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29.09.2009 Thomas Mach

Marketagent prophezeit E-Books glorreiche Zukunft

Für rund ein Viertel der Österreicher sind E-Books eine Alternative zum traditionellen Buch. Zu diesem Schluss kommt eine Marketagent.com-Studie.

E-Books ist, wenngleich auch medial hochgelobt, bislang noch nicht der große Durchbruch gelungen. Trotzdem dürfte den elektronischen Büchern langfristig Erfolg beschieden sein. So sind E-Books etwa für jeden vierten Österreicher bereits heute eine Alternative zum traditionellen Buch. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Marktforschungsinstituts Marketagent.com. Im Rahmen der Erhebung wurden 500 Österreicher im Alter zwischen 14 und 59 Jahren befragt. Wirklich an eine langfristige Verdrängung glauben allerdings nur 12,2 Prozent der Österreicher. Unter den 14-19-Jährigen ist es immerhin jeder Fünfte, der die Bücher in Papierform in Gefahr sieht. Vor allem für weniger lese-affine Gruppen wie Männer oder Jugendliche - jeder vierte Mann und jeder fünfte Jugendliche liest gar keine Bücher - stelle das digitale Buch eine attraktive Form der Unterhaltung dar, betonen die Studienautoren.

So können sich 30 Prozent der Nicht-Leser vorstellen, zu einem Buch zu greifen, wenn es in elektronischer Form wäre. Jeder dritte Nicht- beziehungsweise Wenig-Leser sieht im E-Book das Buch der Zukunft. Aber auch Leseratten sind dem digitalen Buch nicht abgeneigt. Gut jeder zweite Umfrage-Teilnehmer, der mehr als 15 Bücher im Jahr liest, findet die Vorstellung, E-Books zu "verschlingen", grundsätzlich gut.

Wirklich an eine langfristige Verdrängung des klassischen Buches glauben allerdings nur 12,2 Prozent der Österreicher, unter den 14-19-Jährigen sind es immerhin 21,8 Prozent, die die Bücher in Papierform in Gefahr sehen. "Grundsätzlich kann man aber durchaus von einem zukünftigen Trend zum digitalen Lesen sprechen", erklärt Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent.com. "44,6 Prozent der Österreicher lesen laut Studienergebnis heute weniger Bücher als noch vor ein paar Jahren. Das elektronische Buch könnte vor allem diesem Trend entgegenhalten und die Vorteile der Bildschirm-Medien für sich nutzen."

Derzeit werden E-Books aber noch vor allem von Technologie-affinen Personen gelesen. Jeder fünfte Unter-30-Jährige hat bereits Online-Bücher ausprobiert, in den älteren Altersgruppen sind es nur etwa halb so viele. Die Akzeptanz des digitalen Buches ist aber vor allem bei den 40+Jährigen, die bislang das elektronische Lesevergnügen noch nicht probiert haben, grundsätzlich stark ausgeprägt.

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