Test: 30-Zoll-TFT-Displays Detail - Computerwelt

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08.11.2009 Christian Möller*

Test: 30-Zoll-TFT-Displays

Wer einen wirklich großen Monitor benötigt, bekommt mit 30 Zoll Diagonale und 2560 x 1600 Bildpunkten aktuell das Maß aller Dinge.

30-Zoll-Displays fristen nach wie vor ein Nischendasein, nicht zuletzt aufgrund des Preissprungs zu den inzwischen sehr günstigen 24-Zoll-Geräten. Das 30-Zoll-Segment ist dünn besiedelt. Lediglich eine handvoll Hersteller bietet Monitore in diesem Format an. HP hat seinen Monitor im Laufe des Tests als Auslaufmodell deklariert. Wir lassen den Monitor dennoch im Test, weil er sicher noch einige Zeit erhältlich sein wird. Für den Test erreichen uns folgende Geräte: • Eizo Flexscan SX 3031W • HP L3065 • LG Flatron W3000H • NEC Multisync LCD 3090WQXi • Samsung Syncmaster 305Tplus NEC und Eizo bieten ihre Modelle auch in speziellen "Tuning-Versionen" für die Druckvorstufe an. Wir beschränken uns in diesem Test allerdings auf möglichst preiswerte 30-Zöller, daher wurden diese Geräte an dieser Stelle nicht berücksichtigt.

AUFLÖSUNG ÜBER ALLES Der größte Vorteil von 30-Zöllern liegt in der hohen Pixelanzahl. Mit 2560 x 1600 Punkten bieten sie 78 Prozent mehr als bei aktuellen 24-Zöllern. Rein rechnerisch ergibt sich eine Auflösung von 101 dpi. Bedienelemente und Schriften erscheinen dadurch etwas kleiner auf dem Bildschirm. Die hohe Auflösung hat jedoch den Vorteil, dass man wesentlich mehr Informationen unterbringt. Profis aus dem Audio/Video-Bereich wissen das schon lange zu schätzen.

Doch auch Privatanwender profitieren von der Pixelanzahl. Die Fenster des E-Mail-Programms, von Browser und einer Tabellenkalkulation oder Textverarbeitung lassen sich problemlos nebeneinander darstellen, ohne dass sie sich überlappen. So behält man stets den Überblick. Doch es gibt auch Nachteile. Um einen 30-Zöller mit voller Auflösung zu betreiben, braucht man eine so genannte Dual-Link-Grafikkarte.

HELLIGKEIT UND KONTRAST Für einen kräftigen Bildeindruck sind nach wie vor Parameter wie Helligkeit und Kontrast entscheidend. Beide Werte korrelieren in gewisser Weise miteinander: Je heller das Display, desto höher der Kontrast. Allerdings nur dann, wenn Schwarz auch Schwarz bleibt, und der Schwarzwert nicht mit der Helligkeit ansteigt. Bei der Helligkeit liegen alle Geräte im Test eng beieinander. Das hellste Bild liefert der NEC mit knapp 270 cd/qm. Schlusslicht bildet der Eizo mit 192 cd/qm. Dieses Gerät verfügt bereits ab Werk über eine Kompensation von Helligkeitsschwankungen über die Fläche. Das kostet zwar einiges an Lichtleistung, sorgt aber für ein homogen ausgeleuchtetes Bild. Nicht zuletzt deswegen liegt der Eizo beim Kontrastverhältnis vorn. Mit 983:1 hält er die Konkurrenten auf Abstand. Den zweiten Platz erobert sich hier das Modell von HP mit 862:1.

Den größten Farbraum messen wir bei NEC. Man merkt, dass der japanische Hersteller einige Erfahrung im Bereich von Druckvorstufenmonitoren mitbringt. Der Abstand zu den Konkurrenten ist jedoch nicht groß. Auch der Eizo-Monitor tut sich hervor. Er bietet zudem eine praktische Weißpunkt- und Gamma-Einstellung an. Das sorgt bei der Kalibrierung auf den in der Druckvorstufe üblichen Weißpunkt D50 bei Gamma 1,8 für eine exzellente Farblinearität und kaum Dynamikverlust.

HELLIGKEITSVERTEILUNG Das Bild sollte nicht nur hell und kontrastreich sein, die Ausleuchtung sollte auch möglichst gleichmäßig über die gesamte Fläche erfolgen. Verantwortlich hierfür ist die Helligkeitsverteilung. Bei zu starker Abweichung sieht man deutlich hellere und dunklere Bereiche am Bildschirm.

Um die Helligkeitsverteilung zu ermitteln, messen wir die Lichtabstrahlung jedes Monitors an zwölf verschiedenen Stellen und quantifizieren sie über das statistische Verfahren der Standardabweichung. Im Test am besten schneiden die Modelle von HP und Samsung ab. Mit einer Standardabweichung von 8,7 cd/qm liefern beide ein sehr homogen ausgeleuchtetes Bild. Schlusslicht bildet der LG Flatron W3000H mit knapp 20 cd/qm.

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