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16.08.2010 Patrick Miller*

So lösen Sie gängige Technikfehler

PCs, Kameras, Smartphones, Drucker, Netzwerke – wenn sie den Geist aufgeben, besteht Handlungsbedarf. Wir zeigen Ihnen, was Sie tun können.

Heimhandwerker Ihr PC stürzt ab, Ihre Kamera geht kaputt, Ihr Netzwerk macht schlapp und Ihr Drucker zerquetscht Papier. Alltägliche Probleme – aber wie sind sie zu beheben? Statt viel Geld und Zeit in einen technischen Service-Mitarbeiter zu investieren, wagen Sie sich doch lieber selbst an die Problembehandlung. Wir vermitteln Ihnen die wichtigsten Grundkenntnisse, um Ihren PC, Ihr Heimnetzwerk, Ihren Drucker, Ihre Digitalkamera und Ihr Smartphone wieder auf Vordermann zu bringen.

PROBLEME AM PC Wenn man bedenkt, wie viele verschiedene Soft- und Hardware-Pakete nötig sind, damit ein PC korrekt funktioniert, ist es ein kleines Wunder, dass Rechner heutzutage so gut laufen, wie sie es in der Regel tun. Insofern können wir kein Allheilmittel für alle Wehwehchen Ihres PCs zur Verfügung stellen – denn es gibt schlicht und ergreifend keines. Daher behandeln wir die häufigsten PC-Probleme und zeigen Ihnen, was Sie dagegen tun können.

Der PC lässt sich nicht einschalten: Wenn Sie einen Laptop benutzen versuchen Sie, den Akku auszutauschen oder auf externe Stromversorgung umzustellen. Nutzen Sie einen Desktop-PC, versuchen Sie es mit einer anderen Steckdose. Vergewissern Sie sich zudem, dass alle internen Anschlüsse und Karten korrekt eingesteckt sind und nichts locker sitzt. Wenn keiner der Vorschläge hilft, könnte das Problem beim Motherboard oder der Stromversorgung liegen. In diesem Fall führt der einzige Weg zum Hardware-Händler oder der Griff zum Telefon für die Support-Hotline.

Windows startet nicht: Starten Sie Ihren Rechner ganz normal und drücken Sie während des Boot-Vorgangs wiederholt F8. Dadurch gelangen Sie in ein Menü, aus dem Sie verschiedene Boot-Optionen für Windows auswählen können – darunter der abgesicherte Modus. Starten Sie Windows im abgesicherten Modus und deinstallieren Sie alle Programme, die Sie zuletzt installiert haben. Aktualisieren Sie zudem alle Gerätetreiber und öffnen Sie das Systemwiederherstellungs-Programm (Startmenü, Zubehör, Systemprogramme, Systemwiederherstellung). Das versetzt Ihr System in den letzten Zustand, der als funktionierend bekannt ist. Wenn der abgesicherte Modus nicht funktioniert, könnte der Fehler bei Ihrer Festplatte liegen. Nutzen Sie in dem Fall eine selbst erstellte Rettungsdisk oder die Wiederherstellungsdisk des Herstellers, booten Sie von der CD und sichern Sie alle Daten, die Sie retten wollen. Lassen Sie dann ein Diagnose-Programm laufen – sollten Sie kein eigenständiges Programm dafür besitzen, lassen Sie das vorinstallierte Check Disk Ihre Festplatten prüfen (Rechtsklick auf eine Ihrer Festplatten, Eigenschaften, Extras, Jetzt prüfen...). Ein Heilmittel für defekte Festplatten gibt es nicht. Hier hilft nur ein Neukauf. Wenn Sie beim Hochfahren einige Piep-Geräusche hören, möchte Ihnen Ihr BIOS wahrscheinlich mitteilen, dass es ein Problem mit dem Motherboard gibt. Zum Beispiel könnte das Kabel Ihres CPU-Lüfters gelöst sein oder die Stromversorgung funktioniert nicht ausreichend genug. Welches Problem genau vorliegt, sagt Ihnen die Tonabfolge des Gepiepses. Da es hierfür allerdings keine standardisierten Vorgaben gibt, müssen Sie sich auf der Hersteller-Webseite Ihres Rechners über die Bedeutung der Töne informieren.

Windows stürzt kurz nach dem Start wieder ab: Versuchen Sie zuerst, alle Ihre Treiber zu aktualisieren – zuerst die Basis-Treiber, die Ihnen vom PC-Hersteller zur Verfügung gestellt wurden, dann die Treiber für Ihre Peripherie-Geräte. Vergessen Sie nicht, auch ein BIOS-Update durchzuführen. Wenn das nichts hilft, deinstallieren Sie alle Programme, die Sie kürzlich neu installiert hatte. Anschließend überprüfen Sie Ihre Autostart-Programme und die Anwendungen, die im Hintergrund ablaufen, um herauszufinden, ob dort etwas nicht stimmt. Diese Prozesse können Sie im Task-Manager einsehen, indem Sie Strg-Alt-Entf drücken und zum Prozesse-Tab wechseln. Webseiten wie ProcessLibrary.com helfen Ihnen dabei, eventuell fehlerhafte Programme zu identifizieren. Wenn Ihre Abstürze nicht so leicht zu identifizieren sind, führen Sie einen Scan nach Viren und anderer Malware mit Ihrem Antivirenprogramm durch. Haben Sie Ihre Sicherheitssoftware kürzlich gewechselt, könnte der Fehler aber auch darin liegen. Antivirenprogramme dringen typischerweise tiefer in die Windungen Ihres Rechners vor und sind deshalb auch anfälliger für Inkompatibilität. Wenn Sie das Problem bis hierher immer noch nicht ausfindig machen konnten, ist Google oft eine große Hilfe bei der Problembehandlung – besonders, wenn Sie eine Windows-Fehlermeldung zur Hand haben. Selbst, wenn Sie zu diesem Fehler nichts auf den offiziellen Webseiten Ihres PC-Herstellers gefunden haben, werden Sie mit Google oft in Tech-Foren und auf Hobby-Webseiten fündig. Wenn alles nichts hilft, sollten Sie Ihr System am besten neu aufsetzen, nachdem Sie alle wichtigen Daten extern gesichert haben.

PROBLEME MIT DEM NETZWERK Die Problembehandlung bei Internet- und Netzwerkproblemen kann heikel und zeitraubend sein, insbesondere, wenn das Problem bei Ihrem Internetanbieter statt bei Ihnen liegt. Ein paar Dinge können Sie trotzdem tun.

Ihr PC taucht nicht im lokalen Netzwerk auf: Es gibt verschiedene Gründe, warum Sie einen PC nicht im Netzwerk finden könnten. Für den Anfang, überprüfen Sie Ihre Firewall-Einstellungen, Ihre freigegebenen Ordner und Ihre Arbeitsgruppen. Netzwerke, in denen sowohl PCs als auch Macs, oder PCs mit unterschiedlichen Windows- oder Linux-Versionen sind, haben oft ganz eigene Probleme. Funktionen wie die Home Groups in Windows 7 erleichtern die Netzwerkarbeiten massiv, sind für PCs mit anderen Windows-Versionen jedoch oft ein zusätzliches Hindernis. Wenn Sie nicht alle Ihre PCs auf eine einheitliche Windows-Version updaten können, lesen Sie Details im Artikel "Netzwerk- und Freigabecenter" nach.

Keiner Ihrer Rechner kann auf das Internet zugreifen: Schalten Sie Modem und Router aus und wieder an. Wenn das nicht funktioniert, verbinden Sie Ihren PC direkt via Ethernet mit dem Modem. Wenn auch dieser Versuch fehlschlägt, könnte das Problem bei Ihrem Router liegen. Eventuell ist auch Ihr Internetanbieter Schuld, der gerade mit technischen Störungen zu kämpfen hat. Um das herauszufinden, kontaktieren Sie Ihren technischen Support.

Nur einige Ihrer PCs können auf das Internet zugreifen: In diesem Fall liegt der Fehler eindeutig bei Ihrem Netzwerk, die Verbindung zu Ihrem Internetdienst funktioniert einwandfrei. Öffnen Sie die Eingabeaufforderung und tippen Sie ipconfig/renew ein. Das gibt Ihrem PC den Befehl, eine neue IP-Adresse anzufordern – ein Vorgang, der viele Probleme beseitigen kann. Haben Sie damit keinen Erfolg, überprüfen Sie die Netzwerk-Konfigurationen der betroffenen PCs über Systemsteuerung und weisen Sie gegebenenfalls manuell eine IP-Adresse zu.

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