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23.12.2009 Gaby Salvisberg*

Alles Wissenswerte zur Festplattenverwaltung

Wir erklären, wie Sie die die richtige Fesplatte finden, das richtige Dateisystem wählen, die Festplatte richtig partitionieren, Partitionen vergrößern oder umbenennen. Außerdem gibt es Tipps zur Datenträgerverwaltung und zum Partitionieren mit Bordmitteln.

Es lohnt sich, den verfügbaren Speicher für Ihre Dokumente, Musikstücke, Bilder und Videos zu erweitern - denn Festplatten sind so günstig wie nie zuvor. Doch was darf es sein? Eine Einbau-Festplatte oder eine externe? Und mit welchem Anschluss ?

Diese Fragen beantworten wir in diesem Artikel. Aber auch vorhandene Festplatten bieten viel Optimierungspotenzial: Wie geben nützliche Informationen rund um Partitionen und Dateisysteme - vom Umgang mit der Windows-eigenen Datenträgerverwaltung, übers Erstellen von Laufwerken bis hin zum Ändern von Laufwerksbuchstaben und zum Vergrößern von Partitionen.

DIE RICHTIGE EXTERNE FESTPLATTE FINDEN Externe Harddisks: Diese Festplatten lassen sich bequem mitnehmen und an unterschiedlichsten PCs anschließen. Unter gängigen Betriebssystemen wie Windows, Linux und Mac OS X werden die Massenspeicher meistens automatisch erkannt. Für Backup-Zwecke empfiehlt es sich, abwechslungsweise zwei verschiedene externe Disks zu verwenden. Für Notebook-Besitzer sind externe Platten zudem meist die einzige Möglichkeit, den Speicherplatz zu erweitern.

Externe Harddisks stecken in einem robusten Gehäuse. Am PC werden sie via USB, FireWire oder eSATA (externes SATA) angeschlossen. Prüfen Sie, welche Schnittstellen an Ihrem Rechner vorhanden sind. USB 2.0 ist seit Jahren bei jedem PC Standard. FireWire hat sich inzwischen auch gut etabliert; diese Variante ist deutlich schneller als USB. Der dritte und schnellste im Bunde ist die externe Variante von SATA: eSATA.

DIE RICHTIGE INTERNE FESTPLATTE FINDEN In den meisten Desktop-PCs steckt nur eine Harddisk, obwohl im Gehäuse zwei bis vier Platz hätten. Die Vorteile einer zusätzlichen internen Disk: Es liegt kein weiterer Staubfänger auf Ihrem Schreibtisch und es gibt keinen Kabelsalat. Eine eingebaute Festplatte ist außerdem schneller als eine externe, weil sie vom höheren Datendurchsatz der internen Plattenanschlüsse profitiert.

Wie viele Disks sich in Ihrem Rechner unterbringen lassen, hängt von der Art und Anzahl der freien Anschlüsse ab. Öffnen Sie das Seitenteil Ihres PCs. Bei älteren Geräten finden Sie auf dem Mainboard zwei IDE- bzw. PATA-Anschlüsse. Sind keine mehr frei, bleibt noch eine Möglichkeit: Die IDE-Flachbandkabel haben außer den Anschlüssen an den beiden Enden meistens noch einen in der Mitte. Wenn am Kabel, das vom Mainboard zu Ihrer Harddisk führt, noch ein Anschluss frei ist, können Sie daran ein passendes Laufwerk anhängen. Schon seit einigen Jahren kommen neue PCs mit Serial-ATA (SATA) daher. Diese Kabel und Stecker sind dünner. Folgen Sie dem Datenkabel Ihrer Festplatte hinunter zum Mainboard. Dort sind die SATA-Anschlüsse zu finden, von denen bestimmt noch einer oder gar mehrere frei sind.

Achten Sie bei der Anschaffung einer Harddisk unbedingt auf den Formfaktor und die Gehäusegröße. In Desktop-PCs stecken normalerweise 3,5-Zoll-Disks mit einem ca. 10 cm breiten Gehäuse. Die 2,5-Zoll-Disks in Notebooks messen in der Breite etwa 6,8 cm. Die noch kleineren 1,8-Zoll-Disks sind seltener.

DAS RICHTIGE DATEISYSTEM WÄHLEN Auf jede Festplatte gehört ein Dateisystem. Es bestimmt, wie die Dateien darauf abgelegt und wiedergefunden werden. Das Zuweisen eines Dateisystems besteht aus dem Partitionieren und Formatieren der Harddisk. Dabei kann die Festplatte auch mehrere Teilbereiche mit verschiedenen Dateisystemen verwalten. Nach dem Erstellen müssen die Partitionen formatiert werden; erst danach kann das Betriebssystem damit arbeiten. Unter Windows kommen hauptsächlich folgende beide Dateisysteme zum Einsatz:

FAT32: Seit Windows 2000 können alle Windows-Versionen und auch andere Betriebssysteme wie Mac OS X oder Linux mit FAT32 umgehen. Die Nachteile: Die maximale Dateigröße beträgt 4 GB. Außerdem fehlt dem Dateisystem eine Rechteverwaltung, mit der sich einzelne Ordner für bestimmte Benutzer sperren lassen. Nicht zuletzt ist FAT32 anfällig auf Datenverluste: Ihm mangelt es an der Journaling-Funktion, die Änderungen protokolliert und die Daten damit zuverlässig ablegt. Benutzen Sie FAT32 für USB-Sticks und externe Festplatten, die an jedem PC gelesen werden müssen. Auf internen Platten ist FAT32 hingegen nur als Datenaustauschpartition für Rechner mit mehreren Betriebssystemen empfehlenswert.

NTFS: Das Hauptdateisystem aktueller Windows-Versionen ist NTFS. Sein Nachteil liegt darin, dass andere Systeme wie Mac OS X oder Linux nur mit Zusatztreibern darauf zugreifen können. Allerdings funktionieren diese inzwischen so gut, dass sie bei manchen Linux-Distributionen schon standardmäßig dabei sind. NTFS eignet sich für fast jeden Zweck, sofern nur Betriebssysteme darauf zugreifen müssen, die es unterstützen.

MÄCHTIGES WERKZEUG: DIE DATENTRÄGERVERWALTUNG NUTZEN Das Löschen oder Formatieren einer Partition entfernt auch alle darauf liegenden Dateien. Denken Sie generell an eine Datensicherung, bevor Sie mit Partitionen hantieren. Es kann bei aller Sorgfalt immer etwas schiefgehen. Unter Windows XP und Vista funktioniert das Vorgehen sehr ähnlich, wobei Vista etwas mehr auf dem Kasten hat.

Das Hauptwerkzeug für die meisten Festplattenoperationen ist die Datenträgerverwaltung. Sie benötigen Administratorrechte, um Änderungen vorzunehmen. Melden Sie sich darum unter Windows XP und Vista mit einem Konto an, das über diese Rechte verfügt. Tippen Sie nun bei Start/Ausführen bzw. ins Vista-Startmenüfeld "diskmgmt.msc" ein und drücken Sie Enter. In Vista geht auch Folgendes: Geben Sie im Startmenü-Suchfeld "diskmgmt.msc" ein, klicken Sie mit Rechts darauf und wählen Sie im Kontextmenü "Als Administrator ausführen". Es erscheint eine Bedienoberfläche, die in zwei Bereiche unterteilt ist. Im oberen Teil erkennen Sie bereits vorhandene Festplattenpartitionen mit den zugewiesenen Laufwerksbuchstaben in Klammern. Die wichtigsten Informationen sind das Dateisystem, die Gesamtkapazität und der freie Speicher. Der untere Teil informiert Sie über die physisch vorhandenen Laufwerksgeräte. Die Datenträgerverwaltung von Windows ist so aufgebaut, dass ein Rechtsklick auf eine Partition oder auf einen nicht zugeordneten Bereich ein Kontextmenü aufruft. Je nachdem erscheinen andere Befehle darin.

Tipp: Bei vielen vorinstalliert gekauften PCs treffen Sie in der Datenträgerverwaltung auf weitere, rätselhafte Partitionen - oft ohne Laufwerksbuchstaben. Das sind meist Recovery- oder Backup-Bereiche, die der Hersteller angelegt hat. Da liegen zum Beispiel Daten drin, mit denen der PC oder das Notebook in den Auslieferzustand zurückversetzt werden kann. Oder es gibt versteckte Partitionen, die ein herstellereigenes Programm für Datensicherungen benutzt. Fassen Sie solche Partitionen am besten nicht an.

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