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10.06.2010 Reto Vogt*

Hardware-Tuning: So machen Sie Ihren PC schneller

Wenn Ihr bisheriger PC an seine Leistungsgrenzen kommt, muss nicht unbedingt ein neuer Rechner her. Das Austauschen von Komponenten ist günstiger – und schnell erledigt. Wir zeigen, wie Sie Ihre Hardware austauschen.

Tun Sie Ihrem alten Büro-Computer etwas Gutes und spendieren Sie ihm eine größere Festplatte, mehr Arbeitsspeicher, eine neue Grafikkarte oder ein besseres Netzteil. Die Vorteile sind zum Beispiel schnelleres Tempo, mehr Speicher und weniger Stromverbrauch. Das alles kostet Sie weniger als ein neuer PC und ist auch nicht kompliziert. Sie müssen dazu weder Techniker noch Handwerker sein. Ein Schraubenzieher ist das einzige Werkzeug, da Sie benötigen.

Wir zeigen zu allen wichtigen Komponenten, wie Sie diese Schritt für Schritt auswechseln. Gleichzeitig gibt es jeweils eine kurze Übersicht zur Schwierigkeit und zum konkreten Nutzen.

ARBEITSSPEICHER Schwierigkeitsgrad: EINFACH Nutzen: Tempo Für einen heutigen PC sind 2 GB Arbeitsspeicher (RAM) Pflicht, für Windows 7 mit 64 BIT sollten es 4 GB sein. Möchten Sie herausfinden, wie viel Gigabyte Ihr Rechner hat, klicken Sie in Windows XP unter Start auf Systemeigenschaften/ Leistung und Wartung/System. Unter Vista/Windows 7 wählen Sie mit Rechts Computer und danach Eigenschaften. Verfügt Ihr PC über weniger als 2 GB RAM, sollten Sie zusätzlichen Arbeitsspeicher einbauen.

Bearbeiten Sie große Bilddateien und Videos, empfehlen wir 4 GB RAM oder mehr. Letzteres macht aber nur bei einem 64-Bit-Windows Sinn. Es erkennt mehr als 4 GB Arbeitsspeicher. Haben Sie ein 32-Bit-System, lohnen sich maximal 4 GB RAM.

So prüfen Sie, ob Sie ein 32-Bit- oder 64-Bit-System besitzen: Öffnen Sie in Windows Vista/7 Start/Systemsteuerung/System und Wartung. Gehen Sie zu Leistungsinformationen und -Tools. Klicken Sie auf Details anzeigen und drucken. Bei „Systemtyp“ finden Sie die gesuchte Information. XP-Nutzer wählen Systemsteuerung/Leistung und Wartung/System.

Vor dem Austausch prüfen Sie mit PC Wizard 2009, wie viele freie RAM-Steckplätze auf Ihrem Mainboard vorhanden sind. Klicken Sie dazu in PC Wizard 2009 unter der Rubrik Hardware auf Mainboard. Wählen Sie rechts den Physikalischen Speicher. Unter dem Punkt „Speicherkontroller Information“ sehen Sie bei „Anzahl Verbinder“ die gesuchte Info. Vergleichen Sie diese mit der Anzahl Speicherriegel, die unter „Allgemeine Informationen“ aufgeführt ist. Ist die Zahl identisch, können Sie keinen zusätzlichen Arbeitsspeicher einbauen, sondern müssen den vorhandenen ersetzen. In der Regel ist aber genügend Platz da.

Kontrollieren Sie nun unter „Type“, welcher Arbeitsspeicher mit Ihrem Mainboard kompatibel ist. Bei „Max. Modulgröße“ sehen Sie, wie groß der RAM-Riegel maximal sein darf. Haben Sie alle Informationen, surfen Sie zu www.pcwelt.de/preisvergleich/ und klicken auf Computer&Zubehör, Weitere Komponenten, Arbeitsspeicher. Suchen Sie jetzt mit den Infos aus PC Wizard 2009 die passenden RAM-Speicher. Um den Riegel einzusetzen, ziehen Sie das Strom- sowie störende Kabel vom PC ab und entfernen die Seitenabdeckung. Legen Sie den PC auf die Seite. Sie sehen das Mainboard vor sich. Lösen Sie die Seitenhalterungen A. Montieren Sie den Arbeitsspeicher vorsichtig mit beiden Händen in den Steckplatz. Danach schließen Sie die Abdeckung wieder und stecken die Kabel ein. Starten Sie den PC auf. Der neue Arbeitsspeicher wird automatisch erkannt.

Tipp: Mit einem Erdungsband leiten Sie statische Aufladungen ab und verhindern Schäden.

OPTISCHES LAUFWERK Schwierigkeitsgrad: MITTEL Nutzen: Tempo, Full-HD-Wiedergabe

Zur Standardausrüstung eines Desktop-PCs gehört ein DVD-Laufwerk mit integriertem Brenner. Der Vorteil neuer Modelle: Sie können Daten schneller lesen und brennen. Praktisch sind zudem zwei optische Laufwerke, was das direkte Kopieren eines Silberlings ermöglich. Wer Full-HD-Kinofilme auf dem PC schauen möchte, sollte sich ein Blu-ray-Laufwerk zulegen. Es kann auch DVDs und CDs problemlos lesen, je nach Typ sogar beschreiben.

Prüfen Sie auf der Vorderseite des PC-Gehäuses, ob Platz für ein zweites Laufwerk vorhanden ist. Dies erkennen Sie an der Plastikabdeckung unterhalb des optischen Laufwerks A. Ist kein Platz mehr verfügbar, können Sie auch das vorhandene CD- oder DVD-Laufwerk ersetzen. Kontrollieren Sie als Erstes mit dem Programm PC Wizard 2009, wie viele „IO Schnittstellen „ in Ihrem Computer frei sind. An diesen lassen sich sowohl optische Laufwerke als auch Festplatten anschließen. Wo Sie die entsprechende Option finden, ist gleich auf der nächsten Seite unter „Festplatte“ beschrieben. Dort steht auch, wie der Einbau im Detail funktioniert. Er geht genau gleich wie bei einer Harddisk. Nach dem Einbau des Laufwerks wird es von Windows automatisch erkannt, da das System die entsprechenden Treiber an Bord hat. Eventuell ist aber ein Update der Brenn-Software nötig.

Tipp: So identifizieren Sie Ihre Hardware Möchten Sie die Hardware-Komponenten in Ihrem Computer austauschen, müssen Sie die Spezifikationen des Mainboards genau kennen. Nur so können Sie die passenden Komponenten einkaufen. Dabei leistet die Gratis-Software PC Wizard 2009 eine große Hilfe. Tipp: Entfernen Sie während der Installation die Häkchen für die empfohlene Toolbar. Diese benötigen Sie zum Benutzen des Programms nicht.

FESTPLATTE Schwierigkeitsgrad: MITTEL Nutzen: Speicherplatz, Tempo Geht der Platz auf Ihrer Festplatte zur Neige, können Sie eine weitere Harddisk einbauen. Die Preise für Speicher sind derzeit sehr tief. Günstiger als externe Festplatten sind interne. Prüfen Sie mit PC Wizard 2009, ob Ihr Mainboard den schnellen Serial-ATA-Standard (SATA) unterstützt.

Klicken Sie auf das Icon Laufwerke und danach auf IDE Controller. Bei „Modus“ sollte die Bezeichnung SATA stehen. Dieser Standard ist für aktuelle Festplatten notwendig. Ein paar Einträge weiter unten werden die verfügbaren Ports („IO Schnittstellen“) aufgelistet. In unserem Fall lassen sich also noch zwei weitere Festplatten anschließen.

Surfen Sie zu www.pctipp.ch/preisvergleich und klicken Sie dort auf Festplatten. Wählen Sie anschließend Serial-ATA II 3,5-Zoll. Suchen Sie sich ein Modell mit der gewünschten Kapazität aus. Wir empfehlen Ihnen mindestens 500 GB. Zum Einbau schrauben Sie den Computer auf und legen ihn vorsichtig auf die Seite. Nehmen Sie je ein freies Strom- und Datenkabel. Verbinden Sie diese mit der SATA-Festplatte. Schieben Sie die Harddisk danach in einen freien Schacht und schrauben Sie diese fest.

Nach dem PC-Neustart müssen Sie die eingebaute Festplatte zuerst formatieren. Öffnen Sie Arbeitsplatz (Windows XP) bzw. Computer (Vista/Windows 7). Klicken Sie mit Rechts auf das Laufwerk und wählen Sie Formatieren. Als „Dateisystem“ empfiehlt sich NTFS.

Tipp: Falls Sie keine SATA-, sondern nur eine IDE-Schnittstelle haben, weichen Sie besser auf eine externe USB-Harddisk aus.

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