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05.09.2010 pte

Hybrid-TV bringt Cyberkriminelle ins Wohnzimmer

Dank Hybrid-TV wird der Fernseher zum Computer und geht online. Antivirus-Hersteller Kaspersky sieht hier das Problem, dass die Web-Gefahren vom Schreibtisch ins Wohnzimmer getragen werden.

Leichtfertiges Surfen mit dem Internet-Fernseher könne die digitale Identität des Konsumenten gefährden, warnen die Experten. Bislang sind dem Unternehmen 139 Schädlingsfamilien mit etwa 900 Varianten für Handys bekannt. Dass es ähnlich viele Viren für das Fernsehgerät gibt, sei nur eine Frage der Zeit – die technischen Möglichkeiten wären vorhanden.

"Hybrid-TV bietet eine Schnittstelle und öffnet damit auch eine Tür für Kriminelle. Man sollte den Sicherheitsgedanken also immer in Hinterkopf behalten", rät Marco Preuß, Senior Virus Analyst bei <a href=http://www.kasperksy.de Kasperky Lab, im Gespräch mit dem Online-Dienst pressetext. "Es sollte nicht immer nur darum gehen, ob der Fernseher ein schönes Bild und einen guten Sound hat, sondern auch, ob er sicher ist." Hierbei sollten Hersteller und Konsumenten gleichermaßen den Sicherheitsaspekt ernst nehmen.

DATEN SCHÜTZEN Es gibt einen Markt für Schadsoftware, Hackerjobs und Diebesgüter. Das begehrteste Diebesgut ist laut dem Sicherheitsexperten die Identität einfacher Computernutzer, ihre Postadresse, der Zugang zu ihrem Bankkonto, Kreditkartendaten und Passwörter für eBay, Amazon und Co. Handlungsempfehlung ist, die eigenen Kreditkartendaten oder das Online-Banking-Passwort nicht leichtfertig preiszugeben - auch nicht über den neuen Internet-Fernseher.

Hinzu kommt die wachsende Begeisterung für das vernetzte, intelligente Heim, dem sogenannten "Smart House". "Die Videokamera an der Tür identifiziert den Hausbesitzer und öffnet automatisch die Tür. Der Kühlschrank kennt seinen Inhalt und gibt Tipps zum Kochen und vieles mehr", so Preuß. Das Ganze ist dann nicht nur intern steuerbar, sondern auch auch über das Internet zugänglich, sodass iPhone und Co. zur Fernbedienung werden.

"Die Gefahr ist, dass auch hier Schnittstellen entstehen und das System gehackt werden kann. Man stelle sich nur vor, die Haustür erkennt einen nicht mehr und gewährt stattdessen einem Kriminellen Zugang", gibt Preuß zu bedenken. Dennoch hält er es nicht für notwendig, nun komplett auf die Erleichterung der neuen Technik zu verzichten. "Man darf sie nur nicht nutzen, ohne auf ausreichend Sicherheitskomponenten zu achten", meint der Sicherheitsexperte. (pte)

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