Teilnehmer an verschiedenen Standorten zusammengeschaltet werden, ist der Erwerb einer zusätzlichen Lifesize Multipoint Bridge erforderlich. Darüber hinaus sind noch Gateways, Video-Center und Transit-Tools erhältlich, so dass mit Hilfe dieses Baukastens nach und nach eine komplette Konferenzlandschaft mit der dazugehörigen Infrastruktur aufgebaut werden kann. Ebenso ist per Download das Collaboration-Tool Lifesize Virtual Link erhältlich. Mit seiner Hilfe ist während einer Video-Session das Data-Sharing realisierbar. Dabei agiert Virtual Link als Screen-Capture, das den Inhalt eines Laptop- oder Desktop-Monitors mit bis zu fünf Frames pro Sekunde aufzeichnet und überträgt.

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