Drucker fürs Büro im Test - Der beste Farblaser-Drucker für hohen Durchsatz Detail - Computerwelt

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13.11.2009 Ines Walke-Chomjakov*

Drucker fürs Büro im Test - Der beste Farblaser-Drucker für hohen Durchsatz

Sie drucken viel und gerne auch in Farbe. Ihr neuer Farblaser-Drucker soll deshalb mindestens 20 Seiten pro Minute schaffen und natürlich Single-Pass-Technik mitbringen. Der Vergleichstest zeigt, was Sie von dieser Leistungsklasse erwarten dürfen, und wie es mit den Folgekosten aussieht.

Vorbei sind die Zeiten, in denen ein Laser-Drucker nur für Texte gut war. Aktuelle Farblaser bieten auch bei Ausdrucken von farbigen PDFs, Grafiken und Präsentationen eine Qualität, die sogar Tintenstrahldrucker teilweise übertrifft. Dabei arbeiten sie schnell und schrecken auch vor hohen Druckmengen nicht zurück. Denn in den Geräten stecken ausgereifte Druckwerke. Außerdem bieten sie einen üppigen Papiervorrat und lassen sich mit Tonerkassetten für hohe Reichweiten ausstatten. Das wirkt sich positiv auf die Kosten pro Seite aus. Für Geräte dieser Klasse müssen Sie mit etwa 300 Euro und mehr rechnen.

TEMPO – FARBE KOSTET AUCH BEI FARBLASERN ZEIT Alle Farblaserdrucker des Tests sind mit Single-Pass-Druckwerken ausgestattet. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie automatisch ein identisches Tempo bei Schwarzweiß- und Farbausdrucken produzieren. Beim Dell 3130cn stehen 30 Schwarzweiß-Seiten in der Minute 24 Farbseiten gegenüber. Auch der Oki C3600n senkt den Output von 20 Schwarzweiß-Seiten in der Minute auf 16 Seiten in derselben Zeitspanne, wenn Farbe ins Spiel kommt.

AUSSTATTUNG: EIN WESENTLICHES UNTERSCHEIDUNGSKRITERIUM BEI FARBLASERN Was der Farblaser-Drucker so mitbringt, ist unbedingt zu beachten. Hier sparen oder verlieren Sie Geld. Beispiel Duplex-Einheit: Grundsätzlich sind Farblaser-Drucker, die automatisch Vorder- und Rückseite eines Blattes bedrucken, teurer in der Anschaffung als die Varianten ohne diese Funktion. Der Aufpreis lohnt sich jedoch, denn eine Duplex-Einheit später nachzurüsten, kommt Sie auf jeden Fall unnötig teuer zu stehen. Im Nachkauf verlangen die Hersteller gerne mal 180 Euro extra – wie etwa beim Dell 2130cn. Schlimmer noch: Oft gibt es noch nicht einmal die Möglichkeit des Nachrüstens. Wie etwa beim Oki C3600n. Ein genauer Blick in die Datenblätter ist deshalb ratsam.

WELCHE SPRACHEN SPRICHT DER FARBLASER-DRUCKER? Sorgfalt macht sich auch bei den Druckeremulationen bezahlt. Denn nicht jeder Farblaser bringt beispielsweise einen Postscript-(PS)-Treiber auf der CD mit, selbst wenn der Drucker prinzipiell diese Druckersprache unterstützt. So fanden wir beim HP Color Laserjet CP2025n auf der Suche nach dem PS-Treiber nur einen Link zum Universal Printing Driver (UPD), dem Universaltreiber des Herstellers. Das gab Punkteabzug, denn HP überlässt das Einrichten des Treibers dem Kunden.

VERBRAUCH – TONER UND STROM Bei Farblaserdruckern ist die Praxis weit verbreitet, die mitgelieferten Tonerkartuschen mit weniger Inhalt als normalerweise üblich zu versehen. Aufgabe der Starter-Toner ist, die erste Inbetriebnahme zu gewährleisten. Selbst in der von uns getesteten Klasse bringen mit dem HP Color Laserjet CP2025n, Oki C3600n und Ricoh Aficio SP C221N drei von zehn Geräten die geringer befüllten Kartuschen mit. Hier müssen Sie schneller als bei Standard-Kartuschen für Nachschub sorgen. Zum Berechnen des Seitenpreises ist Starter-Toner allerdings nicht heranzuziehen. Hier gehen wir von Kartuschen mit höchster Füllmenge aus. Außerdem fließen weitere Verbrauchsmaterialien wie Trommeln und Fixiereinheiten ein. Günstige Geräte kommen auf Seitenpreise von um die 8 Cent für das Farbblatt und unter 2 Cent für die Schwarzweiß-Seite.

EIN WEITERES KRITERIUM BEIM VERBRAUCH IST DER STROM Im Betrieb ziehen die Geräte mehrere hundert Watt. Wichtiger ist aber, welche Werte sie im Ruhe- und Stromsparmodus erreichen. Denn in der Regel wird nicht ständig gedruckt. Vielmehr befinden sich die Geräte über längere Zeit in Wartestellung auf den nächsten Auftrag. Der Test zeigt, dass die Hersteller am Stromverbrauch arbeiten. Ein Beispiel für einen äußerst sparsamen Umgang mit Energie ist der HP Color Laserjet CP2025n: Er benötigte im Ruhemodus 18,2 Watt und schaltete nach einer Weile auf geringe 5,4 Watt herunter.

FARBLASER BIETEN AUSGEREIFTE DRUCKQUALITÄT Ein Farblaser-Drucker meistert die Ausgabe von Grafiken, PDFs und Präsentationen problemlos. In diesen Disziplinen können Sie leuchtende Farben, feine Linen bei gleichzeitiger guter Deckung erwarten. Allerdings ist er kein Ausgabegerät für Fotos. Dafür sollten Sie sich nach wie vor einen Tintenstrahldrucker zulegen. Denn beim Lasergerät bleibt ein Raster sichtbar. Bei Textdokumenten aus dem Farblaser-Drucker ist es sehr schwierig geworden, mit bloßem Auge Qualitätsunterschiede auszumachen. Oft hilft auch ein Blick durch die Lupe wenig. Der Grund: Die Geräte haben im Textmodus inzwischen ein sehr hohes Niveau erreicht.

DELL 3130CN Platz 1 der Farblaserdrucker ab 300 Euro: Der Dell 3130cn wechselt unkompliziert zwischen den Druckeremulationen PCL und Postscript. Zudem ist er günstig in den Folgekosten.

OKI C5650DN Platz 2 der Farblaserdrucker ab 300 Euro: Der Oki C5650dn ist ein GDI-Drucker, der durch sein flottes Arbeitstempo besticht.

SAMSUNG CLP-770ND Platz 3 der Farblaserdrucker ab 300 Euro: Als richtiges Arbeitstier für hohen Durchsatz bei moderaten Folgekosten erweist sich der Samsung CLP-770ND.

HP COLOR LASERJET CP3505N Platz 4 der Farblaserdrucker ab 300 Euro: Die Stärke des HP Color Laserjet CP3505n liegt in der schnellen Ausgabe der ersten Seite. Manko: Der Drucker zieht sogar ausgeschaltet noch 2,2 Watt.

OKI C3600N Platz 5 der Farblaserdrucker ab 300 Euro: Der Aufgabe als Durchsatzdrucker in kleinen Arbeitsgruppen ist der Oki C3600n zwar gewachsen. Allerdings sind die Folgekosten zu hoch.

KYOCERA FS-C5100DN Platz 6 der Farblaserdrucker ab 300 Euro: Mit dem FS-C5100DN bietet Kyocera Mita ein recht wuchtiges Gerät an, das dank integrierter Duplex-Einheit und moderaten Folgekosten auf hohen Durchsatz ausgelegt ist.

DELL 2130CN Platz 7 der Farblaserdrucker ab 300 Euro: Der Dell 2130cn unterstützt nur Windows-Betriebssysteme - selten in dieser Geräteklasse.

HP COLOR LASERJET CP2025N Platz 8 der Farblaserdrucker ab 300 Euro: Das HP-Modell Color Laserjet CP2025n arbeitet verlässlich. Manko: Trotz PS-Unterstützung liegt der Treiber nicht bei.

CANON I-SENSYS LBP7200CDN Platz 9 der Farblaserdrucker ab 300 Euro: Der Canon I-Sensys LBP7200Cdn hat das Zeug zum Durchsatzdrucker, ist aber zu teuer in den Folgekosten.

KONICA MINOLTA MAGICOLOR 1650EN-D Platz 10 der Farblaserdrucker ab 300 Euro: Die Bauswese des Konica Minolta Magicolor 1650EN-D mit Multi-Pass-Druckwerk bremst den Drucker in der Farbausgabe ab.

*) Der Autor ist Redakteur unserer Schwesternpublikation PC-Welt.

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