Apple: Frischzellenkur für iPod und Co. Detail - Computerwelt

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01.09.2010 Rudolf Felser

Apple: Frischzellenkur für iPod und Co.

Das iPhone ist abgehakt. Jetzt hat Apple in San Francisco seiner iPod-Reihe neues Leben eingehaucht. Außerdem bekommt iTunes ein eigenes Social Network und Apple TV wird günstiger.

Mit den iPods hat Apple den Wechsel vom IT-Hersteller zur beinahe kultisch verehrten Unterhaltungselektronik-Marke geschafft. Zwar hat das Interesse an den Music-Playern in der Zwischenzeit – angesichts iPhone und iPad – abgenommen, dennoch hat sich das Unternehmen wieder ein paar nette Dinge für die neue Generation einfallen lassen.

NANO: QUADRATISCH, PRAKTISCH, GUT? Die größte Veränderung hat der iPod nano durchgemacht: Das Clickwheel musste weichen, dafür gibt's jetzt ein Multitouch-Display. Außerdem wurde das Alu-Gehäuse um rund die Hälfte geschrumpft und ist jetzt quadratisch. Auf der Rückseite befindet sich ein Clip, um den Player an der Kleidung zu befestigen. Es soll sogar möglich sein, den nano mittels Armband stylish als Uhr am Handgelenk zu tragen. Wie bei allen Armband-Playern dürfte sich dabei jedoch das Kabel für die Kopfhörer als störend erweisen – möglicherweise kommt in einer der nächsten Geräte-Generationen ja Bluetooth mit auf die Feature-List. Praktisch: Via Multitouch lässt sich auch das Display drehen. Der Home-Screen bietet Platz für vier Icons, wie man sie auch von iPhone & Co. kennt. Diese lassen sich nach Belieben von den anderen Screens dort platzieren. Neu ist auch eine "Schüttel-Funktion" um nach dem Zufallsprinzip ein neues Lied aus der Bibliothek auszuwählen. Mit einer Akkuladung soll der neue nano im Musik-Betrieb 24 Stunden durchhalten.

Ab nächster Woche soll der iPod nano um den Angaben zufolge 169 Euro für die Version mit acht GB Speicher beziehungsweise 199 Euro für das 16-GB-Modell erhältlich sein, wahlweise in den Farben silber, graphit, blau, grün, orange und pink – direkt im Apple (Online-) Store gibt es den nano auch in rot.

DER KLEINSTE IPOD Der kleinste Player im Programm heisst weiterhin iPod shuffle. Nachdem bei der letzten Generation die Bedienungselemente in das Kopfhörerkabel integriert wurden, um das Gehäuse kleiner machen zu können, hat der neue shuffle wieder ringförmig angeordnete Buttons direkt am Gerät. Auf den gezeigten Bildern sieht es so aus, als hätten der nano und der shuffle die selbe Größe, nur eben das sich beim einen ein Display und beim anderen Tasten auf der Vorderseite befinden. Auch die Rückseiten der beiden Geräte ähneln sich stark. Das könnte sich günstig auf die Produktionskosten auswirken.

Auch VoiceOver ist wieder dabei, die Sprachausgabe-Funktion die bei dem kleinen Player das Display ersetzt und beispielsweise den Titel des aktuell abgespielten Liedes vorliest. Der Akku soll rund 15 Stunden Playback mit einer Ladung erreichen, zwei GB Speicherplatz stehen zur Verfügung. Der Preis für das wahlweise in den Farben silber, blau, grün, orange oder pink erhältliche Gerät liegt bei 55 Euro.

TOUCH ME Natürlich wurde auch der iPod touch überarbeitet. Apple hat ihm fast alle Neuerungen des iPhone 4 spendiert, ist allerdings beim alten Gehäusedesign geblieben. Also keine Ecken und Kanten, sondern "klassisches" iPhone-Design. Trotzdem haben es das Retina Display, der "hauseigene" A4-Prozessor, eine rückseitige sowie eine Front-Kamera für FaceTime-Videogespräche via WLAN (auch mit den neuen iPhones) und das Aufzeichnen von HD-Videos, das neue 3-Achsen-Gyroskop und iOS 4.1 auf den touch geschafft, das ab nächster Woche auch für das iPhone freigegeben wird. Mit der neuen Software-Version wurden einige Bugs beseitigt (Proximity, Bluetooth, iPhone 3G), außerdem können mit ihrer Hilfe HDR-Fotos (High Dynamic Range) geschossen werden. Dabei werden zusätzlich zu dem "normalen" Foto eine unter- und eine überbelichtete Aufnahme gemacht und zu einem Bild "verschmolzen", was mitunter atemberaubende Effekte erlaubt. Im Speicher des iPhones beziehungsweise iPod touch landen jeweils das normale und das HDR-Foto.

Steve Jobs betonte bei der Präsentation neuerlich die Bedeutung des touch als Handheld-Konsole, die sich besser verkauft habe als Nintendos DS und Sonys PSP zusammen. Aus diesem Grund wird dem touch mit iOS 4.1 auch das "Game Center" spendiert, eine Online-Gaming-Plattform die wohl in Konkurrenz zu Sonys PSN und Microsofts Xbox Live stehen soll. Entwickler erhalten neue APIs, um die Funktionen des Game Center ansprechen zu können.

Der Akku soll im Musikbetrieb 40 Stunden "halten", Videos kann man sich sieben Stunden am Stück ansehen. Um 239 Euro ist das Modell mit acht GB Speicher zu haben, 32 GB kosten 309 Euro und 64 GB 409 Euro. Auch der neue iPod touch soll ab nächster Woche erhältlich sein und ist wie die anderen iPods im österreichischen Apple-Onlineshop bereits bestellbar.

ICH PING DICH Ebenfalls angekündigt wurde die Version 10 der iTunes-Software. Nachdem bislang nur eine sehr eingeschränkte Anbindung der Musik- und Videoclip-Management-Software an das Social Web existierte, hat Apple nun im Rahmen seines von rund 160 Millionen Menschen genutzen Programms ein eigenes Social Network aus der Taufe gehoben: Ping. Es sieht aus wie eine in iTunes integrierte Mischung aus Facebook und Twitter und dient dazu, sich mit seinem Freundes- und Bekanntenkreis über Musik und andere Einkäufe aus dem iTunes-Store auszutauschen. Man kann die Feeds anderer Leute – also ihre Statusnachrichten beziehungsweise Updates – abonnieren und eigene verfassen. So bleibt man beispielsweise auf dem Laufenden, was Steve Jobs gerade so auf seinem iPod hört.

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