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16.02.2010 apa/Oliver Weiss

Nokia und Intel vernetzen sämtliche Elektronikgeräte

Das Betriebssystem MeeGo soll eine gemeinsame Basis für alle Arten elektronischer Geräte bieten, vom Handy über vernetzte Fernseher bis hin zum Autoradio. User sollen all ihre Programme und Informationen an jedem Ort nutzen können.

Der weltgrößte Handy-Hersteller Nokia will über die Grenzen der Mobilfunk-Branche hinauswachsen. Der Wegbereiter dafür soll das gemeinsam mit Intel entwickelte Betriebssystem MeeGo sein. "Damit wollen wir die nächste Computergeneration etablieren", sagte Nokia-Manager Anssi Vanjoki auf dem Mobile World Congress in Barcelona.

MeeGo soll laut Plan von Nokia und Intel eine gemeinsame Basis für alle Arten elektronischer Geräte bieten, vom Handy über vernetzte Fernseher bis hin zum Autoradio. Die Vision dahinter ist, dass der Nutzer alle seine Programme und Informationen an jedem Ort nutzen kann. "Wir sind kein Unternehmen der Handy-Industrie mehr. Wir sind ein Plattform-Anbieter", umriss Vanjoki die Strategie. Ziel sei nach wie vor, 300 Millionen aktive Nutzer für die diversen Nokia-Dienste zu gewinnen. Ende 2009 waren es rund 90 Millionen.

Nokia hatte zuletzt im Mobilfunk an Boden verloren, einige Branchenbeobachter sahen den Branchenprimus schon auf dem absteigenden Ast. Bei den computerähnlichen Smartphones sind Rivalen wie Apple mit seinem iPhone und die von Google angeführte Android-Allianz auf dem Vormarsch. Nokia hat hier mit seinen Geräten zwar immer noch etwa 40 Prozent Marktanteil, erst vor einigen Jahren hatten die Finnen aber noch zwei Drittel des Marktes im Griff. Bei herkömmlichen Telefonen konnte im vergangenen Jahr Samsung auch auf Kosten von Nokia wachsen.

Der Druck der Wettbewerber lässt Nokia nicht kalt: Natürlich beobachte Nokia die wachsende Präsenz von Unternehmen wie Samsung, sagte Vanjoki. Allerdings seien die Finnen immer noch größer als die nächsten drei kleineren Konkurrenten. Wer Nokia vom Thron stoßen wolle, "der muss schon einen formidablen Kampf liefern".

Vanjoki räumte ein, dass Nokias Smartphones bei der Benutzerfreundlichkeit Schwächen zum Beispiel gegenüber Apples iPhone zeigten. "Mit dem neuen Betriebssystem Symbian S3 werden wir dieses Problem aber aus der Welt schaffen", versprach der Nokia-Manager. Das Symbian-Betriebssystem hat laut Marktforschern trotz der wachsenden Konkurrenz noch fast 50 Prozent Marktanteil bei Smartphones und soll auch mit dem neuen Hoffnungsträger MeeGo kompatibel sein. (apa)

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