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03.07.2011 pi/Rudolf Felser

IT-Vorsorge: Unternehmen riskieren Datenverlust

Viele Unternehmen nehmen die warmen Sommermonate auf die leichte Schulter und sichern ihre IT nicht genügend gegen die Gefahren durch Hitze oder Überspannungen infolge von Gewittern ab.

Zu dem Schluss kommt der Datenrettungsspezialist Kroll Ontrack. Die Experten sprechen aus Erfahrung. Eigenen Angaben nach gehen im Juni, Juli und August regelmäßig mehr Anfragen für Datenrettung ein als im Jahresdurchschnitt.

Zu den gängigen IT-Gefahren durch Gewitterfolgen gesellen sich aber auch Wasserschäden, Überhitzung und nicht zuletzt die mangelnde Wartung aufgrund des Personalmangels in der Urlaubssaison. In Zahlen ausgedrückt werden in der Zeit rund zehn Prozent mehr Fälle von Datenverlust gemeldet als im zweiten Quartal. Um sich die teure Datenwiederherstellung zu sparen, sollten Unternehmen wie auch private Anwender einfachste Grundsätze beherzigen.

Zu den Vorsichtsmaßnahmen zählen, die Festplatten kühl zu lagern. Denn bei zu großer Hitze können Datenträger vorrübergehend ausfallen oder gänzlich unbrauchbar werden. Die Wahl des richtigen Standorts sollte somit wohlüberlegt erfolgen. Direkte Sonneneinstrahlung sollte in jedem Fall vermieden werden. Zum Schutz aller Daten rät Kroll Ontrack Anwendern daher, Notebooks beispielsweise nicht im Auto liegen zu lassen und für kurze Wege mitzunehmen.

Privatleute wie professionelle Unternehmensanwender sollten die generelle Regel befolgen: Nicht zu feucht, nicht zu trocken. Fachleute warnen im Zuge plötzlich eintretender Unwetter im Sommer deshalb davor, die Geräte auf dem blanken Boden zu positionieren. Aber auch zu trockene Luft mögen sensible IT-Systeme gar nicht gerne. Denn diese kann in Kombination mit Staub zu Problemen durch statische Elektrizität in den Festplattenkomponenten führen.

Unternehmen tun aus diesen Gründen gut daran, die Überwachungssysteme für Temperatur und Feuchtigkeit in ihren Serverräumen vor Beginn der Sommersaison zu überprüfen und gegebenenfalls an die Wetterbedingungen anzupassen. Ein Überspannungsschutz empfiehlt sich. Nicht benötigte Geräte sollten vom Netz getrennt werden. Aber auch Zwischenstecker mit einer Erdung gegen Stoßspannungen und Überspannungen bewähren sich fast immer. (pi)

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